Viel ist nicht passiert…
Soooo… nach 5 Wochen Reisen, Besuch empfangen und Fotos machen war es soweit das der Ernst des Lebens Steffi wieder einholt. Mit dem Visa Problem hat sich ja schon mal eine kleine Situation herauskristallisiert und mir wurde bewusst, dass es leider nicht immer so lustig und locker weitergehen kann wie das ganze Semester zuvor an sich verlief.
Hauptziel in diesen kommenden Tagen war: Praktikum finden! Ja, es ist schon Mitte August und Stefan hat immernoch kein Praktikum. Hinzu kommt das er sich noch vollzeit um Reni kuemmern darf…^^ Was ich natuerlich sehr gern mache. Damit sieht unser Tagesablauf fuer die kommenden 2 Wochen allerding folgendermassen aus. Steffi steht gegen 8 auf, greift seinen Rechner und verlaesst das Zimmer um sich in der Wohnstube breit zu machen und nach Praktikas zu suchen, Bewerbungen zu verschicken und Nachrichten zu lesen(daddeln). Gegen 11 oder auch spaeter wacht dann das Reni auf und meckert warum ich sie nicht geweckt habe (was man nie machen sollte, da sie dann den ganzen Tag rumzickt). Danach gehen wir fein Mittag essen und muessen danach erstmal wieder Mittagsschlaf machen. Bei fast 40Grad im Schatten kann man ja eh nichts machen…
Wir waren noch viel unterwegs, feiern, gut essen, aber haben an sich mehr die wenige Zeit miteinander genossen anstatt gross zu verreisen. Dank den etwas hoeeren Kosten fuer das Visum waren meine Geldreserven eh etwas begrenzt.
Aber auch 2 Wochen gehen dann doch zu schnell rum. Steffi hat es dann zwischendurch noch mit viel Glueck und einem guten Interview geschafft innerhalb weniger Stunden einen Unterschriebenen Praktikumsvertrag vor sich liegen zu haben, aber trotzdem kam dann irgendwann der Moment an dem mein Reni mich wieder verlassen musste und das Steffi wieder ganz auf sich allein gestellt war. Der Flug war schon gebucht und neben Reni musste ich mich auch schon von Beijing verabschieden. Keine 5 Tage nachdem Reni mich wieder allein hat am Flughafen stehen lassen kam ich mit meinem Hab und Gut grad wieder zurueck zu eben jenem Ort um selbst in eine Maschine zu steigen. Ziel: Shanghai!
Ja, wie im Vorfeld meiner China Reise geplant, war das Ziel in Beijing zu studieren, dann den Westen und Sueden im Sommer zu erkunden, danach nach Shanghai um Praktikum zu machen und in der Freizeit die Ostkueste Chinas genauer zu erkunden. So sollte es dann auch kommen und klein Steffi stand mit Koffer (37kg), Tasche(13kg) und seinem Rucksack in Shanghai und musste bei mehr als 40Grad und gefuehlten 5000% Luftfeuchtigkeit seinen Weg in der neuen, grossen Stadt finden.
Mein Ziel war es, da mein Praktikum Montag beginnt, doch schon diesen Freitag hier anzukommen, schnell irgendwo Unterschlupf zu finden um dann noch fix im Buero vorbeizuschauen udn mich vorzustellen.
Dank Verspaetung vom Flug und 2h Stau auf dem Weg vom Flughafen habe ich es dann doch noch kurz vor 5 in stroemenden Regen ins Buero geschafft und konnte mich in meinem frisch geschneiderten Anzug persoenlich Vorstellen. Sacknass!
Den restlichen Tag habe ich weiter mit Wohnungssuche verbracht. Samstag bin ich auch quer durch die Stadt gefahren und habe mir Wohnungen angeschaut, nur um dann wie immer festzustellen, dass ich eh immer das erste Angebot nehme. Dort habe ich mich anscheinend bei der Flut an Bewerbern auch nicht allzu doof angestellt und durfte dann Sonntag Mittag direkt einziehen. Sonntag Abend war es dann so weit. Steffi ist offiziell in Shanghai angekommen. Wohnung gefunden, Zimmer eingerichtet und erste Bilder geschossen…
Mittlerweile sind schon ueber 2 Monate rum und ich bin jetzt schon irgendwie traurig, weil das Praktikum leider viel zu schnell vorbei geht. In der Hektik der Stadt, dem langen Fahrtweg und dem angenehmen Arbeitsumfeld vergisst man schnell die Zeit, was einen Rythmus nach sich zieht, welcher zur Folge hat, dass die Zeit foermlich verfliegt.
Die komplette Stadt und Umfeld Erkundung hebe ich mir fuer die 2 Wochen Urlaub auf, wenn mein Reni nach Wiehnachten zu Besuch kommt. Abgesehen von etwas Abends weggehen, einkaufen und 2 kleinen Stadttouren habe ich noch nicht viele Versuche unternommen mich mit der Stadt anzufreunden. Ich BIN halt einfach Beijing! Nichtsdestotrotz hier ein paar Eindrueck von dem Shanghai, welches ich in den letzten 11 Wochen kennenlernen durfte…

Blick aus meinem Zimmer.

ruhiger Flecken im Nirgendwo… hatte mich verlaufen!

Blick von der HuaiHaiZhongLu hinauf auf mein Office Gebaeude.

Und der Blick von Oben. Kein Wunder, dass ich immer so lang im Buero bleib.

Nen Sonnenuntergang darf auch nicht fehlen.
Das wars vorerst auch schon. Immerhin bin ich jetzt mit nachschreiben fertig und kann mich mal wieder aktuellen Themen widmen die mir auf der Zunge brennen. So far