Absturz
Die 6h täglich draußen herumlaufen sind anscheinend nicht ganz ohne an mir vorbeigegangen. Gestern morgen ging es mir schon etwas schlechter, aber da das Wetter so gut war bin ich los. Wer weiß, wann das nächste mal der Himmel in Beijing sichtbar ist.
Ich bin mal wieder durch meine lieblings Hutonggegend direkt östlich vom Houhai spaziert. Am Lama Tempel angefangen, wo ich ein paar Szenen von betenden Menschen, sowie ein paar architektonische Aufnahmen gemacht habe, bin ich dann auch noch auf ein Goldstück gestoßen, welches mir bei den ersten 4 Besuchen nie aufgefallen ist.
Ja ihr seht richtig! Neben den betenden Menschen, den historischen Gebäuden hängt keine Zertifikat vom Weltkulturerbe oder dergleichen. Tatsächlich handelt es sich um die größte aus einem Stück Holz geschnitzte Bhudda Statue der Welt.
Danach ging es weiter Richtung Bell und Drum Tower. Immer schön den Straßen in der Nähe des Hutongs entlang, in welchem ich bei meinem ersten Chinabesuch gewohnt habe. Geändert hat sich glaube ich in der Gegend nichts. Viele alternative Läden, von Kunstzubehör, über Musikinstrumente bis zu Second Hand Geschäften. Auch wenn der eine oder andere Laden neu sein möchte ist hier alles gleich. Trotz guten Wetters war nichts vor dem Türmen los. Ich war glaub ich der einzige Tourist vor Ort.
Und so standen die ganzen Rikscha Fahrer allein da uns mussten Karten spielen.
Danach ging es dann zum Houhai. Hier hab ich im Sommer mit Reni und meinen Eltern die meiste Zeit verbracht. Leider bauen die gerade die Brücke neu und renovieren einige der Bars, was dafür sorgt, dass gestern keine Boote auf dem See waren. Dennoch ist die Gegend jederzeit sehenswert, vor allem bei gutem Wetter.
Zumindest wenn das Wetter mitspielt.
Danach ging es nochmal durch den Hutong, wo ich einige Aufnahmen gemacht habe. Interessant dabei zu sehen, dass rund 50 Rentner vor einer Schule gewartet haben um kinder abzuholen. Da war bestimmt kaum einer unter 50. Nachdem ich dann einmal quer und gerade durch den Hutong durch bin, hatte ich auch weider alles gesehen und habe mich wieder in Richtung Linie 5 gemacht. Da das Wetter so schön war, wollte ich die Aufnahmen vom Vortag aus der Bahn nochmal wagen. Leider war es schon zu spät. Bevor ist an der 13 angekommen bin, war die Sonne schon fast komplett weg. Dann ist halt daraus noch nichts geworden, aber es stehen noch mehrere Fahrten aus der Stadt an, also denk ich, dass ich das noch hinbekommen.
Wieder zu Haus angekommen war ich extrem fertig. Schnupfen und Husten, sowie ein wenig Kopfschmerzen. Dennoch stand für heut ein weiterer Punkt an. Pekingente bei LiQun. Einem der bekanntesten Plätze für Ente in Beijing, den man bei normaler Suche nicht mal finden würde. In einem alten Hutong versteckt deuten lediglich hier und da eine Ente an den alten Häuserwänden darauf hin, dass man hier Ente haben kann, geschweigedenn das Jet Li, Chow Yun Fat und sogar Al Gore und die restliche Diplomaten Elite hier bereits gespeist hat. 
So konnte ich auch aufzeichnen wie man denn eine Ente schneiden sollte…
Heute ist nicht viel passiert. Krank wie ich bin lag ich ewig im Bett, schreibe das hier und habe viele organisatorische Sachen erledigt. Morgen gehts dann bei gutem Wetter auf die Mauer und nochmal zum TianAnMen, denn am Wochenende bei gutem Wetter sollten dann auch die schon am Dienstag erhofften Massen da sein.