Stau an unmoeglichen Plaetzen…
Als naechstes stand fuer meine Eltern das normale High Light einer jeden Beijing Reise an. Die Mauer. Fuer mich sollte es der 4. Mauerbesuch des Jahres werden. Immerhin halten die Busse relativ wahllos in der Gegend an, wodurch wir zwar wieder in BaDaLing gelandet sind, aber wieder an einer komplett anderen Stelle als zuvor mit Reni oder mit meinem Bruder. Was dort in den Taelern an Touristenstadt heraufgezogen wird ist gigantisch. Riesige Haeuserparks fuer Shops, Restaurants, Hotels und andere Freizeitanlagen Links und Rechts der Mauer werden diese Gebiet in wenigen Jahren zum absoluten Mauerpark werden lassen. Spaetestens dann werd ich wieder nach MuTianYu fahren, wo es noch etwas ruhiger ist.
Die Bus Anreise verlief ganz gut. Diesmal durften wir auch mit dem teureren, klimatisierten Bus mit, in welchen man uns bei der Tour mit meinem Bruder nicht lassen wollte, aus welchem Grund auch immer.
Angekommen mussten wir feststellen, dass erstens mein Dad riesig ist und zweitens viel zu viele Menschen hier waren. Heerschaaren an Menschen schienen sich hier, obwohl mitten in der Woche vor dem Aufsstieg der Mauer zu sammeln.
An der naechsten Station angekommen wollte wir loslaufen, nur haben die Maedels uns Maennern den Vogel gezeigt und gemeint das wir da definitiv nicht rauf laufen werden, so lang die Bahn direkt vor uns ist. Also mussten wir 2 Maenner uns geschlagen geben und mit den Massen die kleine Bergbahn nach oben nehmen. Also wird wohl doch nichts aus der Natur und der Mauer ohne Touristen. Nur der Mann, seine Fuesse, die Mauer und ein Fotoapparat… dann halt nicht.
Reni sagt “NEIN!, nicht mit mir!”
Oben angekommen viel uns die Kinnlade runter, weil die Heerschaaren an Menschen sich anscheinend exponentiell vermehren zu schienen. Es war kaum ein Durchkommen auf der Mauer. Reni hat uns dann dank ihrer Leder besohlten FlipFlop Fussbeschlag Wahl noch weiter verlangsamt, da sie kaum laufen konnte auf den glatten Steinen… armes Reni. Ich hab ihr angeboten sie zu Tragen…^^

Dann waren wir also oben. Doch mein Dad und ich wollten weiter. Wir haben uns dann schliesslich von der Frauenfraktion getrennt, welche in Ruhe nur wieder hinunter wollte und sind zu zweit zu Fuss weiter. Kurze Zeit spaeter sind wir an eine Ecke gekommen wo wir duch eine kleine Tuer mussten um auf den naechsten Abschnitt der Mauer zu kommen. Brutal!
Tausende Chiensen die versuchen in beide Richtungen durch einen 1m breiten Tuerspalt zu kommen.
Genial! Mein Dad konnte vor Lachen nicht mehr und musste so oft mit dem Kopf schuetteln… Danach ging es noch ein Stueck hinauf bis zum Reisegruppen Endpunkt. Hier haben 90% der Leute wieder umgedreht um zur Seilbahn und der Bergbahn zurueck zu kommen. Es ist generell Lustig, da die Leute in Bussen hierher geschifft werden, kurz aufsteigen und dann schnell wieder runter wollen.
Wir haben uns auf unkonventionelle Weise fuer den Individuellen Abstieg entschieden und sind allein weiter. Ploetzlich war die Mauer leer, das Wetter besser und die Aussicht und Atmosphaere um laengen besser. Hier konnten wir Maenner mit unseren Geraeten (auch wenn meins groesser war) uns richtig austoben und schicke Fotos machen. So nervig BaDaLing auch ist, sehenswert ist es trotzdem.



So sind wir wie ich vorher kurz ueberschlagen habe und die Maedchen mit Vogelzeit abgewunken haben nach nicht mal 45min unten angekommen und konnten unsere Frauen wieder in Empfang nehmen, welche es uns immernoch nicht glauben, dass wir zu Fuss runter sind.
Am Bus ereignete sich dann das Drama. Alle 15min ein Bus, tausende Menschen die rein wollen und nur 4 Deutsche, die wissen wie man Schlange steht. Wir waren zum Glueck puenktlich da, sind in den 2. Bus und weg. Meine Eltern sind am lezten Tag nochmal zur Mauer und da ist die Situation angeblich eskaliert, dass sich die Leute in einem Tropfen vor den Bus gesammelt, sich geschlagen und die kleinen Kinder ueberrant haben um in den Bus zu kommen… aber heute vorerst kein Drama bei unserer Rueckfahrt. 4 hochgewachsene Deutsche kommen noch ueberall rein…^^
Wir sind dann nach der Ankunft mit dem Bus am DeShengMen schon im Zentrum gewesen und Steffis integrietes Navi hat uns dann von dort zu Fuss zum HouHai Park gefuerht. Zwischenstopp mit HotPot Mann inklusive, auch wenn Reni als Vegetarier und meine Eltern nicht so wirklich davon begesitert waren. Lag wahrscheinlich daran, dass es hier kein 免费 啤酒(Freibier)gab.
Im Houhai gab es dann aber Cocktails und am Ende sogar noch eine Bootstour. Ich habe meinen Eltern davon erzaehlt wie es sogar hier auf dem See Verkehrschaos gibts und somit haben wir uns das diesmal aus erster Hand angeschaut. Nur waren wir soo deppert und haben uns fuer ein Tretboot entschieden anstatt den Euro mehr fuer ein elektrisches zu bezahlen. Die Frauen haben promt gestreikt
, weswegen Vati und ich dann das Boot die naechste Stunde per Manneskraft ueber den See befoerdern durften.
Sagen wir mal so,… das machen wir nicht nochmal. Wir sind aber an der kleinen Bruecke angekommen und durften den Verkehrschaos-Segen live miterleben sodass mein Dad vor Lachen schon gar nicht mehr konnte. Manchmal ist es einfach nicht zu fassen. Das Simple Prinzip, von „jetzt fahrt ihr, danach ich“ oder umgedreht scheint hier nicht zu funktionieren… Tunnelblick und durch. Auf der Rueckfahrt nachdem wir den anderen Teils des Sees begutachtet haben dann das gleiche Phaenomen.
Stark! Wie schwer es ist ein Boot hier durch zu maneuvrieren erkennt man an meinem angespannten Gesichtsausdruck…
Hier bemueht sich Reni nochmal um die Gunster der Alten… ob sie damit Erfolg hat?