Nov 22 2009

Viel ist nicht passiert…

Soooo… nach 5 Wochen Reisen, Besuch empfangen und Fotos machen war es soweit das der Ernst des Lebens Steffi wieder einholt. Mit dem Visa Problem hat sich ja schon mal eine kleine Situation herauskristallisiert und mir wurde bewusst, dass es leider nicht immer so lustig und locker weitergehen kann wie das ganze Semester zuvor an sich verlief.

Hauptziel in diesen kommenden Tagen war: Praktikum finden! Ja, es ist schon Mitte August und Stefan hat immernoch kein Praktikum. Hinzu kommt das er sich noch vollzeit um Reni kuemmern darf…^^ Was ich natuerlich sehr gern mache. Damit sieht unser Tagesablauf fuer die kommenden 2 Wochen allerding folgendermassen aus. Steffi steht gegen 8 auf, greift seinen Rechner und verlaesst das Zimmer um sich in der Wohnstube breit zu machen und nach Praktikas zu suchen, Bewerbungen zu verschicken und Nachrichten zu lesen(daddeln). Gegen 11 oder auch spaeter wacht dann das Reni auf und meckert warum ich sie nicht geweckt habe (was man nie machen sollte, da sie dann den ganzen Tag rumzickt). Danach gehen wir fein Mittag essen und muessen danach erstmal wieder Mittagsschlaf machen. Bei fast 40Grad im Schatten kann man ja eh nichts machen…

Wir waren noch viel unterwegs, feiern, gut essen, aber haben an sich mehr die wenige Zeit miteinander genossen anstatt gross zu verreisen. Dank den etwas hoeeren Kosten fuer das Visum waren meine Geldreserven eh etwas begrenzt.

Aber auch 2 Wochen gehen dann doch zu schnell rum. Steffi hat es dann zwischendurch noch mit viel Glueck und einem guten Interview geschafft innerhalb weniger Stunden einen Unterschriebenen Praktikumsvertrag vor sich liegen zu haben, aber trotzdem kam dann irgendwann der Moment an dem mein Reni mich wieder verlassen musste und das Steffi wieder ganz auf sich allein gestellt war. Der Flug war schon gebucht und neben Reni musste ich mich auch schon von Beijing verabschieden. Keine 5 Tage nachdem Reni mich wieder allein hat am Flughafen stehen lassen kam ich mit meinem Hab und Gut grad wieder zurueck zu eben jenem Ort um selbst in eine Maschine zu steigen. Ziel: Shanghai!

Ja, wie im Vorfeld meiner China Reise geplant, war das Ziel in Beijing zu studieren, dann den Westen und Sueden im Sommer zu erkunden, danach nach Shanghai um Praktikum zu machen und in der Freizeit die Ostkueste Chinas genauer zu erkunden. So sollte es dann auch kommen und klein Steffi stand mit Koffer (37kg), Tasche(13kg) und seinem Rucksack in Shanghai und musste bei mehr als 40Grad und gefuehlten 5000% Luftfeuchtigkeit seinen Weg in der neuen, grossen Stadt finden.

Mein Ziel war es, da mein Praktikum Montag beginnt, doch schon diesen Freitag hier anzukommen, schnell irgendwo Unterschlupf zu finden um dann noch fix im Buero vorbeizuschauen udn mich vorzustellen.

Dank Verspaetung vom Flug und 2h Stau auf dem Weg vom Flughafen habe ich es dann doch noch kurz vor 5 in stroemenden Regen ins Buero geschafft und konnte mich in meinem frisch geschneiderten Anzug persoenlich Vorstellen. Sacknass!

Den restlichen Tag habe ich weiter mit Wohnungssuche verbracht. Samstag bin ich auch quer durch die Stadt gefahren und habe mir Wohnungen angeschaut, nur um dann wie immer festzustellen, dass ich eh immer das erste Angebot nehme. Dort habe ich mich anscheinend bei der Flut an Bewerbern auch nicht allzu doof angestellt und durfte dann Sonntag Mittag direkt einziehen. Sonntag Abend war es dann so weit. Steffi ist offiziell in Shanghai angekommen. Wohnung gefunden, Zimmer eingerichtet und erste Bilder geschossen…

Mittlerweile sind schon ueber 2 Monate rum und ich bin jetzt schon irgendwie traurig, weil das Praktikum leider viel zu schnell vorbei geht. In der Hektik der Stadt, dem langen Fahrtweg und dem angenehmen Arbeitsumfeld vergisst man schnell die Zeit, was einen Rythmus nach sich zieht, welcher zur Folge hat, dass die Zeit foermlich verfliegt.

Die komplette Stadt und Umfeld Erkundung hebe ich mir fuer die 2 Wochen Urlaub auf, wenn mein Reni nach Wiehnachten zu Besuch kommt. Abgesehen von etwas Abends weggehen, einkaufen und 2 kleinen Stadttouren habe ich noch nicht viele Versuche unternommen mich mit der Stadt anzufreunden. Ich BIN halt einfach Beijing! Nichtsdestotrotz hier ein paar Eindrueck von dem Shanghai, welches ich in den letzten 11 Wochen kennenlernen durfte…

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Blick aus meinem Zimmer.

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ruhiger Flecken im Nirgendwo… hatte mich verlaufen!

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Blick von der HuaiHaiZhongLu hinauf auf mein Office Gebaeude.

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Und der Blick von Oben. Kein Wunder, dass ich immer so lang im Buero bleib.

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Nen Sonnenuntergang darf auch nicht fehlen.

Das wars vorerst auch schon. Immerhin bin ich jetzt mit nachschreiben fertig und kann mich mal wieder aktuellen Themen widmen die mir auf der Zunge brennen. So far


Nov 10 2009

BeiHai, HouHai… Frankfurt a.M.

Eine Sache gibt es. Eine Sache gibt es, die Reni und ich das letzte Mal noch nicht besucht haben. Einen Park, den ich bis jetzt auch noch nicht gesehen habe. Der BeiHai Park. Wirklich fuer noetig befunden habe ich es nicht. Fotos davon gibt es ueberall. Von dem Turm im Park noerdlich der verbotenen Stadt hat man ne riesen Aussicht ueber den BeiHai Park (und dort war ich schon 5 mal),… also von daher hab ich bis jetzt noch nie den Grund gesehen wirklich mal da rein zu gehen. Abgesehen davon, dass ich ca. 30 verschiedene Parks dieses Jahr in China angeschaut hab. Aber heut war es dann nach langer Zeit so weit. 20 Minuten im Taxi das heisse Wetter genossen und schon konnte die naechste Erkundungstour beginnen.

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Hier sollte dann auch mal ein ernstes und schoenes gestelltes Foto von Reni und mir entstehen… aber lassen wir das lieber. Links und rechts gehen die leute aus dem Weg nur um am Ende doch komplett im Bild zu landen…^^ Meine Mom und die Technik… ob das noch was wird… geben wir die Kamera halt mal an Reni weiter und bitten sie mal von uns 3en ein Foto zu machen. Mama, Papa und der Steffi. Mal schauen ob das besser wird. Fazit: Wir sind alle 3 Trottel… schauen wir uns mal an wie Fotos machen mit Kriegis aussieht.

Stufe 1: Niemand schaut in die Kamera. Warum auch? Ist ja nicht so, dass wir Reni gebeten haben ein Foto von uns zu machen.
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Stufe 2: Gut gelaunt schaut Steffi in die Kamera… der Rest verballert es wieder. Ja Vati, der Bauch ist erkennbar.
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Stufe 3: Gerd mit ernstem Blick, Mutti lacht ihn aus, Steffi muss auch anfangen mit lachen. Mama ist stolz auf ihre beiden Maenner.
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Stufe 4: Wo eh alle lachen setzt Steffi noch einen drauf, Chrisi und Ged rollen mit den Augen. Poetzlich bin ich wieder so “kindisch”
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Stufe 5: Bei Gerd und Chrisi hat die Konzentration schon wieder nachgelassen. Steffi kann vor Lachen nicht mehr und bittet Reni Pause zu machen.
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Stufe 6: Das Finale. Stefan mit ernster deutscher Miene gekonnt an der Kamera vorbeigeschaut, waehrend Chrisi und Gerd sich anstrengen nicht in die Kamera zu lachen.
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Voila! So einfach kann es sein ein wunderschoenes Famielienfoto zu schiessen.

Ach es war ein schoender Tag! Doch er sollte noch schoener werden. Nach den Strapazen des letzten Abends und unserem dadurch erhaltenen Wissensvorsprung wussten wird heute was zu tun is. Wir gingen zum Schalter und mieteten ein Elektroboot. Da die Frauen nicht Strampeln wollten, durften sie dafuer heut auch nicht am Elektroboot ans Steuer. Ist eh ein Maennerspielzeug! So sehr das klein Steffi schon mal zum Capitain wird…img_3172 Cool ist was anderes…*hust*

Naja wir haben dann eine riesen Runde um den See gemacht und jeden Fleck abgedeckt. Haben uns wie wild ueber die Leute lustig gemacht, die ein Treboot genommen haben und haben die Zeit auf dem Wasser genoessen. Am Ende haben wir uns dann noch ein Rennen mit einem Mann und seinen 2 kleinen Soehnen gelifert die das Boot von uns verfolgt im ZickZack ueber den See befoerdert haben. Danach ging es fuer uns auch wieder an Land um weiter zu dem eigentlichen Tempel im Zentrum des Parks zu gehen. Nach etwas Bergsteigen (ja die Mama hat schon wieder geflucht) waren wir dann oben und konnten das bisschen Aussicht geniessen. Die eigentliche Belohnung war aber eine kleine Briese. Denn heut war es schwuel bei fast 40Grad… was zu Schweissflecken gefuehrt hat an Stellen, von denen man dachte da schwitzt man gar nicht. Daher Briese = Belohnung. Aber nicht nur das, hier oben gab es auch fuer mein Reni etwas Spielzeug (der anderen Art)…img_3196

Ja mein kleiner Trottel hat ueberall Spass… Danach ging es auf der anderen Seite auch gleich wieder die Treppen runter und Richtung Nahrung und Einkaufen aus dem Park heraus. Zum Ende hier nochmal ein normaler SightSeeing Schnappschuss, damit die Qualitaet des Reisebeitrags gewahrt wird.
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Wir sind wie immer shoppen und spaeter in den HouHai Park Coktails trinken. Das war unsere normaler Tagesablauf der letzten Woche gewesen. Leider hoert unsere gemeinsame Reise hier auch schon auf, da es bereits der vorletzte Tag meiner Eltern war. Am naechsten Morgen standen sie schon mit Koffern bei mir vor der Tuer, frueh genug, damit wir bei Bombenwetter alle nochmal zur Mauer koennen bevor der Flieger geht. Da Steffis Visum aber leider 2 Tage spaeter abgelaufen war und sich eine Moeglichkeit an dem Nachmittag ergeben hat musste ich meine Eltern in ein Taxi setzten und sie allein ziehen lassen. Ich muss erhlich zugeben dass ich bei dem Wetter sehr gern zum 6. Mal auf die Mauer geklettert waer. Leider aber gab es fuer mich nur Formulare und etwas Stress mit den lokalen Behoerden… Die Visumsache war noch nicht vom Tisch, aber grob geklaert.

Dann aber mussten wir uns von Gerdi und Chrissi verabschieden. Ein bisschen traurig war ich ja schon. Wir 4 haben echt viel Spass gehabt. Steffi hat endlich mal ordentlich gegessen, mal ein paar neue Klamotten bekommen und statt sich zu quaelen mal ne Seilbahn benutzt. So viele Dinge, die er allein nie geschafft haette.

Danke, dass ihr da wart! Steffi hat euch lieb.


Nov 6 2009

Stau an unmoeglichen Plaetzen…

Als naechstes stand fuer meine Eltern das normale High Light einer jeden Beijing Reise an. Die Mauer. Fuer mich sollte es der 4. Mauerbesuch des Jahres werden. Immerhin halten die Busse relativ wahllos in der Gegend an, wodurch wir zwar wieder in BaDaLing gelandet sind, aber wieder an einer komplett anderen Stelle als zuvor mit Reni oder mit meinem Bruder. Was dort in den Taelern an Touristenstadt heraufgezogen wird ist gigantisch. Riesige Haeuserparks fuer Shops, Restaurants, Hotels und andere Freizeitanlagen Links und Rechts der Mauer werden diese Gebiet in wenigen Jahren zum absoluten Mauerpark werden lassen. Spaetestens dann werd ich wieder nach MuTianYu fahren, wo es noch etwas ruhiger ist.

Die Bus Anreise verlief ganz gut. Diesmal durften wir auch mit dem teureren, klimatisierten Bus mit, in welchen man uns bei der Tour mit meinem Bruder nicht lassen wollte, aus welchem Grund auch immer.

Angekommen mussten wir feststellen, dass erstens mein Dad riesig ist und zweitens viel zu viele Menschen hier waren. Heerschaaren an Menschen schienen sich hier, obwohl mitten in der Woche vor dem Aufsstieg der Mauer zu sammeln.

An der naechsten Station angekommen wollte wir loslaufen, nur haben die Maedels uns Maennern den Vogel gezeigt und gemeint das wir da definitiv nicht rauf laufen werden, so lang die Bahn direkt vor uns ist. Also mussten wir 2 Maenner uns geschlagen geben und mit den Massen die kleine Bergbahn nach oben nehmen. Also wird wohl doch nichts aus der Natur und der Mauer ohne Touristen. Nur der Mann, seine Fuesse, die Mauer und ein Fotoapparat… dann halt nicht.
img_3040Reni sagt “NEIN!, nicht mit mir!”

Oben angekommen viel uns die Kinnlade runter, weil die Heerschaaren an Menschen sich anscheinend exponentiell vermehren zu schienen. Es war kaum ein Durchkommen auf der Mauer. Reni hat uns dann dank ihrer Leder besohlten FlipFlop Fussbeschlag Wahl noch weiter verlangsamt, da sie kaum laufen konnte auf den glatten Steinen… armes Reni. Ich hab ihr angeboten sie zu Tragen…^^
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Dann waren wir also oben. Doch mein Dad und ich wollten weiter. Wir haben uns dann schliesslich von der Frauenfraktion getrennt, welche in Ruhe nur wieder hinunter wollte und sind zu zweit zu Fuss weiter. Kurze Zeit spaeter sind wir an eine Ecke gekommen wo wir duch eine kleine Tuer mussten um auf den naechsten Abschnitt der Mauer zu kommen. Brutal!img_3056 Tausende Chiensen die versuchen in beide Richtungen durch einen 1m breiten Tuerspalt zu kommen. img_3058Genial! Mein Dad konnte vor Lachen nicht mehr und musste so oft mit dem Kopf schuetteln… Danach ging es noch ein Stueck hinauf bis zum Reisegruppen Endpunkt. Hier haben 90% der Leute wieder umgedreht um zur Seilbahn und der Bergbahn zurueck zu kommen. Es ist generell Lustig, da die Leute in Bussen hierher geschifft werden, kurz aufsteigen und dann schnell wieder runter wollen.

Wir haben uns auf unkonventionelle Weise fuer den Individuellen Abstieg entschieden und sind allein weiter. Ploetzlich war die Mauer leer, das Wetter besser und die Aussicht und Atmosphaere um laengen besser. Hier konnten wir Maenner mit unseren Geraeten (auch wenn meins groesser war) uns richtig austoben und schicke Fotos machen. So nervig BaDaLing auch ist, sehenswert ist es trotzdem.
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So sind wir wie ich vorher kurz ueberschlagen habe und die Maedchen mit Vogelzeit abgewunken haben nach nicht mal 45min unten angekommen und konnten unsere Frauen wieder in Empfang nehmen, welche es uns immernoch nicht glauben, dass wir zu Fuss runter sind.

Am Bus ereignete sich dann das Drama. Alle 15min ein Bus, tausende Menschen die rein wollen und nur 4 Deutsche, die wissen wie man Schlange steht. Wir waren zum Glueck puenktlich da, sind in den 2. Bus und weg. Meine Eltern sind am lezten Tag nochmal zur Mauer und da ist die Situation angeblich eskaliert, dass sich die Leute in einem Tropfen vor den Bus gesammelt, sich geschlagen und die kleinen Kinder ueberrant haben um in den Bus zu kommen… aber heute vorerst kein Drama bei unserer Rueckfahrt. 4 hochgewachsene Deutsche kommen noch ueberall rein…^^

Wir sind dann nach der Ankunft mit dem Bus am DeShengMen schon im Zentrum gewesen und Steffis integrietes Navi hat uns dann von dort zu Fuss zum HouHai Park gefuerht. Zwischenstopp mit HotPot Mann inklusive, auch wenn Reni als Vegetarier und meine Eltern nicht so wirklich davon begesitert waren. Lag wahrscheinlich daran, dass es hier kein 免费 啤酒(Freibier)gab.

Im Houhai gab es dann aber Cocktails und am Ende sogar noch eine Bootstour. Ich habe meinen Eltern davon erzaehlt wie es sogar hier auf dem See Verkehrschaos gibts und somit haben wir uns das diesmal aus erster Hand angeschaut. Nur waren wir soo deppert und haben uns fuer ein Tretboot entschieden anstatt den Euro mehr fuer ein elektrisches zu bezahlen. Die Frauen haben promt gestreiktimg_3138, weswegen Vati und ich dann das Boot die naechste Stunde per Manneskraft ueber den See befoerdern durften. img_31081Sagen wir mal so,… das machen wir nicht nochmal. Wir sind aber an der kleinen Bruecke angekommen und durften den Verkehrschaos-Segen live miterleben sodass mein Dad vor Lachen schon gar nicht mehr konnte. Manchmal ist es einfach nicht zu fassen. Das Simple Prinzip, von „jetzt fahrt ihr, danach ich“ oder umgedreht scheint hier nicht zu funktionieren… Tunnelblick und durch. Auf der Rueckfahrt nachdem wir den anderen Teils des Sees begutachtet haben dann das gleiche Phaenomen.img_3132 Stark! Wie schwer es ist ein Boot hier durch zu maneuvrieren erkennt man an meinem angespannten Gesichtsausdruck…img_3130

Hier bemueht sich Reni nochmal um die Gunster der Alten… ob sie damit Erfolg hat?img_3135


Nov 4 2009

Es nimmt kein Ende… Der Xiangshan und das Lama

Wir sind grad mal gute anderthalb Jahre zusammen und mussten schon mehr als eines davon getrennt leben… doch jetzt war es wieder so weit und Reni ist 3 Monate nach ihrem ersten Besuch wieder in China eingefallen. Nachdem das im Vorfeld bekannt wurde, haben sich noch andere Staatsbesuche angekuendigt, sind Stars und Sternchen eingeflogen, man hat Strassen sperren lassen und den roten Teppich ausgerollt.

Doch voellig fertig wie sie war hat sie das nach dem langen Flug gar nicht wahr genommen. So standen wir nun schon zum 2. mal freudig am Flughafen. Ich war auch recht fertig, da es morgens um 9 war, was an sich Sperrstunde fuer einen Samstg ist. Aber was tut man nicht alles fuer ein Reni…

Wie immer wenn ich am Wochenende frueh raus muss komme ich zu spaet. So auch in diesem Fall, als ich wieder gut und gern eine halbe Stunde zu spaet am Flughafen war. Aber aus Erfahrung und nach mittlerweile 3 Besuchen kann ich sicher feststellen, das sogar eine Stunde im Normalfall angebracht ist, da dank Customs und anderen Sachen immer gut Zeit ist, bis der Besuch dann wirklich mal aus dem Terminal raus kommt.

Reni ist dann aber irgendwann doch aus dem Terminal rausgekommen und somit war unsere Gruppe dann komplett und die Erkundung Beijings konnte da weiter gehen wo wir ein paar Monate vorer aufhoeren mussten.
An dem Samstag haben wir ausser,.. naja wir haben nix weiter gemacht. Zum Abendessen haben wir uns mit meinen Eltern getroffen und Reni durfte nach 3 Monaten mal wieder richtiges chinesisches Essen zu sich nehmen. Ich wohn ja mittlerweile in Shanghai und muss sagen, dass mir das richtige chinesische Essen auch fehlt…^^

Als Erstes, frueh am Sonntag morgen stand Renis und meine Lieblingsattraktion auf dem Plan. Mit dem Linienbus zum XiangShan. Etwas Kultur und wunderschoene Aussichten. Was koennte man mehr von einem Tag verlangen. Da wir heute finanziell besser bewaffnet waren haben wir uns diemal fuer die Seilbahn entschieden und es auch bis ganz nach oben geschafft, da wir bei dem letzen Aufstieg im Mai, dank der spaeten Zeit schon in der Mitte abbrechen mussten.

Die Aussicht war leicht vom Inhalt der Luft getruebt, aber trotzdem sehenswert. Auch wenn mir der Aufstieg vom Mai noch in den Beinen steckte muss ich zugeben das ein 60 minuetiger Abstieg auf Treppen nicht grad wesentlich einfacher ist. Aber vorbei an allen Sehenswuerdigkeiten haben wir es dann mit schlotternden Knien bei gut 30°C wieder runter geschafft. Ich sage mal so viel… die Frauen nehmen das naechste Mal die Bahn wieder runter… img_2891 img_2938
Hier haben wir auch die ganze Fraktion… die Frauen vor dem Abstiegt und der Gerd beim Abstieg…

Danach haben wir uns diesmal fuer ein Taxi zurueck entschieden. Ich muss zugeben dass ich mich bei der Distanz etwas verschaetzt habe. 45min mit dem Bus kann man in 10min und fuer 2 Euro auch mit dem Taxi schaffen. Dafuer verpasst man die Enge, den Geruch und die ganze Erfahrung vom Bus…

Damit war Tag 1 auch schon geschafft. Wir sind dann noch auf den Silk Market etwas einkaufen und Abendessen bevor es in die Heia ging um sich auf den naechsten Tag vorzubereiten.

Reni ich und haben ja am bei ihrer ersten Beijing Bereisung leider den Eintritt in den Lama Tempel verpasst, bevor wir uns fuer 12km in der Stadt absichtlich verlaufen haben. Heute sollte der grosse Moment komme, da sie sich diesen Tempel noch anschauen darf. img_2979Steffi ist dabei, Reni auchimg_2993

Sichtlich eingeschuechter von der schieren Groesse meines Geraets,… aaaeh meiner Kamera, hat mein Dad das Fotos machen wieder an mich abgegeben. Somit sind hier endlich mal wieder ein paar Quality Fotos entstanden… (nicht sauer sein Vati)img_2961

Damit auch alle was zu spielen haben bekommt die Mama hier einen Faecher und das Gerd ne neue Muetze…img_3009

Da wir schon in der Gegend waren sind wir einfach immer Steffi hinterher. Der hat uns vom Lamatempel ueber den Bell Tower/Drum Tower, dem kleinen HuTong in der Naehe weiter Richtung HouHai gelotst. Unterwegs gab es noch ein verspaetetes Mittagessen, was enorm gut war. Bevor wir dann irgendwann auch zu Fuss am HouHai angekommen sind. Nachdem wir etwas gelaufen sind haben wir uns fuer eine Bar entschieden und uns jeder 3 Cocktails reingepfiffen,… natuerlich haben wir uns dabei gemuetlich Zeit gelassen. Aber dieses Cocktail trinken wurde in den folgenden Tagen eine Art Ritual, da es uns immer wieder in den HouHai Park verschlagen hat.img_3037img_3039 Hier haben wir uns auch gedacht wie nett es doch waer mal mit nem Boot hier durch die Gegend zu fahren.

Aber das und viele andere Dinge sollten uns dann am naechsten Tag erwarten.