Nov 10 2009

BeiHai, HouHai… Frankfurt a.M.

Eine Sache gibt es. Eine Sache gibt es, die Reni und ich das letzte Mal noch nicht besucht haben. Einen Park, den ich bis jetzt auch noch nicht gesehen habe. Der BeiHai Park. Wirklich fuer noetig befunden habe ich es nicht. Fotos davon gibt es ueberall. Von dem Turm im Park noerdlich der verbotenen Stadt hat man ne riesen Aussicht ueber den BeiHai Park (und dort war ich schon 5 mal),… also von daher hab ich bis jetzt noch nie den Grund gesehen wirklich mal da rein zu gehen. Abgesehen davon, dass ich ca. 30 verschiedene Parks dieses Jahr in China angeschaut hab. Aber heut war es dann nach langer Zeit so weit. 20 Minuten im Taxi das heisse Wetter genossen und schon konnte die naechste Erkundungstour beginnen.

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Hier sollte dann auch mal ein ernstes und schoenes gestelltes Foto von Reni und mir entstehen… aber lassen wir das lieber. Links und rechts gehen die leute aus dem Weg nur um am Ende doch komplett im Bild zu landen…^^ Meine Mom und die Technik… ob das noch was wird… geben wir die Kamera halt mal an Reni weiter und bitten sie mal von uns 3en ein Foto zu machen. Mama, Papa und der Steffi. Mal schauen ob das besser wird. Fazit: Wir sind alle 3 Trottel… schauen wir uns mal an wie Fotos machen mit Kriegis aussieht.

Stufe 1: Niemand schaut in die Kamera. Warum auch? Ist ja nicht so, dass wir Reni gebeten haben ein Foto von uns zu machen.
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Stufe 2: Gut gelaunt schaut Steffi in die Kamera… der Rest verballert es wieder. Ja Vati, der Bauch ist erkennbar.
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Stufe 3: Gerd mit ernstem Blick, Mutti lacht ihn aus, Steffi muss auch anfangen mit lachen. Mama ist stolz auf ihre beiden Maenner.
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Stufe 4: Wo eh alle lachen setzt Steffi noch einen drauf, Chrisi und Ged rollen mit den Augen. Poetzlich bin ich wieder so “kindisch”
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Stufe 5: Bei Gerd und Chrisi hat die Konzentration schon wieder nachgelassen. Steffi kann vor Lachen nicht mehr und bittet Reni Pause zu machen.
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Stufe 6: Das Finale. Stefan mit ernster deutscher Miene gekonnt an der Kamera vorbeigeschaut, waehrend Chrisi und Gerd sich anstrengen nicht in die Kamera zu lachen.
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Voila! So einfach kann es sein ein wunderschoenes Famielienfoto zu schiessen.

Ach es war ein schoender Tag! Doch er sollte noch schoener werden. Nach den Strapazen des letzten Abends und unserem dadurch erhaltenen Wissensvorsprung wussten wird heute was zu tun is. Wir gingen zum Schalter und mieteten ein Elektroboot. Da die Frauen nicht Strampeln wollten, durften sie dafuer heut auch nicht am Elektroboot ans Steuer. Ist eh ein Maennerspielzeug! So sehr das klein Steffi schon mal zum Capitain wird…img_3172 Cool ist was anderes…*hust*

Naja wir haben dann eine riesen Runde um den See gemacht und jeden Fleck abgedeckt. Haben uns wie wild ueber die Leute lustig gemacht, die ein Treboot genommen haben und haben die Zeit auf dem Wasser genoessen. Am Ende haben wir uns dann noch ein Rennen mit einem Mann und seinen 2 kleinen Soehnen gelifert die das Boot von uns verfolgt im ZickZack ueber den See befoerdert haben. Danach ging es fuer uns auch wieder an Land um weiter zu dem eigentlichen Tempel im Zentrum des Parks zu gehen. Nach etwas Bergsteigen (ja die Mama hat schon wieder geflucht) waren wir dann oben und konnten das bisschen Aussicht geniessen. Die eigentliche Belohnung war aber eine kleine Briese. Denn heut war es schwuel bei fast 40Grad… was zu Schweissflecken gefuehrt hat an Stellen, von denen man dachte da schwitzt man gar nicht. Daher Briese = Belohnung. Aber nicht nur das, hier oben gab es auch fuer mein Reni etwas Spielzeug (der anderen Art)…img_3196

Ja mein kleiner Trottel hat ueberall Spass… Danach ging es auf der anderen Seite auch gleich wieder die Treppen runter und Richtung Nahrung und Einkaufen aus dem Park heraus. Zum Ende hier nochmal ein normaler SightSeeing Schnappschuss, damit die Qualitaet des Reisebeitrags gewahrt wird.
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Wir sind wie immer shoppen und spaeter in den HouHai Park Coktails trinken. Das war unsere normaler Tagesablauf der letzten Woche gewesen. Leider hoert unsere gemeinsame Reise hier auch schon auf, da es bereits der vorletzte Tag meiner Eltern war. Am naechsten Morgen standen sie schon mit Koffern bei mir vor der Tuer, frueh genug, damit wir bei Bombenwetter alle nochmal zur Mauer koennen bevor der Flieger geht. Da Steffis Visum aber leider 2 Tage spaeter abgelaufen war und sich eine Moeglichkeit an dem Nachmittag ergeben hat musste ich meine Eltern in ein Taxi setzten und sie allein ziehen lassen. Ich muss erhlich zugeben dass ich bei dem Wetter sehr gern zum 6. Mal auf die Mauer geklettert waer. Leider aber gab es fuer mich nur Formulare und etwas Stress mit den lokalen Behoerden… Die Visumsache war noch nicht vom Tisch, aber grob geklaert.

Dann aber mussten wir uns von Gerdi und Chrissi verabschieden. Ein bisschen traurig war ich ja schon. Wir 4 haben echt viel Spass gehabt. Steffi hat endlich mal ordentlich gegessen, mal ein paar neue Klamotten bekommen und statt sich zu quaelen mal ne Seilbahn benutzt. So viele Dinge, die er allein nie geschafft haette.

Danke, dass ihr da wart! Steffi hat euch lieb.


Nov 6 2009

Stau an unmoeglichen Plaetzen…

Als naechstes stand fuer meine Eltern das normale High Light einer jeden Beijing Reise an. Die Mauer. Fuer mich sollte es der 4. Mauerbesuch des Jahres werden. Immerhin halten die Busse relativ wahllos in der Gegend an, wodurch wir zwar wieder in BaDaLing gelandet sind, aber wieder an einer komplett anderen Stelle als zuvor mit Reni oder mit meinem Bruder. Was dort in den Taelern an Touristenstadt heraufgezogen wird ist gigantisch. Riesige Haeuserparks fuer Shops, Restaurants, Hotels und andere Freizeitanlagen Links und Rechts der Mauer werden diese Gebiet in wenigen Jahren zum absoluten Mauerpark werden lassen. Spaetestens dann werd ich wieder nach MuTianYu fahren, wo es noch etwas ruhiger ist.

Die Bus Anreise verlief ganz gut. Diesmal durften wir auch mit dem teureren, klimatisierten Bus mit, in welchen man uns bei der Tour mit meinem Bruder nicht lassen wollte, aus welchem Grund auch immer.

Angekommen mussten wir feststellen, dass erstens mein Dad riesig ist und zweitens viel zu viele Menschen hier waren. Heerschaaren an Menschen schienen sich hier, obwohl mitten in der Woche vor dem Aufsstieg der Mauer zu sammeln.

An der naechsten Station angekommen wollte wir loslaufen, nur haben die Maedels uns Maennern den Vogel gezeigt und gemeint das wir da definitiv nicht rauf laufen werden, so lang die Bahn direkt vor uns ist. Also mussten wir 2 Maenner uns geschlagen geben und mit den Massen die kleine Bergbahn nach oben nehmen. Also wird wohl doch nichts aus der Natur und der Mauer ohne Touristen. Nur der Mann, seine Fuesse, die Mauer und ein Fotoapparat… dann halt nicht.
img_3040Reni sagt “NEIN!, nicht mit mir!”

Oben angekommen viel uns die Kinnlade runter, weil die Heerschaaren an Menschen sich anscheinend exponentiell vermehren zu schienen. Es war kaum ein Durchkommen auf der Mauer. Reni hat uns dann dank ihrer Leder besohlten FlipFlop Fussbeschlag Wahl noch weiter verlangsamt, da sie kaum laufen konnte auf den glatten Steinen… armes Reni. Ich hab ihr angeboten sie zu Tragen…^^
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Dann waren wir also oben. Doch mein Dad und ich wollten weiter. Wir haben uns dann schliesslich von der Frauenfraktion getrennt, welche in Ruhe nur wieder hinunter wollte und sind zu zweit zu Fuss weiter. Kurze Zeit spaeter sind wir an eine Ecke gekommen wo wir duch eine kleine Tuer mussten um auf den naechsten Abschnitt der Mauer zu kommen. Brutal!img_3056 Tausende Chiensen die versuchen in beide Richtungen durch einen 1m breiten Tuerspalt zu kommen. img_3058Genial! Mein Dad konnte vor Lachen nicht mehr und musste so oft mit dem Kopf schuetteln… Danach ging es noch ein Stueck hinauf bis zum Reisegruppen Endpunkt. Hier haben 90% der Leute wieder umgedreht um zur Seilbahn und der Bergbahn zurueck zu kommen. Es ist generell Lustig, da die Leute in Bussen hierher geschifft werden, kurz aufsteigen und dann schnell wieder runter wollen.

Wir haben uns auf unkonventionelle Weise fuer den Individuellen Abstieg entschieden und sind allein weiter. Ploetzlich war die Mauer leer, das Wetter besser und die Aussicht und Atmosphaere um laengen besser. Hier konnten wir Maenner mit unseren Geraeten (auch wenn meins groesser war) uns richtig austoben und schicke Fotos machen. So nervig BaDaLing auch ist, sehenswert ist es trotzdem.
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So sind wir wie ich vorher kurz ueberschlagen habe und die Maedchen mit Vogelzeit abgewunken haben nach nicht mal 45min unten angekommen und konnten unsere Frauen wieder in Empfang nehmen, welche es uns immernoch nicht glauben, dass wir zu Fuss runter sind.

Am Bus ereignete sich dann das Drama. Alle 15min ein Bus, tausende Menschen die rein wollen und nur 4 Deutsche, die wissen wie man Schlange steht. Wir waren zum Glueck puenktlich da, sind in den 2. Bus und weg. Meine Eltern sind am lezten Tag nochmal zur Mauer und da ist die Situation angeblich eskaliert, dass sich die Leute in einem Tropfen vor den Bus gesammelt, sich geschlagen und die kleinen Kinder ueberrant haben um in den Bus zu kommen… aber heute vorerst kein Drama bei unserer Rueckfahrt. 4 hochgewachsene Deutsche kommen noch ueberall rein…^^

Wir sind dann nach der Ankunft mit dem Bus am DeShengMen schon im Zentrum gewesen und Steffis integrietes Navi hat uns dann von dort zu Fuss zum HouHai Park gefuerht. Zwischenstopp mit HotPot Mann inklusive, auch wenn Reni als Vegetarier und meine Eltern nicht so wirklich davon begesitert waren. Lag wahrscheinlich daran, dass es hier kein 免费 啤酒(Freibier)gab.

Im Houhai gab es dann aber Cocktails und am Ende sogar noch eine Bootstour. Ich habe meinen Eltern davon erzaehlt wie es sogar hier auf dem See Verkehrschaos gibts und somit haben wir uns das diesmal aus erster Hand angeschaut. Nur waren wir soo deppert und haben uns fuer ein Tretboot entschieden anstatt den Euro mehr fuer ein elektrisches zu bezahlen. Die Frauen haben promt gestreiktimg_3138, weswegen Vati und ich dann das Boot die naechste Stunde per Manneskraft ueber den See befoerdern durften. img_31081Sagen wir mal so,… das machen wir nicht nochmal. Wir sind aber an der kleinen Bruecke angekommen und durften den Verkehrschaos-Segen live miterleben sodass mein Dad vor Lachen schon gar nicht mehr konnte. Manchmal ist es einfach nicht zu fassen. Das Simple Prinzip, von „jetzt fahrt ihr, danach ich“ oder umgedreht scheint hier nicht zu funktionieren… Tunnelblick und durch. Auf der Rueckfahrt nachdem wir den anderen Teils des Sees begutachtet haben dann das gleiche Phaenomen.img_3132 Stark! Wie schwer es ist ein Boot hier durch zu maneuvrieren erkennt man an meinem angespannten Gesichtsausdruck…img_3130

Hier bemueht sich Reni nochmal um die Gunster der Alten… ob sie damit Erfolg hat?img_3135


Nov 4 2009

Es nimmt kein Ende… Der Xiangshan und das Lama

Wir sind grad mal gute anderthalb Jahre zusammen und mussten schon mehr als eines davon getrennt leben… doch jetzt war es wieder so weit und Reni ist 3 Monate nach ihrem ersten Besuch wieder in China eingefallen. Nachdem das im Vorfeld bekannt wurde, haben sich noch andere Staatsbesuche angekuendigt, sind Stars und Sternchen eingeflogen, man hat Strassen sperren lassen und den roten Teppich ausgerollt.

Doch voellig fertig wie sie war hat sie das nach dem langen Flug gar nicht wahr genommen. So standen wir nun schon zum 2. mal freudig am Flughafen. Ich war auch recht fertig, da es morgens um 9 war, was an sich Sperrstunde fuer einen Samstg ist. Aber was tut man nicht alles fuer ein Reni…

Wie immer wenn ich am Wochenende frueh raus muss komme ich zu spaet. So auch in diesem Fall, als ich wieder gut und gern eine halbe Stunde zu spaet am Flughafen war. Aber aus Erfahrung und nach mittlerweile 3 Besuchen kann ich sicher feststellen, das sogar eine Stunde im Normalfall angebracht ist, da dank Customs und anderen Sachen immer gut Zeit ist, bis der Besuch dann wirklich mal aus dem Terminal raus kommt.

Reni ist dann aber irgendwann doch aus dem Terminal rausgekommen und somit war unsere Gruppe dann komplett und die Erkundung Beijings konnte da weiter gehen wo wir ein paar Monate vorer aufhoeren mussten.
An dem Samstag haben wir ausser,.. naja wir haben nix weiter gemacht. Zum Abendessen haben wir uns mit meinen Eltern getroffen und Reni durfte nach 3 Monaten mal wieder richtiges chinesisches Essen zu sich nehmen. Ich wohn ja mittlerweile in Shanghai und muss sagen, dass mir das richtige chinesische Essen auch fehlt…^^

Als Erstes, frueh am Sonntag morgen stand Renis und meine Lieblingsattraktion auf dem Plan. Mit dem Linienbus zum XiangShan. Etwas Kultur und wunderschoene Aussichten. Was koennte man mehr von einem Tag verlangen. Da wir heute finanziell besser bewaffnet waren haben wir uns diemal fuer die Seilbahn entschieden und es auch bis ganz nach oben geschafft, da wir bei dem letzen Aufstieg im Mai, dank der spaeten Zeit schon in der Mitte abbrechen mussten.

Die Aussicht war leicht vom Inhalt der Luft getruebt, aber trotzdem sehenswert. Auch wenn mir der Aufstieg vom Mai noch in den Beinen steckte muss ich zugeben das ein 60 minuetiger Abstieg auf Treppen nicht grad wesentlich einfacher ist. Aber vorbei an allen Sehenswuerdigkeiten haben wir es dann mit schlotternden Knien bei gut 30°C wieder runter geschafft. Ich sage mal so viel… die Frauen nehmen das naechste Mal die Bahn wieder runter… img_2891 img_2938
Hier haben wir auch die ganze Fraktion… die Frauen vor dem Abstiegt und der Gerd beim Abstieg…

Danach haben wir uns diesmal fuer ein Taxi zurueck entschieden. Ich muss zugeben dass ich mich bei der Distanz etwas verschaetzt habe. 45min mit dem Bus kann man in 10min und fuer 2 Euro auch mit dem Taxi schaffen. Dafuer verpasst man die Enge, den Geruch und die ganze Erfahrung vom Bus…

Damit war Tag 1 auch schon geschafft. Wir sind dann noch auf den Silk Market etwas einkaufen und Abendessen bevor es in die Heia ging um sich auf den naechsten Tag vorzubereiten.

Reni ich und haben ja am bei ihrer ersten Beijing Bereisung leider den Eintritt in den Lama Tempel verpasst, bevor wir uns fuer 12km in der Stadt absichtlich verlaufen haben. Heute sollte der grosse Moment komme, da sie sich diesen Tempel noch anschauen darf. img_2979Steffi ist dabei, Reni auchimg_2993

Sichtlich eingeschuechter von der schieren Groesse meines Geraets,… aaaeh meiner Kamera, hat mein Dad das Fotos machen wieder an mich abgegeben. Somit sind hier endlich mal wieder ein paar Quality Fotos entstanden… (nicht sauer sein Vati)img_2961

Damit auch alle was zu spielen haben bekommt die Mama hier einen Faecher und das Gerd ne neue Muetze…img_3009

Da wir schon in der Gegend waren sind wir einfach immer Steffi hinterher. Der hat uns vom Lamatempel ueber den Bell Tower/Drum Tower, dem kleinen HuTong in der Naehe weiter Richtung HouHai gelotst. Unterwegs gab es noch ein verspaetetes Mittagessen, was enorm gut war. Bevor wir dann irgendwann auch zu Fuss am HouHai angekommen sind. Nachdem wir etwas gelaufen sind haben wir uns fuer eine Bar entschieden und uns jeder 3 Cocktails reingepfiffen,… natuerlich haben wir uns dabei gemuetlich Zeit gelassen. Aber dieses Cocktail trinken wurde in den folgenden Tagen eine Art Ritual, da es uns immer wieder in den HouHai Park verschlagen hat.img_3037img_3039 Hier haben wir uns auch gedacht wie nett es doch waer mal mit nem Boot hier durch die Gegend zu fahren.

Aber das und viele andere Dinge sollten uns dann am naechsten Tag erwarten.


Okt 20 2009

Die Reise geht weiter… Besuch Nr. 3

Wir wollen die Linie ja nicht unterbrechen, also habe ich nachdem Mar und Kelly weg sind gute 3 Tage frei gehabt, welche ich in meinem Bett verbracht habe und schon war ich wieder am Flughafen und habe die naechsten Reiselustigen entgegengenommen. Chrissi und Gerd… Am ersten Tag nach dem langen Flug und etwas essen mit Steffi direkt ins Bett gefallen ging es an Tag 2 mit den Touren los.

Ich weiss gar nicht mehr in welcher Reihenfolge und was genau wir alles angeschaut haben. Aber an den Freitag, Tag 3 erinner ich mich noch genau. Wir sind zum Platz den Himmlischen Fridens und dann ins Parlament. Dort haben wir uns die einzelnen Raeume der Provinzen, sowie den grossen roten Saal angeschaut. Interessant war es schon, aber richtig begeistert waren wir erst als wir draussen auf dem Platz standen. Wir haben es mal grob mit der Flaeche ueberschlagen und am Ende waren wir uns einig, das hier gut und gern 300000+ Menschen zugegen waren. Ich bin kurz ins Gruebeln gekommen und musste dann als ich mich mal umgeschaut habe feststellen, dass ich ernsthaft noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen habe. Ein sonniger Tag im August am bekanntesten Platz Chinas… enorme Menschenmassen. Eine Attraktion an sich.
Danach ging es zufaellig zum eigentlichen Hoehepunkt des Tages. Der Stadtplanungsausstellung. In einem Gebaeude etwas suedwestlich des Platzes gab es ein schoenes verglastes Gebaeude in dem alles, aber auch wirlich ALLES in Bezug auf die Stadt, die Planung und Umsetzung zu finden war. Wir haben im 3D Kino einen Film geschaut und fanden uns dann etwas spaeter in einem Raum wieder in dem der Teppich quasi eine riesige Karte von Beijing war. Alles in allem ein super Park fuer Maenner. Viele Infos, Zahlen und Bilder. Hier ist auch das Zitat des Tages gefallen. Ist leider ein Insider aber,… Mein Dad hat meine Mom etwas genervt. So sehr, dass Chrissi dann die schwere Geschuetze ausgefahren ist. Ich zitiere: ” Ach komm Gerd,… geh Feuerloescher zaehlen!…” Brutal. Nur meine Mom hat das Talent nen 1,95m grossen, 100kg+ Kerl innerhalb von 2 Sekunden ruhig zu stellen. Respekt!

Danach mussten meine Eltern mit mir noch etwas chinesische Kulutr erleben. Wir sind neben der Ausstellung etwas essen gegangen. An der Tuer und dem Fenster standen Gerichte, Preise und somit stand fest das wir da reingehen, da alles bei war, was ich den eltern zum Essen anbieten wollte.
Als wir dann drin waren haben wir dann aber statt der normalen Karte eine englische bekommen. Da ich wusste was wir wollen, habe ich diese nicht mal angeschaut und direkt bestellt. Nur mussten wir dann nach einer Stunde feststellen, dass der Preis am ende nicht ganz meiner Erwartung entsprach. Mein Dad hat sich gefreut ueber 9 Euro essen, 5 Grichte fuer 3 Leute und Getraenke. Nur Steffi hat etwas gemurrt. Meine Eltern haben anfangs nicht direkt mitbekommen was hier passiert. Aber ich habe als es ans Bezahlen ging nochmal nach der Karte grfragt. Die Kellnerin schaute zurueck zur Theke, die Chefin nickt und sie geht die Karte holen. Als sie auf uns zu kam habe ich sie gleich zurueck gewunken und ihr zugerufen, dass ich gern die richtige Karte haette. Langsam haben meine Eltern auch begriffen was ich mir hier fuer einen Spass mache. Die Kellnerin drehte sich nochmal um, schaute zur Theke, die Frau an der Theke zum Mann am Tisch in der Ecke… Die Zeit stand still. Er nickte und sie brachte die richtige Karte. Dann habe ich grob ueberschlagen und ihr nur kurz gezeigt, dass irgendwie die Preise auf unserer Rechnung teurer waeren als in der Karte. Natuerlich haben wir ja das ganz besondere Essen bekommen und die richtig guten Zutaten… nicht mit mir…!

Naja, am Ende sind wir 3 mit einem riesigen Lachen raus und die Kellner im Restaurant rot vor Scham haben sich geschlagen gegeben. Satte 2 Euro hat der Steffi seinen Eltern damit gespart. Lustig wie wir drauf waren ging es dann auch schon wieder zurueck. Es war ein langer Tag, wir sind viel gelaufen, gutes Wetter, ein guter Einstand mit China. Etwas shoppen hat die Zeit zum Abend ueberbrueckt.

Wir sind dann zum Abend nochmal schoen essen gegangen und haben uns alles auf den Schrecken vorbereitet der am Samstag in Beijing ankommen wird. Denn das Grauen rueckt naeher…
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Ich weiss sie sieht unschuldig aus, aber jeder der sie kennt wird mir zustimmen, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat. So dick, dass meine Eltern mir den Samstag bereitwillig frei gegeben haben um dem Schrecken einhalt zu gebieten.

So kam es dass ich am Samstag morgen gegen 9 wieder am Flughafen stand um unsere Runde zu komplettieren und Reni in Empfang zu nehmen. Damit waren wir dann zu 4. Den restlichen Samstag haben wir dann… ach lassen wir das Thema.

Ab jetzt ging das Getoure auch wieder los. Freudig blickte ich auf meine Mauer Tour Nummer 5 diese Jahr hinaus, zum 3. mal in den Sommerpalast, usw.. Immerhin habe ich endlich auch meine gute Kamera wieder bekommen und konnte anfangen Fotos zu machen. Bis jetzt musste ich meine Eltern ohne Kamera begleiten, weswegen es bis jetzt auch noch keine Fotos gab. Doch dafuer folgen jetzt relativ viele. Dem Gerd hat das gar nicht gefallen, da dieser ja Sein Geraet immer so stolz aus seiner Umhaengetasche geholt hat. Nur war mein Geraet eben viel groesser….^^

Nunja, was wir uns dann wie und wo angeschaut haben folgt gleich. So far,…


Okt 4 2009

Endstation… Beijing

Wir sind in Beijing gestartet, dann nach Xi’An, ueber Chengdu weiter nach Guilin bis runter nach Yangshuo. Mehr als 2 Wochen waren wir bereits unterwegs und nun war es an der Zeit zurueck nach Beijing zu fahren. Dort ist dann ausser shoppen, ausruhen und noch ein bisschen sight seeing nichts weiter passiert. Was ich jetzt noch als Letztes berichten mag ist ueber die Fahrt zurueck.

Wir haben ja bevor wir nach Yangshuo sind unsere Tickets schon gekauft und eine direkte Linie nach Beijing bekommen. 27h Fahrt. Leider war alles soooo voll, dass wir keine Liegeplaetze bekommen haben, sondern nur Sitzplaetze. Auch nicht die Softseater, sonder Hardseats. Ich habe schon viel erlebt, bin viel rumgefahren, aber sowas tu ich mir auch nicht mehr an.p1010260

Auch wenn es 27h Fahrt sind, alle Sitzplaetze besetzt sind und es eigentlich keine Stehplaetze gibt. Der Zug wird weter gefuellt. Wir sassen in einer 6er Sitzbank, kleine und eng. Der Flur war voll und es gab an sich keine Moeglichkeit sich in irgendeiner Weise zu bewegen. Wir waren gezwungen 27h zu sitzen. Konnten lesen, aus dem Fenster gucken und uns freuen, dass wir alle paar Stunden mal durch die Menge zur Toilette durften. StandLandFluss hat uns das Leben gerettet und uns ein paar Stunden der Reise abgenommen. Abgesehen davon, dass es keinen Spass macht so zu fahren ist es in vielerlei Hinsicht auch noch extrem ungesund bzw. gar gefaehrlich. Man schaue sich mal Kellys Fuesse kurz vor Ankunft in Beijing an…p1010262
Ihr koennt mir sagen was ihr wollt, aber das kann nicht gesund sein. Aber letztendlich sind wir dann doch in Beijing angekommen, haben unsere Fuesse wieder in Form gebracht, uns geduscht und konnten uns freuen noch ein paar Tage miteinander zu verbringen.

Die letzten 2 Tage vor Abreise stand noch etwas Sight Seeing und Shopping an. Mar und Kelly haben den frisch erstandenen Koffer randvoll gefuellt und dabei kaum Geld ausgeben muessen. Die verbotene Stadt und 2 andere Sachen wurden noch besucht und Beijing konnte letztendlich als Reiseziel auch abgehakt werden. Ein letztes mal beim Moselm um die Ecke essen und dann war es auch so weit, dass die beiden sich ins Taxi setzen mussten und ich wieder allein meiner Wege ging. Aber immerhin konnte ich auch mal wieder in meinem Bettchen schlafen.

3 Deutsche, 3 Wochen, 3 Ruecksaecke und 1 Land. Wir haben viel gesehen, viel erlebt. Jetzt spaeter erst darueber schreibend muss ich doch feststellen wie genial diese Reise eigentlich war. Wer weiss wann ich nochmal einen ganzen Sommer frei hab, in China bin und frei Schnauze in Zuege steigen darf. Von daher hat sich diese Reise in jeder Hinsicht gelohnt und wird auch nie vergessen werden. Es waren so viele Eindruecke, dass ich die Haelfte der Sachen beinah vergessen hab und mir erst durchs Durchstoebern der Bilder alles wieder eingefallen ist.

Nun bleiben mir noch 3 Tage. Die Eltern packen schon die Koffer und Reni macht sich auch bald bereit. In Wenigen Tagen sind dann die naechsten 3 Gaeste hier im Lande, und das Touren beginnt von vorn. Aber welchen Sinn hat es im Ausland zu leben, wenn man seine Eindruecke nicht teilen kann. So far…


Sep 30 2009

Viel Zeit ist nicht mehr…Yangshuo

Nachdem wir uns nun 2 Tage in Guilin ausgetobt haben, einer der wie gesagt schoensten Gegenden die ich in meinem Leben bis jetzt besuchen durfte, ging es weiter nach Yangshuo. Vorher haben wir aber noch karten fuer die Rueckfahrt erstanden. Plan war es noch 2 Tage in Qingdao baden zu gehen bevor es nach Beijing und einen Tag spaeter weiter nach Hause geht. So sollte es Anfangs auch klappen, bis wir die nach einer Stunde schlangestehen erstandenen Tickets untersucht haben und feststellen mussten, dass die Fahrt um die 40 Stunden dauern wuerde. Da wir das nicht wollten, Tickets in die Hand, zum Umtauschfenster nur um festzustellen, das man auch 3 Minuten nach Kauf nicht den vollen Preis zurueckbekommt. Wieder in der normal Schlange an der Kasse mussten wir feststellen, dass es keinen direkten Zug nach Qingdao gibt, der Effizient faehrt. Ueber Beijing anch Qingdao wuerde zu viel Zeit kosten, und generell kommen wir erst in 3 Tagen hier weg. Viel Auswahl hatten wir nicht und um uns nicht nochmehr Stress zu machen haben wir Qingdao erstmal etwas weiter runter auf die Liste gesetzt und haben tickets Richtung Beijing gekauft. Damit blieben uns 3 Tage die wir hier im Sueden noch nutzen konnten.

Yangshuo liegt eine gute Stunde suedlich von Guilin. Im Zentrum einer der schoensten Gegenden auf diesem Planeten. Wir sind vor dem Bahnhof nach dem Ticketkauf in einen Bus und direkt nach Yangshuo gefahren. Die Busse fahren mehr oder weniger regelmaessig. Die Fahrt war somit relativ kurz, aber die Aussicht, vor allem da der Tag sich langsam dem Ende zuneigte gab uns schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf das noch Kommende. Angekommen in Yangshuo haben wir auch direkt den ersten Hotelmenschen dastehen gehabt der uns ueber einen Kilomter Fussmarsch versuchte einzureden, dass es keine weiteren Zimmer mehr in der Stadt gibt und wir mit ihm kommen sollten. Stur wie wir Deutschen sind wenn es um organisatorisches geht habe ich ihm dann irgendwann klar machen koennen, dass wir selber was suchen wollen, woraufhin er fluchend gegangen ist. Man muss ihm lassen, er hat nicht gelogen. Die erste Herberge hatte uns abgewiesen und dann standen wir 10Minuten spaeter vor der 2., die auch keine freien Zimmer mehr hat. Ich bin dann nochmal zur Rezeption und habe ein 2. mal nachgefragt und nach etwas hin und her sind wir extrem guenstig untergekommen, in einem Zimmer das sie normalerweise nicht vermieten, weil es zu laut nach Aussen hin ist und das Bad ein paar Probleme hat. Aber ein 3er Zimmer fuer 10 Euro am Tag, da kann man nicht meckern. Gluecklich wie eh und je sind wir vollgepackt ins Zimmer und mussten feststellen, dass es schon etwas laut war, aber wir so muede das es keine Probleme geben sollte einzuschlafen.
Yangshuo ist naemlich ein kleines Touristenparadies. Absolut ueberlaufen. Zu Recht!

Wir sind noch etwas spazieren gegangen und haben uns die recht kleine Stadt angesehen. Viele Westler und mehrheitlich nur Touristen. Kleine Gassen, viel Musik, Laeden, westliches Essen und das alles im Gruen. Ein wunderschoener Ort. Trotzdem sind wir nach einem langen Tag einfach nur ins Bett gefallen.

Tag 1 in Yangshuo fing mit westlichem Fruehstueck und ewas shoppen an. Wir haben uns vorgenommen eine Rad Tour zu machen. Nur war es nach langem Schlaf bereits Mittag und bei 40Grad in der Sonne konnten wir nicht los. Also ist Kelly noch etwas weiter shoppen und Mar und ich haben uns aus langweile etwas einfallen lassen.p1010125
Diese Bild sollte ja noch bekannt sein. Was nicht bekannt ist, ist das wir noch 20 weitere verschiedene Schnitte getestet haben, bevor wir beide wie 15 jaehrige komplett rasiert die Herberge verlassen haben. Aber ein Bild will ich hier noch Preis geben. Ich weiss Mar wird mich dafuer hassen, aber die Welt muss es wissen. PORNO IST BACK!!!p1010129

Ohne Worte. Doch dann sollte es auch losgehen. Wir haben uns die Fahrraeder in einem Laden ausgeliehen, den die Hostel empfohlen hat. Dort gab es dann auch noch eine Karte, damit wir wissen wo es langgeht und dann konnte der Auflug beginnen. Wir wollte eine schone Runde um die Stadt machen, dabei alles Sehenswerte der Gegend mitnehmen. Die Karte war leider wie wir spaeter feststellen mussten weder genau, noch massgetreu. Da wir das nicht wussten sind wir ihr aber trotzdem nachgefahren. imgp1396 Ein paar Minuten, einen Stopp an einer weiteren Grotte (in welche wir dank mir nicht gegangen sind) und 3km spaeter sind wir dann an dieser Bruecke angekommen. Unter uns im Wasser hunderte kleiner Floesse, die Touristen kilometerlang durch diese Gegend den Fluss auf und ab befoerderten. Es ging die Strasse immer weiter, bis wir dann laut Karte rechts ab mussten. Ab hier begann der Irrweg.

Immer dem Fluss entlangp1010140
durchquerten wir alte Ruinen von Doerfern
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um dem Fluss weiter zu folgen.p1010147

Irgendwo hier haben wir uns dann auch verfahren, bzw hat uns die Karte in die falsche Rihtung gefuehrt. Spaetestens als wir Fahrrad tragend durch Reisfelder gelaufen sind wussten wir hier sind wir falsch. Mehrere Stunden sind wir durch diese idyllische Gegend gefahren ohne zu wissen wo wir eigentlich sind. Doch wo eine Strasse und ab und zu mal ein Auto ist, da kann man nicht allzu falsch sein.imgp1415
Hier wussten wir dann auch, bzw haben uns mit dem Gedanken abgefunden uns verirrt zu haben. Doch wir sind weiter gefahren. Steffi, der ja bekanntlich der unsportlichste ist und sich deswegen auf dieser Reise so manches anhoeren durfte musste feststellen wie das Wetter und die Planlosigkeit auch die sportlichsten Menschen zermuerbte, als Mar und Kelly auch dem koerperlichen Ende nahe kamen. imgp1422 Doch dann nach ca. 4h Irrfahrt sind wir in einem Ort mit einer geteerten Strasse angekommen und wussten, dass wir es doch noch nach Haus schaffen werden. Was wir nicht wussten ist, dass die besten Aussichten des Tages noch kommen wuerden. Denn die Rueckfahrt gegen 6 bescherte uns einen Sonnenuntergang wie er kaum anderswo moglich ist.imgp1434imgp1438imgp1445 Nach insgesamt 5 Stunde Fahrt sind wir dann wieder and der Bruecke angekommen und waren froh zu wissen, wo es lang geht und froh, das es Waser gibt. Selten kann man sich bei so einem Naturschauspiel im Fluss abkuehlen.p1010182 Mar und Kelly waren gar nicht mehr aus wem Wasser zu bekommen. Waere der Hunger nicht gewesen wuerden die beiden wahrscheinlich noch immer im Wasser plantschen.

Wir haben es dann aber im Dunkeln, natuerlich ohne Licht, wie die 100 anderen Fahrraeder auf der Strasse, dann doch noch nach Haus geschafft bevor der Fahrradladen zugemacht hat. Dann ging es noch zu McDs um uns selbst fuer die gute Fahrt zu belohnen, bevor wir nach ein bisschen spazieren den Tag dann beendet haben. Jeder hat noch etwas gelesen, aber lange hat keiner durchgehalten.

Tag 2 war auch mit einer Fahrrad Tour verplant. Diemal sind wir Richtung Norden aus Yangshuo raus, um dann am Ende eigentlich die Runde zu fahren, die fuer den gestrigen Tag geplant war. Unterwegs haben wir noch an einem kleinen Markt angehalten, wo es dann zum ersten mal auch Hund gab…. bzw. Hundefleisch zu kaufen gab. Der Gestank in dem Laden hat den Rest erledigt. Aber dazu sind wir ja an der frischen Luft.
Im leichten Regen ging es aus der Stadt hinaus, bis wir gut 10km spaeter an einer Bruecke ankamen, um dem Fluss dann sobald wir drueber sind zurueck bis zu der Bruecke zu folgen an der wir gestern suedlich Yangshuos auch baden waren. Soweit die Streckenplanung. Als Staerkung haben wir uns auf der Bruecke noch was gutes zu essen geholt, und in Ruhe gemampft bevor es weiter ging.p1010198

Wir hatten die Route im Kopf, auf Karte vor uns, aber trotzdem haben wir nachdem wir mit dem Fahrrad auf der Schulter durch das erste Resifeld gewatet sind, irgendwie wieder den Verdacht bekommen, das es hier nicht mit rechten Dingen zu geht. So falsch koennen wir ja nicht sein. Wir sind immer fein dem Flussufer gefolgt. Es haette laut Karte zwar die eine oder andere Bruecke kommen sollen, aber daran haben wir uns nicht stoeren lassen. Bis wir dann irgendwann im stroemenden Regen auf einer richtig eklig schlechten Strasse waren, uns ein Motorrad entgegen gekommen ist und uns einreden wollte, dass es auf dieser Strasse nicht weiter geht und wir ueber den Fluss muessen. Zugegeben, die Strasse war so schlecht, das wir das locker geblaubt haben.
Also sind wir mit. Nun standen wir 3, neben den 2 Chinesen, am Rande eines Reifeldes und haben uns dieses kleine Bambusfloss angeschaut, mit dem man uns ueber den recht schnell stroemenden Fluss bringen wollte. Die anderen 2 waren unentschlossen, aber spaetestens bei dem Preis von 100kuai und der Aussage das es nirgends hin ausser zurueck geht war mir klar das die uns verarschen und wir weiter muessen. Irgendwann konnten wir uns dann auch losreissen und sind weiter gefahren. die naechsten 10 Minuten habe sogar ich an mir gezweifelt, denn der Weg ist unbefahrbar geworden. Aber dann kam ein Dorf, und dann aus dem Nichts ein geteerter Weg… Wir haben es geschafft. Wenn man bedenkt, dass es eine offizielle Route ist, wuerd ich gern wissen, wie viele Leute hier am Tag verloren gehen. Obwohl wir geradeaus weiter mussten, sind wir erstmal zur naechsten Bruecke und haben uns die Lage angeschaut. p1010231 Zu dem Zeitpunkt waren wir schon langsam wieder am trocken nachdem der Regen uns 2 Stunden durchgeweicht hat. Aber wir haben das Schlimmste geschafft.
Wir sind der Strasse ein paar Kilometer gefolgt, bis auch diese direkt in den Fluss muendete, aber ohne Bruecke. Hier mussten wir dann wirklich auf ein Floss steigen. Aber da gegenueber das Floss Depot war und es recht professionel aussah, der Preis auch gering war, haben wir 3 den Schritt gewagt und uns samt Fahrraedern in die Hand des Bauern begeben…imgp1484 Kelly hat sich sichtlich wohl gefuehlt. p1010232 Leider konnte aufgrund der Anzahl an Booten im Wasser unser Boot nicht bis an den Rand fahren und wir mussten ueber alle anderen Boote klettern und springen um ans Ziel zu kommen.p1010235 Im Hintergrund seht ihr das jaehe Ende der Strasse an welcher wir angekommen sind nach unserer fast Irrfahrt.
Von hier aus sind wir dann im Dunst langsam Richtung Heimat gefahren. Da Autos und Menschen zu sehen waren, wussten wir auch, dass wir diesmal nicht falsch sind. Irgendwann wieder 4-5km spaeter sind wir dann mitten im Jungle quasi auf ein Hotel gestossen. Aber nicht irgendeines, sonder das wahrscheinlich nobelste Hotel der Gegend. Es hiess glaub ich Lost Resort oder sowas. Dort sind wir 3 durchnaesst und voellig underdressed angekommen, wurden aber bedient und haben uns den dicken selbstgemachten Cheese Burger gut schmecken lassen. Dank westlicher Kueche hat Kelly der Tofu auch das erste mal richtig geschmeckt…^^

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Kelly war gluecklich, Mar war gluecklich und ich bin eh immer recht froh… Auch wenn noch ein langer Rueckweg vor uns lag waren jetzt schon mehr als zufrieden mit unserem Ausflug und waren uns alle einig, dass diese Gegend von ihrer Schoenheit her kaum uebertroffen werden kann.

Wir sind dann schliesslich nach 3km Fahrt tatsaechlich an dieser Bruecke angekommen, was bedeutet, das wir vollkommen richtig gefahren sind. Stolz konnten wir dann die paar kilometer zurueck in die Stadt im dunkeln zuruecklegen. Die Gegend war uns nicht mehr fremd, wir konnten sie besser geniessen. Auch wenn es mittlerweile schon wieder dunkel war. In der Stadt haben mussten wir dann nachdem wir uns wieder frisch gemacht haben feststellen, dass es je nach Strassenseite Stromausfaelle gab. So sind wir in einer Pizzaria gelandet, da diese noch Strom hatte und ich durfte nach langer Zeit mal wieder Mozarella an meinem Gaumen schmecken… Schoener Abend. Alles in allem ein sehr gelungener Tag. Der nur vom tropischen Regen getruebet wurde. Aber auch so muss man die Landschaft erstmal gesehen haben.

Damit ist die Reise in Yangshuo vorbei. Morgen geht es nach Beijing und dann in ein paar Tagen zurueck nach Deutschland. Was bis dahin passiert folgt im naechsten Abschnitt.


Sep 19 2009

Ab in den Sueden… Guilin!

Nach 27h Fahrt, bzw 27h reinem Ekel haben wir es nun ins kleine Staedchen Guilin geschafft. Kleines Staedchen heisst hier rund 1,3Mio Einwohner. Was nach deutschem Massstab relativ viel ist, aber hier auch fuer Mar und Kelly erkennbar klein ist, vor allem wenn man aus Beijing kommt.

Angekommen, abgekaerchert und wieder gut gelaunt mussten wir feststellen, dass es hier in der Gegend doch schon etwas anders ist, als noch in Chengdu oder Xi’An. Die Luftfeuchtigkeit ist noch weiter gestiegen, Temperaturen weit ueber 30 Grad, auch wenn es schon um 5 ist und die Menschen nehmen auch langsam andere Zuege an. Wir naehern uns ja hiermit schon fast der vitnamesischen Grenze und meiner persoenlich Meinung nach muss ich sagen, dass die Frauen zum Beispiel, umso weiter suedlich wir gekommen sind, auch um einiges schoener geworden sind. Nur am Rande. Natuerlich nicht so schoen wie mein Reni…^^
Wir haben uns also erstmal zu Fuss auf den Weg gemacht umd die Gegend wie immer zu erkunden und etwas Essbares zu finden. Nicht allzu weit entfernt haben wir auch etwas gefunden. Wir konnten uns ewig nicht entscheiden, da wir alle 3 relativ spezielle Geschmaecker haben (Mar ist gern nicht scharf und Fleisch nur wenns nicht nach Tier aussieht, Kelly ist Vegetarier und ich will nur Fleisch), was die Nahrungssuche nie einfach gemacht hat. Letztendlich sind wir in einen Laden vor welchem Toepfe mit vielen Fischen stande, was hier ueblich war. Demnach habe ich auch mal nen frischen Fisch bestellt, dann gabs noch Tofu und irgendwas mit Schwein. Also fuer jeden was. Irgendwie war das aber der erste Teller in 6 Monaten China, der irgendwie nicht geschmeckt hat, weswegen wir dann alle noch leicht hungrig nach draussen sind. Sind wir halt erstmal hungrig weiter gelaufen…

Gleich neben dem Restaurant war eine Bruecke die ueber einen der vielen Flussarme und Kanaele der Stadt fuehrte. Als wir auf der Bruecke standen haben wir nicht allzu weit entfernt viele Leute am Wasser stehen sehen, auch viele die durch das Wasser gelaufen sind. Also sind wir ab und haben uns das mal aus der Naehe angeschaut. Da war doch tatsaechlich eine sehr seichte, ueberaus glitschige und stromstarke Stelle des Flusses, welche man ueberqueren konnte. Viele Chinesen schienen es aus Spass hin und zurueck zu laufen, waehrend die Touristen versuchte lediglich trocken und nicht allzu tolpatschig rueber zu kommen. Es war wirklich glitschig. Wir haben uns der Menge angeschloss und uns aufgemacht den Fluss zu ueberqueren. Allen voran Mar, der sehr gute Ballance bewies.p1000926 Dazu muss man sagen das Mar der Aufmerksame von uns 3en war. Er hat sich von den Profis abgeschaut wie man es richtig macht. Um am besten die Glitschigkeit der leicht bemoosten Steinchen im Wasser auszugleich muss man einfach seine guten Wandersandalen anlassen. Steffi der bereits vorgegangen war um als Erster anzukommen wollte natuerlich seine Scheuhchen nicht im Fischwasser nass machen und is Barfuss voraus. Und so kam es wie es kommen musste. Nur durch ueberaus geschicktes und akrobatisches Reaktionsvermoegen habe ich es geschafft die 3 dabeigehabten elektronischen Geraete trocken zu halten, aber gleichzeitig gekonnt den Rest nass zu bekommen. p1000928 Bei diesem Anblick bekommt der Begriff “nasser Sack” doch endlich mal ne Bedeutung.

Also ab da war fuer mich der Abend natuerlich gelaufen. Wir sind aber trotzdem weiter. Immer am Rand des Flusses lang ging es dann irgendwann auch wieder hoch auf die Strasse, der wir dann weiter folgten.weiter entfernt konnten wir einen beleuchteten Berg sehen, der recht imposant anzuschauen war. Allgemein war die Stadt gut beleuchtet und relativ bunt. Nicht nur hell sonder vielseitig hell. Echt schoen anzuschauen. Wir haben uns alle recht wohl gefuehlt auf Anhieb. Nach etwas Wandern sind wir dann im Zentrum der Stadt an einem See gelandet im welchen 2 nicht zu uebersehende Pagoden standen. Eine golden, welche bekanntlich der groesste aus reinem Kupfer gebaute Turm der Welt ist. Wenn ich mich da nicht verlesen habe. Stark…p1000940 Schick ne? Und weils so schoen ist das ganze auch nochmal in schwarz weiss…p1000950

Wirklich schoen, der Park. Wir sind dann eine Runde um den See gelaufen. Von da aus ging es weiter in die Promenaden Strasse. Alles natuerlich nicht absichtlich. Wir sind einfach immer weiter gelaufen. Viele kleine Staende und langsam mehr Kneipen und Restaurants. Kelly hat sich in weiser Vorraussicht einen Faecher zugelegt und Mar und ich haben am Rand gesessen und Sie in ruh einkaufen lassen. Nachdem wir lange keine mehr gesehen haben, sind uns die Menge an Auslaendern hier aufgefallen. Viele westliche Bars, Clubs und Restaurants. Nur war uns 3en nicht nach Party, also sind wir weiter. Um 7 wird naemlich im Zentrum eine Strasse gesperrt und man findet dann einen kilometerlangen Nachtmarkt vor. Auf dem wird leider nur der uebliche Ramsch verkauft wird, was aber trotzdem in dieser Groessenordnung relativ interessant anzuschauen war. Danach gabs das wirkliche Abendessen, 3 Bigmac Menues und eins extra fuer Mar. Burger fuer uns Fritten fuer Kelly. Alle waren gluecklich und somit konnten wir nach 4h Fussmarsch auch Tag 1 in Guilin gute Nacht sagen. Schoene Stadt.

Tag 2 sollte und ist auch der Tag schlechthin geworden. Der schoensten Aussicht sollten wir heut begegnen. Der einzige Grund warum Mario nach China gekommen ist und ich so weit in den Sueden gefahren bin… Ich mach es kurz. Wir sind frueh zum Bus, haben einen Menschen gefunden der uns dahin bringen wollte, sind mit ihm mit, standen 20min an einer Strasse rum, sind dann dort in einen anderen Bus, sind 1h gefahren, bis mitten in die Pampa, dort wurden wir rausgeworfen im Nichts, sind dann mit 2 Chinesinnen in ein privates taxi und weiter zum Ziel. Zwischenhalt haben wir gemacht (Verkaufstour) sind aber dann schnell weiter. Angekommen, Ticket gekauft, weiter gefahren. Taxi hat uns am Berg abgeliefert, wir sind gelaufen und nun sind wir oben angekommen. So… haben wir die Hinfahrt auch wenn viel mehr passiert ist hier mal Kurz gefasst. Un nun seht selbst wo wir angekommen sind…imgp1215imgp1223imgp1251imgp1231imgp1257imgp1262
Eigentlich brauch ich hier nicht viel zu erzaehlen. Schaut euch einfach dieses Letzte Bild an und denkt euch euren Teil. Man kann es leider nicht beschreiben. Man kennt es aus Dokus oder anderen Filmen, Fotos und Zeitschriften, aber richtig greifen kann man dieses Konzept von tausend Hektar Reisfeld auf ueber 1000m Hoehe am Berg nicht, wenn man es nicht direkt selbst sieht. Atemberaubend!

Mit diesen Eindruecken haben wir uns nach dem Abstieg, auf welcher wir uns uebrigens auch Verbrennungen 5. Grades zugezoegen haben, weil sich am Mittag die Sonne doch dazu entschieden hat rauszukommen, wieder auf dem Rueckweg gemacht. Es war ein langer Tag, viel Fahrt, viel Laufen aber puenktlich zum Abendesen sind wir wieder da gewesen, sind nochmal in die Stadt, waren aber dann eher froh nichts mehr machen zu muessen und sind ins Bett gefallen.

Tag 3 sollte es ja weiter nach Yangshuo gehen, doch wie immer war die Fahrt fuer uns erst gegen Abnds, da dann die letzten Busse dahin fuhren. Bis dahin wollten wir aber auch nochwas Unternehmen. Da in Yangshuo ja Radtouren fuer uns anstanden, haben wir hier gleich den Haertetest gemacht und uns in der Herberge Fahrraeder ausgeliehen um zu dem Volkspark etwas Ausserhalb zu fahren und dort die Grotte zu besuchen. Haben wir auch promt gemacht und keine 10min spaeter sass ich nach einer Ewigkeit mal wieder auf dem Fahrrad. Der Sonnenbrand machte Mar und mir aber noch gut zu schaffen. Weswegen wir uns beeilten zum Park zu kommen. Beweisfotos vom Fahrradfahren habe ich leider keine fuer diesen Tag, aber hier koennt ihr mal sehen wie es in der Grotte aussah. Welche eine der vielen Attraktionen in China war, die ich als “natuerlich” in Frage stellen wuerde. Ich bin der Meinung die Grotte war vor 20 Jahren noch nicht da. Die habens bestimmt gemacht! Aber ich stell eh viel zu viel in Frage anstatt einfach mal was hinzunehmen und etwas zu geniessen. Die gleiche Diskussion hatten wir am Tag vorher auf den Reisfeldterrassen auch. Da habe ich auch so meine Bedenken, ob das wirklich so gewollt ist. Aber sprecht mich da mal persoenlich an. Der Text ist eh schon lang genug. Die Grotte war aber nicht minder schoen anzusehen. Bunte Lichter haben in der Dunkelheit Interesse geweckt. Leider mussten wir mit der Gruppe rein, der Fuehrerin folgen und dem Licht hinterher. Hat auch gut eine Stunde gedauert. imgp1379p1010023 Gefallen hats, zu sehen gabs noch viel mehr, aber leider fehlte die Zeit. Aber mit Yangshuo kommt auch noch ein guter Brocken an Fotos, denn dort gab es landschaftlich wirklich was zu sehen. Aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen wieder aufs Bike zu steigen, welches wir fuer 50cent haben bewachen lassen, um schnell wieder zurueck Richtung Herberge und Bus zu kommen. Der erste Test mit dem Fahrrad ist solide gelaufen, mal gucken was uns morgen erwartet…


Sep 17 2009

So dreckig war ich noch nie… filthy ist das richtige Wort!

Ok. Wir sind ja auf dem Weg nach Chengdu sehr gut gefahren. Haben viel Spass gehabt und haben uns ehrlich gesagt auf diese Fahrt gefreut. 27h Fahrt, die wir aus dem Fenster schauen koennen, neue Leute kennenlernen, etwas lesen und entspannen koennen. Aber diesmal sollte alles anders kommen. Wir standen also an diesem Zug. Er sah aus wieder jeder andere und wir haben uns von Aussen nichts gedacht. Doch als wir zur Tuer hinein sind mussten wir schon feststellen, dass irgendwas anders ist. Wir haben so viel gesehen und erlebt auf unserer Reise, das die erste Fahrt schon so weit weg war und die Bilder verschwommen waren. Aber trotzdem kam es uns auf Anhieb anders vor. Es war irgendwie der gleiche Zug, nur 20 Jahre aelter. Die Decken auf den Betten waren nicht wess und Frisch bezogen. Der Boden war nicht mit Teppich, sondern mit haesslichen Linoleum verlegt. Die Fenster waren trueb und was dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt hat… es gab keine Klimaanlage!!! Spaetestens als der Zug voll war und wir mit 60 Leuten in diesem Wagon waren, bei 36 Grad im Schatten und 80% Luftfeuchtigkeit, wussten wir, dass es diesmal irgendwie anders werden wuerde. Allerspaetestens… als wir uns dann breit gemacht haben und unsere 6Mann-Abteil Mitbewohner kennengelernt haben wussten wir warum es diesmal wirklich anders werden wuerde. Da war also diese kleine Familie. Netter Mann, nette Frau, suesse Tochter… und was? Ein Baby!?! Das mir dann auch promt zur Begruesung auf den Fuss gepinkel hat… man traegt ja keine Windel!… ja, somit waren die ersten 5 Minuten im Zug vorbei und wir haben schon bereut und den naechsten 1615 Minuten bedrueckt entgegengeschaut.

Ziel ist es nichts zu machen. Einfach liegen. Nicht bewegen. Die Phasen geniessen wennd er Zug schnell faehrt und etwas Wind ist. DENN es gibt ja keine Klimaanlage! Nur nicht bewegen. Doch, verdammt. Schon weider etwas Schweiss mehr… somit verbrachten wir 3 die naechsten 27 Stunden. Kaempfen mit unserem eigenen Ekel vor uns selbst. Es hat gar nicht so viel mit den vielen anderen schwitzenden, stinkenden Menschen zu tun. Das pinkelnde, schreiende und Mama auf den Schoss und mir auf den Fuss machende Baby war auch nicht das grosse Problem… es was einfach der Ekel vor uns selbst. Man merkt wie man von Minute zu Minute mehr verwest, ohne auch nur eine Chance zu haben etwas dagegen tun zu koennen. Holflos im Zug umgeben von Luftfeuchtigkeit und eingesperrt in der Sauna… HILFE! p1000911 p1000909 Ja… in 27h muss ein Baby allerhand Pipi machen… nicht immer wurde der Boden so solide getroffen… meine Fuesse mussten 3 mal herhalten… Hihi… man beachte auch Marios Fuss hier auf dem Boden… irgendwann gewoehnt man sich an seinen eigenen Dreck und steht dann auch in dem Drecksschuppen Barfuss auf dem Boden. Oder lag es an der Hitze die sogar das Sandalen tragen zum Kampf gemacht hat?p1000915 Hier die optimale Pose. So bequem wie moeglich liegen mit so wenig Koerperkontakt mit irgendwas. Den Kalorienverbrauch auf 0 senken, die Koerpertemperatur herunterfahren und nichts essen… versuchen einfach sich nicht noch ekliger zu fuehlen… Man beachte wie meine Haut spiegelt…

Naja. Es waren die 27 ekligsten Stunden unseres Lebens… klingt jetzt vielleicht alles nicht so schlimm, aber als wir an der Hostel angekommen sind, mussten wir ernsthaft feststellen, das nach 3 Tagen Festival ohne Dusche, 5 Tage Biwak mit 30km Marsch ohne Dusche… Wir habens uns ernsthaft noch nie koerperlich selbst so verabscheut wie in diesem Moment… auf der anderen Seite kann ich das Gefuehl nicht beschreiben, wie es war das kalte Wasser unter der Dusche aufzudrehen und mir den Tag Ekel von der Haut zu spuelen. Wir haben es ueberstanden und koennen nun lachend darauf zurueckblicken, aber nochmal, Nein danke!

Frisch geduscht und mental in Guilin angekommen kann es nun auch direkt losgehen. Es ist zwar schon wieder 5 aber mal schauen was die Stadt so zu bieten hat. Darueber aber dann morgen mehr…


Sep 16 2009

Ich glaub die bleiben noch… Chengdu

Beijing, Xi’An, zwei der grossen und bekanntesten Touristen Staedte haben wir somit abgegrast. Ziel fuer den naechsten Reiseabschnitt ist Chengdu. Ein mittelgrosses Staedchen (nach chinesischem Massstab, ergo um die 6mio Einwohner) im Herzen der Provinz Sichuan (四川). Beruehmt unter anderem fuer die besonders gute und vor allem scharfe Kueche und Pandas. Keine 10km entfernt von Chengdu ist eines der goressten Panda Reservate der Welt.

Aber wir sind ja noch nicht da. Derzeit hocken wir 3 noch im Zug. Uns stehen 17 Stunden Fahrt bevor. Diesmal haben wir uns statt Sitzen fuer einen Liegewagen entschieden. Keine weichen, aber dennoch relativ bequemen Bettchen. Die Fahrt war ein Erlebnis fuer sich. 3 stoeckig Betten, jeweils 6 pro Kabine, ohne Tuer zum Flur…. das heist so viel wie PARTY! Hier war immer was los. Leute rennen rum, machen essen, Kinder spielen, wir lesen, Diskutieren, essen mit den Chinesen mit und dann das Ganze wieder von vorn. Eine Art zu reisen, wie wir sie aus Deuschtland leider nicht kennen.p1000753 Unser Diplomat hat sich innerhalb von Minuten im Wagen bekannt und beliebt gemacht und zur vitamintechnischen Nahrungsversorgung beigetragen. Auch sonst hat es uns in diesem Wagen ganz gut erwischt. Klimaanlage, netten Mitfahrer, die nicht nur ihr Essen, sondern am Ende auch noch ihren Film den Sie im gemieteten Fernseher geschaut haben mit uns geteilt haben. Man glaubt gar nicht wie schnell da 17h Fahrt rumgehen koennen. Kaum hat man sich an seine Koje gewohnt muss man auch wieder aussteigen. Und warum? Um in eine Wand zu laufen…

Ja es war warm. Nein, heiss. Und noch dazu feucht. Derweil waren wir grad mal auf halber Strecke Richtung Sueden. Es solle noch schlimmer werden. Nun angekommen sind wir immerhin gut. Jugendherberge haben wir uns ausgesucht, also rein ins Taxi und los. Angekommen am Ziel mussten wir feststellen, dass die angeblich beste Jugendherberge der Welt nicht mehr da ist. Nur ein Zettel hat auf uns gewartet. Zum Glueck handelte es sich nur um einen Umzug. Wieder rein ins Taxi und keine 3 Minuten weiter waren wir an der meiner Meinung nach wirklich besten Jugendherberge der Welt. Sims Cozy Hostel hat uns warm in Empfang genommen. Mar uns Kelly haben sich nach 6 Tagen unterwegs auch mal ein Doppelzimmer fuer sich gegoennt und mich allein in die Wildnis verwiesen. Nunja, das haben sie sich vielleicht auch verdient… Ich geh dann mal…

Etwas spaeter so gegen 4 wollten wir dann doch noch etwas machen und haben uns fuer einen Park mit Tempel entschieden. Wer haette gedacht, das wir hier so etwas finden. Naja, wir sind erst 10 vor 5 angekommen und leider machte der Tempel wie alle Tempel schon um 5 zu. Auch zu bemerken, wir haben den Bus genommen, oder es zumindest versucht, nachdem wir schon Probleme hatten unsere Zugtickets nach Guilin zu organisieren, sowie Geld abzuheben. Irgendwas lief hier anders. Oder wir liefen einfach anders. So oder so waren wir ein bisschen verpeilt unterwegs und sind vom Tempel aus einfach nach links gelaufen. Damit sind wir irgendwie in einem Hinterhof Dorf der Stadt gelandet. Mit vielen kleinen Laeden, wo man nicht mal handeln musste und sein Tshirt fuer 2 Euro direkt bekommen hat. Dazu gab es noch einen riesigen Gemuese/Obst/Fisch Markt. Leider war es mir persoenlich unangenehm dort lang zu laufen. Den Blicken nach waren wir 3 diesen Monat die ersten Langnasen, welche sich hierhin verirrt hatten. Kelly schien die Blicke nicht wahrzunehmen, schlenderte weiter und wollte gar Fotos machen. Mar und ich haben uns mal umgedreht und der halbe Markt schien still zu stehen und zu schauen was wir machen. Und der Markt war ein halbes Fussballfeld gross… genug Augen zum starren. …”awkward silence”…

Das war es dann auch fuer den Tag. Die Fahrt hatte ihre Spuren an uns hinterlassen. Wir sind aber Aufgrund von Taxi, bzw. BusKleingeld Mangel auch dieses Stueck gelaufen und haben uns noch ein paar Eindruecke der Stadt verschafft. Leider war das Wetter diesig, bedeckt und hat das Gesamtbild etwas getruebt. In der Herberge haben wir uns dann der Voellerei hingegeben. Selbstgemachte Cheeseburger… ein Genuss der mir Geizhals schon seit laengerem verwehrt war. Doch mit Mar an meiner Seite war der Weg frei fuer gutes Essen. Noch ein Bierchen und Nachricten checken und schon war es Abends und wir haben uns Richtung Bett bewegt.

Tag 2 haben wir erstmal ausgeschlafen. Aber wie. Mar und Kelly sind aus ihrem Zimmer gar nimmer rausgekommen. Ich habe Buch Nummer 1 fast fertig gelesen. Als Mar dann gegen Mittag kam haben wir uns einen Burger gegoennt und danach etwas Tischtennis und Dart gespeilt… Die paar Niederlagen hat Mar glaub immernoch nicht weggesteckt. Irgendwann ist Kelly dann auch dazu gekommen und nach einem Snack konnten wir dann gegen 15 Uhr(Ja Kelly wollte den Wecker stellen und ja sie hat den Plan gemacht) auch zu Fuss loslegen in eines der laut Loneley Planet schoensten Buddhistischen Kloester Chinas zu besuchen, umgeben von einem Wunderschoenen Park und mit einem der besten Tee Haeuser sowie vegetarischem Restaurant…. ihr koennt euch gar nicht vorstellen, wie Kelly beim Lesen schon gesabbert hat. Ihre Wuensche sollten endlich in Erfuellung gehen. Wir sind nach einer Weile zu Fuss in einer Strasse angekommen, in der die schoenen alten Haeusschen schoen aufgemotz wurden um die Strasse ansehnlich zu machen. Ist auch gut gelungen.p1000776 Erinnert irgendwie an dieses neue Historische Viertel im Sueden Xi’An’s was gerade gebaut wir…^^

Nachdem wir hier noch was kleines zu Essen organisiert haben sind wir auch rein in diesen monumentalen Tempel… Naja… ich bin generell etwas skeptisch, aber wenn ich Moenche sehe, die mit Rucksack und Handy am Ohr das Kloster verlassen, dann komm ich nicht dran vorbei etwas zu schmuntzeln. Sieht ja alles ganz schoen aus, hat man aber schon 10 mal gesehen. Und irgendwie wollte danach das ganze Spirituelle bei mir nicht mehr so aufkommen. Der Park war aber tatsaechlich ganz niedlich. Viele Teiche mit Kois und Schildkroeten. Und dann auch nicht nur eine Schildkroete sondern hunderte. So viele, das sogar Mar nach 2 Wochen das erste mal den Fotoapparat in die Hand genommen hat. Und dann gings los. Was er wild um sich geschossen hat mit der Kamera… so froh hab ich noch nie wen an ner Kamera knipsen sehen. Diese kleinen Tierchen haben es ihm angetan…p1000796 und wie…

Ich hab bestimmt 20min auf Mar gewartet bis er befriedigt mit der Anzahl und Qualitaet der Fotos war. Es sollten immerhin die einzigen Bilder bleiben die er macht.
Das Kloster sollte dann Bald schliessen, das Tee Haus machte auch zu und das vegetarische Restaurant sah auch nicht so wie der Bringer aus, vor allem fuer uns Fleisch Fanatiker. Wir sind dann halt noch etwas rumgelaufen und haben ueber 5 Ecken weiter hinter in den Park gefunden wo an einem Koi Teich noch ein weiteres kleineres Tee Haus war. Dort war es dann so weit und Kelly durfte endlich in China, chinesischen Tee trinken… Jeder hat was anderes ausgesucht. Fuer Mar hab ich speziellen Magen Tee bestellt, da er… naja ihr koennt es euch denken. Aber es kam und hat gewirkt. Kamille mit Chilli und was weiss ich. Der Spass sah dann so aus.p1000822 Hier sassen wir dann, haben ein paar Stunden ueber Gott und die Welt geredet, den Tee mehrmals aufgegossen und ne echt gute Zeit gehabt. Wir sassen gar so lang bis der Park lange zu war und uns der Teehaus Mann durch die Hintertuer rausschaffen musste, da er auch zu machen wollte. So war es halt schon Abend und der Tag an sich rum. Wir haben uns dann vorgenommen einen FIlm zu schauen (”Slumdog Milllionaire”) da Mar und kelly den noch net geschaut haben. Leider war der Videoraum besetzt sodass unser Essen, welches wir beim Film schauen essen wollten laengst alle war bevor der Film losging. Also haben wir uns bei Kelly und Mar den Film angeschaut und sind dann peunktlich nach dem Film alle ins Bett gefallen und haben geschlafen.

Am Tag 3 sollte es ja am Nachmittag weiter Richtung Guilin gehen. Doch vorher stand noch etwas anderen an. PANDAS. 熊猫!!! 功夫熊猫! Wir sind frueh auf, da die Busse vom Hostel frueh losfuhren, doch mit Essen und allem war diese Idee schnell vom Tisch. Also rein in ein Taxi und ab da hin. Die Fahrt war holprig und der Verkehr das Letzte, aber wir haben es geschafft, Tickets geholt und sind rein ins Gehege. Da viele von unserem Hotel mit da waren haben wir uns auch einfach an eine Gruppe gehaengt und sind mit. Bis wir dann mal irgendwann nicht weiter wollten und ich dem Guide erklaeren musste, dass wir gar nicht dazu gehoeren…^^p1000841 Ein riesiger Park mit vielen verschiedenen Gehegen umgeben von Wald und viel Gruen… die ganze Anlage an sich war schon einen Ausflug wert, wenn ich mir die Bilder so im nachhinein anschaue. Zu den Pandas laesst sich eines sagen. Niedlich nein, doof ja… ich wiess ja nicht was an so nem grossen Fellknaeul suess sein soll, das den ganzen Tag lethargisch vor sich hinisst…aber naja… lustig waren sie auf jeden Fall. Da hat einer tatsaechlich versucht eine Treppe nicht einfach runter, sondern zwischen den Holzstufen hindurch sich zu quetschen. 5 Minuten hats gedauert, aber er hats mit einem dumpfen PLUMPS auf dem Boden geschafft… Wahnsinn! Wahnsinnig daemlich… p1000827 UND von wegen die koennen Kung Fu…. Pustekuchen!!!
Es gab dann etwas weiter hinten in einem anderen Gehege noch waschbaeaehnliche rote Pandas, die allgemein ewas aufgeweckter waren. Alles in allem war das schon ein netter Ausflug gewesen, obwohl ich eigentlich nen KungFu Panda sehen wollte. Zum Schluss gab es noch nen Eiskaffee schon musste wir zurueck. Unser Zug war ja schon halb bereit und wir wollten endlich mal ohne rennen ankommen. Geschafft haben wir es auch, doch wie und was dann passier kommt morgen in dem Speciel Feature “Der Albtraum wird wahr”… bis dann.

Tut mir leid das ich so selten schreib. Ich hol es jetzt stetig nach, versprochen. Besuch, der Umzug nach Shanghai und nun das Praktikum setzen mir zeitlich etwas zu. Aber ich bin dran.


Sep 8 2009

Sie sind ja immernoch da… Xi’An

So, mit Peking waren wir 3 nun durch und da die Beiden eh mehr vom Land, den Leuten und dem einfachen Leben sehen wollten haben wir uns auch nach 3 Tagen Beijing auf den Weg ins relativ zentral gelegene Xi’an gemacht. Von da aus koennten wir gut nach Westen, weiter nach Sueden oder sogar nach Osten fahren. Fuer uns stand ja noch nicht ganz fest wohin wir denn eigentlich wollten.

Obwohl mir von allen Leuten fuer eine 11h Fahrt definitiv ein Schlafwagen empfohlen wurde, mussten wir uns doch mit weichen Sitzen begnuegen. Immerhin ging die Klimaanlage und die Fahrt war ueber Nacht. Geklappt hat das dann am Ende auch kostenguenstig und schnell. Wie es anders laufen kann erzaehl ich euch dann spaeter. In Xi’an angekommen mussten wir auch nicht lang warten und konnten direkt in einen kostenlosen Bus zur Herberge steigen. Wir hatten uns natuerlich schon mehrere ausgesucht, doch da diese zu erst uns zugewunken hat sind wir halt da gelandet. Gelohnt hat es sich. Wir sind in der Bell Tower Hostel gelandet. Sauber, guenstig und vor allem zentral. Direkt neben dem Bell Tower an einem riesen Kreisverkehr im absluten Zentrum der Stadt. p1000717

Wir sind relativ frueh in Xi’an angekommen, weswegen wir auch noch etwas erleben wollten. Also haben fix unsere Sachen in der Herberge verstaut, uns frisch gemacht und sind gleich nach Draussen. Futtersuche. Wir sind aus der Herberge und etwas in der naeheren Umgebung umhergestiefelt. Es mutete alles schon etwas anders an als Beijing. So chaotisch es den meisten Besuchern am Anfang in Beijing auch vorkommt. Umso mehr wir nach Sueden sind umso lustiger wurde es. Wir haben trotzdem was zu essen gefunden und sind dann einfach in ein Taxi und haben uns zurueck zum Bahnhof fahren lassen. Hier stehen die Tourbusse, bzw die Schwarzbusse mit denen man auch mal woanders hin kommt. Ziel war, wie sollte es anders sein, die Terrakotta Armee. Der Bus fuhr ne gute Stunde und schon waren wir da. Leider bedauerlich, der teure Eintrittspreis. Gut 9 Euro plus ein Shuttlebus Ticket fuer die Leute die wenig Zeit haben ist im Vergleich relativ viel. Aber gut, es ist trotzdem eines der Dinge, die man wenn man in China reist und unterwegs ist, gesehen haben sollte. Und auf der anderen Seite: wo kommt man in Deutschland fuer 9 Euro schon rein? imgp1152 Die Halle an sich sit schon recht imposant. Es gibt noch 2 weitere kleine Hallen voller ausgegrabener Figuren und rund um das ganze Gelaende scheinen noch viele kleine Ausgrabungen stattzufinden. Auf dem Weg zurueck haben wir auch festgestellt warum. Keine 2km weiter ist das Grab von QingShi HuangDi. Dem Kaiser, welcher China als erstes komplett vereinigt hat, aber auch vom Erfolg und was weiss ich so paranoid wurde, dass er um seinen Grabesberg gleich mal tausende Steinsoldaten einbuddeln liess. Ja, jeder hat so seine Macken.

Es war erst 6, keiner war muede, als wir angekommen sind, da kann man die 5min Taxi Strecke vom Bahnhof auch mal zurueck laufen. Wir haben unterwegs noch gut gegessen und sind querfeldein Richtung Herberge gelaufen. Unterwegs haben ich den wahrscheinlich interessantesten und charaktervollsten Park aller Zeiten gesehen. Stellt euch vor jemand baut mitten in der Stadt einen kleinen Vergnuegungspark, in welchem jede Attraktion nur halb so gross ist wie man es sonst gewohnt ist. Nun laesst man diesen Park 7 Jahre unberuehrt, bis alles verrostet, mit Gras ueberwachsen ist und das Wasser der Teiche etwas trueb ist. Nun packe man in jenen Park, der offensichtlich fuer Kinder ist, ein paar Muetter samt Kinder, die ueberall Spielen, ein paar Tanzende Rentner und ein paar jugendliche Paerchen. Und schon hat man eine Aussicht, welche man fuer Geld nie kaufen koennte. Wahnsinn! Dieser kleine, alte Park war derart schoen, auf seine Weise. Alt, verrostet, aber nicht dreckig, halt nur etwas verkommen. Trotzdem voller Menschen, auch wenn so manche menschenleere Attraktion dabei war. imgp1176 Langsam fingen uns dann aber die Fuesse an weh zu tun. 5min Taxi koennen zu Fuss ganz schoen weit sein. War immerhin auch ein langer Tag. In der Herberge wollten wir dann noch was trinken und vielleicht noch weiter ziehen, aber Kelly hat sich nach dem Duschen schon hingelegt und Mar und ich sind beim Bier trinken fast eingeschlafen, also haben wir den Tag hier mal beendet.

Wir haben direkt nach Ankunf schon Tickets fuer die Weiterfahrt gebucht, nur gab es fuer die Nacht keine Fahrt. Ziel sollte Chengdu sein und der naechste Zug faehrt erst in Anderthalb Tage am fruehne Abend los. Da haben wir ja noch gut Zeit. Programm fuer Tag 2 in Xi’an war der HuaShan. Ein gut ueber 2000m hoher Berg mit vielen Gipfeln, welche alle abwanderbar sind. Ganz einig wann und wie und ob waren wir uns davor noch nicht, aber am Ende wars gut, das wir uns auf den Weg gemacht haben. Wieder ab zum Bahnhof. Hier warteten schon wieder fleissig Busse. Wir haben prompt den gefunden, den wir wollten, nur wollte und wollte der einfach nicht losfahren. Prinzzip hier ist nicht wir fahren alle 15min. Prinzip hier ist, wenn Bus voll = Abfahrt. Leider hat es fast 2h gedauert bis der Bus voll war. So lang sassen wir da und haben uns gelangweilt und geraetselt. Die fahrt war angenehm. Ich hatte nen kleinen 12 jaehrigen HongKong Chinesen neben mir sitzen mit dem ich ueber Filme geredet habe. War lustig, da er Mandarin auch nur in der Schule lernt und wir beide uns mit unserem chinesisch Muehe geben mussten. Aber Papa hat gut geholfen.

Angekommen und gegessen mussten wir feststellen, dass es schon kurz vor 1 ist. Um 19Uhr faehrt angeblich der letzte Bus. Wollen wir wirklich noch da hoch? Steffi der Realist und Geizhals stellt das natuerlich immer wieder in Frage. Aber die 2 anderen waren hart entschlossen, also rein in den Shuttle Bus und ab zur Seilbahn, welche uns dann fuer sage und schreibe 150 Yuan (17 Euro zu dem Zeitpunkt) pro Person nach oben gebracht hat. Man muss dazu sagen, dass uns die Seilbahn auf 1600m Hoehe gebracht hat, aber ueber 15 Euro dafuer, nachdem man schon 10 Euro Eintritt fuer den Park… ach lassen wir das. Es war es wert! Kelly und Mar haben zwar ein fuer mich untrainierten Kerl viel zu sattes Tempo vorgelegt, aber trotzdem haben wir es innerhalb einer Stunde auf den 2100m hohen Nordgipfel gepackt. Aussichten…p1000648 Eine Nebelwand steigt an uns Vorbei. Das Wetter war auf seine Art perfekt, auch wenn der Regen ein bisschen genervt hat. Aber nur kommt der Brenner… faellt euch hier etwas auf???p1000645 Es sind keine Crocs…. Es geht noch besser! Weltpremiere… geniesst die Aussicht, ich glaub in der Oeffentlichkeit werdet ihr Mar nie wieder mit den Latschen sehen. Ja, Mar und ich haben uns Wanderlatschen geholt… ohne Worte. Was der Arme sich von uns fuer Sprueche anheoren musste die ersten Tage. p1000662 Fuer Kelly war aber hier nicht Schluss, sie wollte weiter. Steffi macht natuerlich wieder Druck, die Zeit verging schnell und bis 7 unten sein wurde langsam wirklich knapp. Ich habe aber frueh genug angefangen die Beiden zu nerven, also ging es dann nach Erkundung des Nordgipels wieder nach unten. Diesmal auf anderer Bahn, die uns dann direkt an die Spitze der Warteschlange fuer die Seilbahn gebracht hat. Wir haben es noch kurz vor 7 nach unten geschafft, sind in den Bus und haben dann dank des fabulosen BusVoll = Abfahrt-Prinzip nochmal 30min warten muessen. Aber Steffi war gluecklich. Wie immer bin ich der Einzige gewesen, der sich um so Sachen wie zu spaet kommen und Geld verschwenden Sorgen macht. Die 2 waeren auch auf dem Berg geblieben und haetten da in einer der Raststaetten uebernachtet. Wir haben es dann aber an dem Abend noch nach Xi’An geschafft und Steffi konnte ruhigen gewissens morgen Muskelkater zu haben einschlafen.

Nun hatten wir noch den halben Tag Zeit bevor der Zug faehrt, was nicht reicht weiter weg zu fahren, aber fuer ne kleine Tour durch die Stadt noch Freiraum liess. Wir sind mit dem Taxi einfach nach Sueden gefahren. Kellys Bibel (Loneley Planet) meinte dort sein ein schoener Park, mit einem Tempel. Mal was Anderes…. Naja, der Park entpuppte sich als ganz lustig. Mar und ich sind den 7 stoeckigen Turm nach oben, waehrend Kelly draussen im Park Huehner und anderes Getier durch die Gegend gescheucht hat. p1000725 Das Wetter war schoene, die Laune gut, also sind wir bis der Zug gefahren ist einfach nur die die Gegend gewandert und haben das Leben genossen. Xi’An mag auf eine Art etwas chaotischer wirken als das organisierte Beijing. Aber an sich versprueht die Innenstadt, der doch recht kleinen Stadt im Vergleich zu Beijing eine gewisse Ruhe, die ich zuvor lange nicht mehr gespuert habe. Alles in Allem eine sehr sehenswerte Stadt in welcher man auch mal ein paar Tage laenger bleiben kann. Nur war unsere Zeit gekommen. Wir hatten den ganzen Tag Zeit, doch am Ende mussten wir wie immer rennen. 2min vor Abfahrt konnten wir 3 uns dann ausser Atem in unserem Wagen niederlassen.

Was dann passiert und wie es in Chengdu weiter ging folgt bald. Tut mir leid, dass ich so faul bin und es ewig nicht gescafft habe zu schreiben. Dauerbesuch, Internetverlust, Umzug und nun Praktikum zehren etwas an meinen Freizeitgestaltungsmoeglichkeiten. Aber ich habe mich nun in Shanghai eingelebt und werd mich kuemmern die Tage den Rest dieser Reise zu vervollstaendigen um dann noch den Gerd/Chrissi/Reni Besuch, sowie die ersten Eindruecke von Shanghai niederzuschreieben. Also bis bald.