Aug 12 2009

Auf einmal waren sie da… Beijing

Angefangen hat alles Anfang July. Ploetzlich standen 2 Deutsche mit riesigen Rucksaecken am Flughafen und Abenteuer auf der Stirn geschrieben. Derweil wollte ich doch nur meine Ruhe haben…^^ Angekommen sind die nirgendwo anders al hier in Beijing. Hier beginnt unsere Reise auch. Denn bevor man sich Eindruecke aus dem Sueden und vom Rest Chinas sammeln kann sollte man den Vergleich zum modernen und auch traditionell pekinger China haben.

Und so beginnt unsere Reise nun in Beijing. Plan fuer Tag 1 sind Tempel. Angefangen beim Lamatempel der relativ klein und ruhig in einer doch recht hektischen Gegend steht. Viel Rauch und generell stickige Luft machen den Besuch hier schonmal zu einer teilweise spirituellen Erfahrung.imgp1078 auch fuer die Beiden hier…

Weiter ging es auf der Linie 5 direkt nach Sueden bis zum Ende der Linie. Hier wartet der schoene TianTan auf uns der uns anfangs noch schoen trocken,… p1000383aber dann doch eiskalt erwischt hat…p1000402

Den Tag danach ging es direkt hoch hinaus. Die Mauer stand an. Also rein in die Bahn, ab zum Bus und weiter zur Mauer. Das haetten wir wahrscheinlich auch schneller haben koennen, aber wir sind ja Abenteuertouristen. Das Wetter hat leider an dem Tag nicht wirklich mitgespielt, weswegen wir bei der Sicht etwas betrogen wurden. Imposant und ansehnlich ist dieses Bauwerk aber allemal.imgp1107 Gefolgt wurde dieser Ausflug mit dem ersten Angriff auf den Silk Market, auf welchem die 2 skuppellosen Deutschen keinen Cent zu viel gelassen haben, auch wenn der frisch erstandene Koffer schon halb voll war
.
Tag 3 ging es weiter zu einem meiner Favoriten: der Sommerpalast. Das Wetter war leider nur OK und endlich hat es mal ein Taxifahrer geschafft uns am Nordtor rauszuwerfen, wogegen sich die meisten immer straeuben. p1000527 Naja, so gut war das Wetter dann doch nicht…
Fuer das Abendprogramm haben wir uns nach einer weiteren Einkaufstour fuer etwas Kultur entschieden. Da die normale Pekingoper meinen Bruder und mich nicht ins Theater locken konnte haben wir uns im Kompromiss fuer eine Akrobatikshow entschieden, die nicht guenstig aber jeden Cent wert war. p1000548 Jeder von uns hat schonmal Cirque du Soleil im Fernsehen gesehen und man meint eigentlich sowas wuerde einen nicht mehr schocken. Aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nie etwas derartig Gutes gesehen habe.


Jul 27 2009

Wieder Allein

Gute 3 Wochen ist es her, da sind 2 Deutsche hier bei mir eingefallen und haben mich quer durch die Volksrepublik verschleppt. Gesehen haben wir viel, gegessen noch mehr. Den ganzen Ausflug werde ich die Tage nochmal aufrollen, da ich erstmal die paar tausend Bilder sortieren muss. Aber eines sei gesagt. Auch auf Reisen und mit dem Rucksack, wir Brueder sind immer Stilgerecht unterwegs…
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Geniesst das Bild, denn so werde ich bestimmt nicht nochmal aussehen…


Jul 16 2009

Shmutzfinken…

Leider habe ich es in Chengdu nicht geschafft viel von dem zu erzaehlen was wir gemacht haben. Das werde ich jetzt leider auch nicht. Wenn wir wieder zurueck in Beijing sind werde ich alles nochmal mit vielen Bilden von hinten aufrollen. Aber soweit: wir waren 2 Tage in Chengdu, haben Pandas gesehen und vor Allem abgespannt. Viel geschlafen und gut gegessen. Da wir ja so eine gute Hinfahrt hatten haben wir uns auch sehr auf die 25h Weiterfahrt nach Guilin gefreut. Nur hier lief einiges schief. Der Wagen war ein paar gute Jahrzehnte aelter, keine Klimaanlage und im Allgemeinen nicht ganz so sauber wie der erste Schlafwagen. Dazu kam die kleine Familie in unserem Wagon mit dem kleinen Baby was dann oefter mal auf den Boden gemacht hat(ma traegt ja keine Windeln), den Rest koennt ihr euch bei 40Grad im wagon denken… Angekommen sind wir trotzdem in Guilin, nur haben wir uns 3 selten soooo eklig gefuehlt wie gestern. Aber nichts was eine gute Dusche nicht richten kann. Sauber und frisch haben wir die Stadt erkundet, die wunderschoen anzuschauen ist, sehr guenstig und auch relativ ueberschaubar. Heute haben wir dann einen der schoensten Ausfluege gemacht und auf 900m Hoehe endlose Reisterassen beobachtet und erwandert. Absolut Sehenswert! Morgen geht es weiter nach Yangshuo, welches nur eine gute Stunde entfernt liegt, wo wir dann ein paar Radtouren durch die Wildnis machen werden. Absolut atemberaubende Gegend, wenn da nur nicht das Wetter waer. Abgesehen von den 35Grad Midesttemperatur stehen wir auch noch 70% Luftfeuchtigkeit entgegen, die jedes frische Tshirt beim verlassen des Hauses schon Flecken verabreicht… aber man gewoehnt sich ja an Alles…

Gruss aus Guilin


Jul 12 2009

Wilkommen in SiChuan

17 Stunden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger hat es gedauert die eigentlich kurze Strecke von Xi’An nach Chengdu zurueck zu legen. Dafuer im 6er Hart-Bett Wagon mal wieder die einzigen Auslaender weit und breit zu sein ist auch eine Erfahrung fuer sich. Wir haben in Xi’An schon kaum einen Westler gesehen, aber je suedlicher wir kommen, desto spaerlicher wird es auch. Trotzdem war die Fahrt hammer! Kaum im Zug packen 100 Chinesen im Wagon ihr Essen aus und legen los. Wir tun es gleich und teilen mit den neu gewonnen Freunden was geht. Wenn es solche Wagons in Deutschland geben wuerde, wuerde der Begriff Familienausflug gleich eine andere Bedeutung bekommen. Fotos folgen,… aber so viel sei gesagt. Wer fliegt verpasst was!

Angekommen sind wir in Chengdu. Frisch geduscht und bereit werden wir den Nachmittag noch mit Pandas verbringen. Was dann kommt und wie es genau lief erzaehl ich dann spaeter. Vielleich schaff ich es auch in dieser Herberge mal ein paar Bilder hochzuladen.

So far aus Chengdu…


Jul 10 2009

Xi’An: Kaltwetterflug

Nach langer Diskussion am gestrigen Abend, als wir alle mehr oder weniger ins Bett gefallen sind, haben wir uns dafuer entschlossen heut zum HuaShan zu fahren. Kleines Gebirge mit 5 Gipfeln die um die 2000m ragen. Klingt schon mal recht imposant fuer nen Tagestrip. Ich bin ja eher der “einfach fahren Typ”, aber der Anhang geht natuerlich nicht ohne Lonely Planet aus dem Haus. Von daher wissen die Beiden eh immer besser bescheid als ich, angeblich… Nunja, nachdem wir Kelly davon ueberzeugt haben, dass wir es nicht wie beschrieben schaffen werden an einem Tag alle Gipfel zu Fuss abzuklappern ohne auf dem Berg zu uebernachten, konnten wir uns darauf einiges morgens um 8 aufzustehen um dann noch vor Mittag auf dem ersten 2000er zu stehen. Schoene Ambitionen, die dann nicht ganz so gut umsetzbar waren.

Um 8 aufstehen haben wir geschafft, aber mit frisch machen und Fruehstueck, sowie der Fahrt zum Bahnhof ist es dann schnell um 10 gewesen als wir an dem enzigen Bus waren der uns zum Berg bringen konnte. Problem dann war, dass die Busse nach einem komischen Prinzip fahren, da es keine Linienbusse sind, da der Berg 130km weit entfernt liegt. Vorgegangen wird nach dem Prinzip Bus voll=Abfahrt. Klingt ja auch logisch, nur wollte um diese Uhrzeit aus Xi’An niemand zum HuaShan, weswegen wir dann noch bis kurz vor 12 warten mussten. Die Fahrt war lang, aber flott. Neben mir sass ein kleiner 13 jaehriger Junge aus GuangDong, der mich die ganze fahrt mit Fragen geloechert hat. Schlaues Buerschchen!

Gegen 2 sind wir dann endlich angekommen, haben uns noch was zum Berg angehoert, bzw eher ich habe mir was angehoert, dann sind wir ins Taxi zum Osteingang. Dort etwas gegessen und mit dem Bus die 7km bergauf bis zur Seilbahn. Denn da wir um 2 erst angekommen sind und um 7 der letzte Bus faehrt mussten wir unsere Plaene etwas anpassen und mehr oder weniger alles streichen um ueberhaupt noch auf dem Berg zu kommen. Da wir schon Tickets fuer die Fahrt nach Chengdu haben, blieb leider keine Zeit den Trip zu verschieben oder auszuweiten. Vorn weg noch, dieser Ausflug ist bei weite der Teuerste bisher. Die Terrakotta Armee war teuer mit ca. 9 Euro Eintritt plus Fahrt. Aber dieser Trip geht da noch weiter. Wer nur einen halben Tag Zeit hat braucht die Seilbahn, die einen auf den Nordgipfel bringt, auf 1600m. Hin und Rueckfaht kosten schonmal 15 Euro. Hinzu kommen Busfahrt, Taxi, nochmal Bus und Eintritt in den Park. Insgesamt belaeuft sich der Trip pro Person heut auf 34 Euro, was sogar jedes Ausflugziel in Beijing in den Schatten stellt. Minuspunkt fuer Xi’An.

Aber lohnen, muss ich sagen, tut es sich auf jeden Fall. Man ist umringt von Bergkuppen, eingetaucht in Nebel und Wolken. Wie man es von wunderschoenen Bildern und Dokumentationen kennt. Leider hat das Wetter mit Regen und Wind auch nicht ganz mitgespielt. Trotzdem war es die Anstregung wert. Wir sind vom Nordcamp weiter. Ca 1h bin ich Mar und Kelly hinterhergehechelt, da diese mir ein heftiges Tempo vorgelegt haben. Aber bald schon haben wir die 200m Marke geknakkt und konnten in Ruhe die Aussicht geniessen, bevor es aus Zeitgruenden wieder nach unten gehen musste. Der Abstieg war um einiges leichter, aber fuer die Knie schmerzhafter. Geschafft haben wir es trotzdem, wenn aber knapp. 18:53 sind wir am Bus angekommen, der dann aber eh noch 40min auf restliche Touristen gewartet hat.

Fazit: Sehr Teuer, aber definitiv ein Muss. Mein Vorschlag ist 2 Tage zu veranschlagen, frueh los, so weit steigen wie geht, dann auf einem der Gipfel im Hostel uebernachten(ca. 5EUR pP) und am 2. Tag den Rest erkunden und in aller Ruhe wieder herunter. Dazu noch gutes Wetter und ein absolut unvergessliches Erlebnis ist garantiert.


Jul 9 2009

Xi’An: Prolog

Nachdem wir 3 Tage durch Beijing getingelt sind und im Eiltempo alles Sehenswerte abgerannt haben darf ich nun freudig verkuenden, dass Kriegi, Kelli und Steffi in XiAn angekommen sind. Wir haben heut schon die Terrakottaarmee und die halbe Stadt erlaufen und sind somit in jeder Hinsicht XiAn fit. Morgen HuaShan und was sonst noch so uebrig ist. Von daher steht noch Einiges vor uns, aber wir bleiben dran. Euch viel Spass und schoene Gruesse aus XiAn, von Mar, Vio und mir…

Nachtrag von Gestern.
Wir sind um 8 in Xi’An angekommen nach 11 Stunden Zugfahrt, die am Ende keiner von uns gut geschlafen hat. Sind direkt zur Hostel vom Bahnhof, welche sich direkt neben dem Belltower im Zentum der Stadt befindet. Der Belltower ist ein richtiger Hingucker bei Nacht. Von dort sind wir etwas essen und haben uns die Tickets fuer die Fahrt uebermorgen nach Chengdu besorgt. Viel Zeit war nicht mehr, der halbe Tag vorbei, sehen wollten wir aber nochwas, also ab zum Bahnhof, in einen Bus gehuepft und Richtung Terrakotta Armee gefahren.

Angekommen mussten wir feststellen was fuer eine Gelddruckmaschine dort aus dem Nichts gezaubert wurde. Mitten im Nirgendwo wurde eine ganze Stadt gebaut, voller Laeden und voller Leben, in der sich tausende Touristen tummeln. Und das direkt vor dem Tor zum Terrakottamuseum. Zufall? Also rein in die gute Stube. Auch wenn der Eintritt mit knapp 10 Euro relativ hoch ist, will man doch sagen koennen man war da. Das wollten wir auch also ahben wir auch keine Sekunden gezoegert, sind dann ins das ECar gestiegen und haben uns vor die Tore der Hallen fahren lassen.
Wir haben zu erst die 2 kleine Hallen und das Museum abgegrast und uns die Mega Halle aufgespart. Zu recht. Abgesehen von der schieren Groesse der Halle, die mich schon beeindruckt hat, ist sie auch noch gefuellt mit ausgegrabenen Soldaten… ohne Worte. Definitiv ein Muss fuer jeden Xi’An Besucher. Bilder der Geschichte folgen noch, da kann ich mir das erlaeutern ersparen.

Danach sind wir wieder am Bahnhof angekommen und wollten die Stadt ein wenig besser kennenlernen und haben uns entschlossen statt dem Taxi zu nehmen doch lieber zu Fuss zum Hostel zu laufen. Das Taxi hat ja auch nur 5min gebraucht, so weit kann es ja nicht sein. Unterwegs sind wir durch einen Vergnuegungspark im Zentrum der Stadt gegangen. Voller Spielsachen fuer Kinder. Riesenrad, Achterbahn und alles was man sich wuenscht. Nur das dieser Park wenn auch voll trotzdem mit Unkraut uebersaeht war und somit einen absolut rustikal, vergessenen und verlassen Eindruck machte. Dieser verspruehte auf seine Art einen derartigen Charme. Mal wieder etwas definitiv Sehenswertes. Wir sassen da, ahben Kinder in uralten Spielzeugen, Spielplaetzen, Booten spielen sehen. Alle waren gluecklich und wir waren es auch. Wir hatten als es anfing gruen wurde mit einem kleinen Park gerechnet aber nicht damit.

Danach haben wir uns noch etwas verlaufen es aber trotzdem halb tot zur Hostel geschafft und sind wirklich nur noch ins Bett gefallen. Mehr war nicht mehr drin.


Jul 3 2009

It’s Over!

Tja, so schnell kann es gehen. Den einen Tag verlaesst man Deutschland auf unbestimmte Zeit und eh man sich versieht muss man sich schon langsam am Horizont Gedanken um die Rueckkehr machen. Kann sein das es nur mir so vorkommt, aber ich habe das Gefuehl, dass die Zeit von Jahr zu Jahr schneller vergeht…

Nun ja, ich habe ja schon lange nichts mehr geschrieben. Grund dafuer ist das ich mir selbst in vielerlei Hinsicht zu viel Stress gemacht habe. Offensichtlich waren Pruefungen fuer die gelernt werden musste, sowie mussten auch alle Pruefungen bestanden werden. Hier koennen schonmal alle aufatmen, mit je 75% in Tingli und Zonghe(Yuedu ist hier mit drin) und 91% in Kouyu hab ich mir da anscheinend fast schon zu viel Stress gemacht, da diese relativ ruhig und solide gelaufen sind. Da darf man auch mal stolz auf sich sein…5126_1181875629739_1313642645_477273_181590_n

Viel schwerer faellt mir die Praktikumssuche, bzw mache ich mir dabei viel mehr Stress. Die Auswahl ist riesig und ich werde mit aller Wahrscheinlichkeit nach einer grossen Tour durch China im Sommer, ein mehr als passendes Praktikum gefunden haben.Die Frage, die mich eher geplagt hat war, was ich ueberhaupt spaeter mal anstellen will. Ja, manche Leute haben das auch mit 24 noch nicht herausgefunden. Natuerlich drueckt mich meine Studienwahl in eine gewisse Richtung, aber auf der anderen Seite laesst sie auch so viel Spielraum wie kaum ein anderer Studiengang. Da kann man auch mit 24 noch vollkommen ratlos sein…

Auf der Suche nach Praktikas stolpert man ueber jegliche Art von Firmen, die Stellen in allen moeglichen Bereichen anbieten. An sich perfekte Ausgangsvoraussetzungen. Wenn man denn wuesste was man eigentlich sucht. Ich wuerds euch gern sagen, aber sicher bin ich mir selber noch nicht. Richtung habe ich, aber was genau und wohin fehlt mir immernoch. Manchmal waere es doch einfacher kein neurotischer, viel zu rational denkender Deutscher zu sein und einfach zu “machen” anstatt zu denken.

Ich habe hierfuer viele verschiedene Therapien versucht,…6768_123069520198_647060198_3404187_5980741_n geholfen hat es bis jetzt noch nicht. Aber die naechste Denkhilfe rollt morgen am Flughafen an: Der Bruder mit Anhang. Wir werden dann versuchen ein Grossteil Chinas in den naechsten 3 Wochen mit dem Rucksack zu erkunden. Mal schauen wie weit wir wirklich kommen. Nachdem die Gesangstherapie etwas maessig ausgegangen ist, hoffe ich doch, dass mir auf dieser Reise klar wird was mal aus mir werden soll…

Drueckt mir die Daumen!


Jun 18 2009

Wie man frisch Gewaschenes in kurzer Zeit zum mueffeln bekommt…

Es begab sich das der kleine Stefan es mal wieder geschafft hat seine Sachen in die Waschmaschine zu verfrachten. Stolz wie er ist macht er sich auf um zur Vorlesung zu gehen, im Hinterkopf, das die Waesche wenn er zurueckkommt fertig auf ihn wartet. Es ist 8 Uhr morgens, ein sonniger Tag, man laesst sich nix anmerken…

Gegen 10 kam die Wende… Man schaut aus dem Klassenzimmer, es faengt langsam an mit regnen… keine 10 Minuten spaeter ist es stockdunkel. Ich moechte meinen, dass ich als Mitteleuropaeer doch schon eine relativ grosse Auswahl an verschiedenem Wetter zu spueren bekommen habe, aber sowas… Ich habe es noch nie gesehen, dass um 11 Uhr Mittags die Strasenlampen angeschalten werden mussten. So dunkel war es. Hinzu kam dann noch das eigentlich unheil. Es goss wieder in Eimern vom Himmel, es blitzt und donnert. In 24 Jahren habe ich sowas nur selten in dem Ausmass erlebt. Eines der wenigen Male wo ich im Gewitter ernsthaft Angst hatte 500m zu Fuss zu laufen. Dazu stand ich mit meinem Flipflops noch unter Wasser und konnte mir auf dem Heimweg schon die Haare waschen.

Zu Hause angekommen musste ich dann die Waesche aufhaengen, in der Hoffnung, dass sie ueber den morgigen, bestimmt schoenen Tag trocknen wuerde. Der gestrige Tag war auch schoen, aber da es so viel geregnet hat am vorherigen Tag, war die Luftfeuchtigkeit von ca. 30% auf geschaetzte 500% angestiegen, so dass meine Klimaanlage dann auch das Handtuch werfen musste. Ergo gestern ist das Trocknen nur langsam voran gegangen.

Heut sollte es besser werden. Doch schon beim verlassen des Hauses musste ich feststellen, dass es die letzten Tage nur der Anfang der Unheils war. Eine dichte Wolkendecke drueckt die Feuchtigkeit noch mehr ins TShirt und schafft somit auch Schweissflecken an Stellen wo man das TShirt nicht mal beruehrt… Doch auch das war nur der Anfang. Unsere Lehrerin meinte das Gewitter vom Dienstag war nur ein Vorgeschamack, heute Abend solle es erst richtig losgehen.

Das tat es dann auch, bzw. tut es immernoch. Die geschaetzte Sichtweite draussen betraegt 3m… ich kann nicht mal ueber die Strasse schauen! Es regnet und nebelt und es haengt einfach verdammt viel Wasser in der Luft neben den tausenden an Litern die runterschuetten. Selten habe ich sowas erlebt.

Und nun steh ich hier, nehm meine Waesche ab und muss feststellen, dass ich sie gleich nochmal waschen kann, denn so ein richtig schoener mueffel Geruch hat sich nun im Material eingenistet. Danke Wetter!


Jun 4 2009

Zieleinlauf auf Umwegen

Heute war es soweit. Der letzte Schritt fuer Reni um ihr :”ich war in China”-Guetesiegel zu bekommen. Wir waren in der verbotenen Stadt, im Sommerpalast, in SanLiTun(R) und was fehlt noch? Genau, die Mauer. Die ganzen kleinen Sachen haben wir natuerlich auch noch besucht. Essen haben wir jeden Tag woanders zu uns genommen, weggegangen sind wir immer woanders hin, an sich haben wir alles gesehen bis auf jene Mauer. Also ab an die Startlinie und los auf zur Besteigung. img_1888So sah unser Startpunkt des heutigen Tages aus. Es ist 5 Minuten vor 8 und die Tore von BaDaLing oeffnen gleich. Ich weiss, ich weiss, warum schlepp ich jemanden nach BaDaLing. Fakt ist, dass es mit Abstand die guenstigste Moeglichkeit ist jemanden an die Mauer zu bringen. Hinzu kommt das ich selbst noch nie an diesem Punkt der Mauer war. XiMaTai, MuTianYu und CO habe ich schon gesehen. Aber zum ueberlaufenen und bekannstesten Platz habe ich mich noch nie bringen lassen. Aber das Gute ist, dass wir die Ersten sind und wirklich keine Menschenseele hier ist. So sieht es dann halt mal hier aus…img_1893 Es war in der Hinsicht echt wunderschoen. Nur fuer uns 10 Mann die schon wach waren, die ganze Mauer…! Wir sind gelaufen und gestiegen, nur mussten wir dank Renis kleinen Herzchens immer mal alle paar 25 Stufen ne kleine Pause machen. Aber wir haben es trotzdem zum ersten, dann auch zum zweiten und am Ende sogar zum dritten Turm geschafft. Wir hatten leider nur 2h Zeit bevor es weiter ging. Oben angekommen sah das Ganze fuer uns dann so aus.img_1930 Turm Nummer 1
img_1945 Der Blick von Turm 2. Ja hier wird es langsam hoch und die Aussicht wird langsam besser.img_1985 Hier haben Reni und ich uns dann auch noch verewigt. Auf gehts weiter Richtung Turm Nummer 3.img_1989 So steil es auch war, stand bei dieser Aussicht nie in Frage ob ich es bis nach oben schaff. Ich bin mehr oder weniger ueber die Treppen nach oben geschwebt. Um mir dann ganz oben diesen Ausblick zu goennen. Morgens halb 10 allein auf der Mauer…img_2007 Noch nachgereicht der Beweis, dass ich auch wirklich nicht nur Reni samt Kamera hochgeschickt habe, sondern wirklich selber mit hoch bin. img_2026 Problem an der Sache war. Wir hatten noch 30min Zeit und mussten den ganzen Weg weider zurueck. Der Abstieg abgesehen von den einschlafenden Beinen gestaltete sich dann doch noch schwieriger als erwartet. Denn die Masse an Menschen schien nun Einzug zu halten. Uns kamen Heerscharen an Touristen auf dem Abstieg entgegen. Teilweise war wirklich kein Durchkommen. Nun ja, wir haben es dann mit schlotternden Beinen doch noch auf Grundniveau geschafft und waren froh. Die Mission war abgeschlossen. Reni war wirklich in China. Hat Beijing besucht und alles gesehen. Glueckwunsch! Da haben sich die 15 Euro fuer die Tour zur Mauer wirklich gelohnt. Auf nach Haus….

Es war um 10. Auf die Fragen wann wir wieder zurueck sind sagte man uns um 6!!! w00t, was habe ich gebucht??? Ich fasse das jetzt kurz, denn egal was wir erlebt haben in den letzten 2 Wochen, dieser Tag toppt das noch. Wir waren tatsaechlich insgesamt von 6.30 bis 16.30 unterwegs, ohne das wir was davon wussten. Eine einfache Tour zur Mauer gibt es anscheinend nicht, deswegen hat man uns bei einer anderen Tour mit eingebucht. Dessen Plan fasste noch 5 weitere Stationen. Also weiter gehts…

Stopp 2 war ein besonderes Jade Museum mit Jadewerkstatt und dazugehoerigem Jade Einkaufsladen… Wir schauen uns um, kaufen nix, warten auf den Rest und fahren weiter. Stopp 3 waren dann die Ming Graeber, wo ein Kaiser samt seiner 3 Frauen immer im ungeoeffneten Grab schlkummert. Gut weil es auf dem Weg liegt, waere nen extra Besuch nicht wert. Stopp 4 war dann der chinesisch japanische Friendship Store und das dazugehoerige Restaurant wo wir unser inclusive Mittagessen zugenommen haben. Stopp 5 war dann nach dem Rueckweg nach Beijing ein Teehaus in welchem wir eine Chinesische Tee Zeremonie gehalten haben und viele Tessorten testen konnte. Stopp 6 war direkt nebenan im selben Gebaeude. Dort haben wir noch eine Fussmassage bekommen und uns von einem echten chinesischen Doktor begutachten lassen.

Ueberall hat man versucht uns auf makabere Art und Weise Sachen anzudrehen. Das wae an sich, abgesehen von der Mauer, ne Bilderbuch - Kaffeefahrt. Wir wurden von links nach rechts geschleppt um uns Zeugs andrehen zu lassen, fuer das ich weder das Geld noch die Geduld hatte. Aber wir haben es ueberstanden. 12h unterwegs fuer 2h Mauer. Fussmassage und Verpflegung inclusive. Haett ich gewusst dass ich fuer 15 all das bekomm, wuesst ich ehrlich nicht ob ich dann ja gesagt haette. Aber ich weiss auf jeden Fall wen ich Anfang August auf diese Tour schicke… meine Eltern! Euch schon jetzt viel Spass!


Jun 3 2009

Muskelkater…

Gestern waren wir sooo kaputt, dass ich es nicht mal geschafft habe ueber vorgestern zu erzaehlen, das hol ich jetzt schnell nach. Viel passiert ist nicht. Das uebliche. Wir stehen gegen Mittag auf, essen ein bisschen was, Reni noergelt wieder, ich surfen online und dann verlassen wir zwischen 1 und 3 das Haus. Reni wollte ja unbedingt noch einkaufen, aber nur einkaufen ist doof, also musste ich das ja mit was verbinden. Der Tiantan war noch offen, sowie der Lama Temple, die beiden auch noch auf der gleichen Ubahn Linie lagen, also ab dahin.

Vorher haben wir noch im Reisebuero in der Uni halt gemacht und ne Tour zur Mauer gebucht. Ich betone zur Mauer. 15Euro pro Person sind nicht wenig, aber privat waere es noch teurer und viel stressiger zu erledigen. Darauf geh ich dann ein, wenn ich ueber gestern berichte. War der laengste und komischste Tag bis jetzt… haben viel mehr fuer unser Geld bekommen als gewollt… ernsthaft! Aber dazu spater, nun erstmal zum Montag.

Vom Start weg waren wir beide schon muede und ein bisschen lustlos. Haben uns dann auf dem Weg in der Bahn auch gegen den Lama Temple entschieden und sind direkt zum Tiantan gefahren. Den Tag davor waren wir ja am XiangShan und waren guenstig unterwegs. Das wurde uns dann am EIngang zum Tiantan auch gleich bewusst. Denn der volle Eintritt betrug dann schon 35kuai. Haben wir halt erstmal nur den Eintritt ohne Sonderausstellungen gebucht. Denn die Halle der erhabenen Musik und so Sachen mag ich mir nicht angucken muessen. img_1612 Leider hat das Wetter an dem Tag nicht so mitgespielt, denn der Park war auf den ersten Blick ganz schoen. paar nette Bilderchen sind auch noch rausgekommen.img_1651 Es war halt nen bisschen windig kann man nix machen. Eintritt in den Park waren 1.5EUR, aber damit konnte man leider nirgends hin. Den Tempel konnt ich mir damit nicht mal von Aussen anschauen. Damit wurde ich am Ende doch gezwungen die restlichen 2 EUR zu bezahlen um da rein zu kommen. Naja, es war es an sich auch wert. Der Tempel ist schon so ein bisschen sehenswert, aber schon arg teuer im Vergleich zu dem was wir am Vortag fuer unseren Eintritt geboten bekommen haben.
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Imposant! Mehr muss man dazu nicht sagen. Auf dem riesigen Steinplateau so ein Teil hinzuhauen, Respect! Von daher an sich schon sehenswert und bei gutem Wetter bestimmt noch mehr ein Hingucker. Wie der mittlere Teil gebaut war ist auch sehr interessant. Es gab 3 seperate Abschnitte die vom Mauern und Toren umringt und einem langen Gang verbunden waren. Tore, bunt und relativ schoen.img_1695
Leider waren wir an dem Punkt beide schon so derbst kaputt, vor allem von der Bergbesteigung am Vortag, dass wir beide keine Lust mehr hatten weiter zu gehen. Aber es war fuer 3 Tempel bezahlt also geht es weiter… ihr kennt mich ja. Unsere Rettung kam mit Milchgeschmack.img_1714

Hier haben wir dann beschlossen, dass wir wieder raus muessen. Leider waren wir auch schon so weit, zwischen den Toren vom 3. und 2. Tempel, dass wir zwingend noch rein mussten um wieder gehen zu koennen. Die 2 anderen Tempel haben wir dann aber auch in unter 5min geschafft, sodass wir schnell wieder unterwegs waren. So besonders waren die auch nicht im vergleich zu dem Groessten. Hier in der Mittem von Tempel 3, der quasi nur ein erhaeohtes Plateau ist ist ein Punkt auf dme Boden, der angeblich das Zentrum des Himmels, bzw des Universums darstellt. img_1752
An sich von Aussen nicht wieter besonders und leider ringsherum von Unkraut verseucht machte das Plateau und die naehere Umgebung nicht so viel her. Aber Wetter und Muskelkater haben uns eh schon ein bisschen runter gezogen, deswegen konnte Reni bei Tempel 3 durch den wir in unter 45sek durch sind auch nur kurz die Hoerner raushaengen lassen…img_1772 Damit waren wir mit dem offiziellen Teil durch und konnten noch ein bisschen rumbloedeln, mussten aber nun den ganzen Weg wieder zurueck laufen, der wirklich eine Qual war. Am Ausgang haben wir dann was typisch chinesisches gesehen. Tanzende Rentner… bei gefuehlten 400000 Dezibel und Techno Musik versuchen unzaehlige Chinesen im Takt zu bleiben… soooo geil! Das allein war schon den Eintritt wert und hat den Tag gerettet…img_1876
Damit waren wir durch und am Ausgang. Leider befindet sich direkt gegenueber der Bahn, am Osteingang zum Park, der Feind. In dem Fall der HongQiao Markt. Einer der groessten Maerkte in Beijing, bekannt fuer Schmuck, Accessoires, Stoffe und Elektronik… Von allem halt ein bisschen was. Ihr glaub gar nicht wie schnell Reni mit quasi amputierten Beinen laufen kann… Ohne Worte! Naja, das hat mir dann nochmal gute 80min meines Lebens gekostet. Rausgekommen sind wir mit allerhand guenstigen Geschenken die klein Reni mit nach Deutschland bringt, dazu noch ein 15 Euro iPod Nano fuer Reni, der so aussieht aber dann doch keiner ist und fuer mich gab es noch 3 Monaten ohne Handy ein neues Nokia N97i, welches es offiziell auch nicht gibt. Von daher viele liebe Ueberaschungen fuer uns 2. Glaub wir muessen noch eine kleine Umtausch Tour durch den Laden machen, auch wenn das nichts nuetzen wird…

Aber morgen die Mauer. Der letzte Schritt der Reni nocht fehlt um endlich sagen zu koennen: “Ich war wirklich in China”…

so far