Ab in den Sueden… Guilin!
Nach 27h Fahrt, bzw 27h reinem Ekel haben wir es nun ins kleine Staedchen Guilin geschafft. Kleines Staedchen heisst hier rund 1,3Mio Einwohner. Was nach deutschem Massstab relativ viel ist, aber hier auch fuer Mar und Kelly erkennbar klein ist, vor allem wenn man aus Beijing kommt.
Angekommen, abgekaerchert und wieder gut gelaunt mussten wir feststellen, dass es hier in der Gegend doch schon etwas anders ist, als noch in Chengdu oder Xi’An. Die Luftfeuchtigkeit ist noch weiter gestiegen, Temperaturen weit ueber 30 Grad, auch wenn es schon um 5 ist und die Menschen nehmen auch langsam andere Zuege an. Wir naehern uns ja hiermit schon fast der vitnamesischen Grenze und meiner persoenlich Meinung nach muss ich sagen, dass die Frauen zum Beispiel, umso weiter suedlich wir gekommen sind, auch um einiges schoener geworden sind. Nur am Rande. Natuerlich nicht so schoen wie mein Reni…^^
Wir haben uns also erstmal zu Fuss auf den Weg gemacht umd die Gegend wie immer zu erkunden und etwas Essbares zu finden. Nicht allzu weit entfernt haben wir auch etwas gefunden. Wir konnten uns ewig nicht entscheiden, da wir alle 3 relativ spezielle Geschmaecker haben (Mar ist gern nicht scharf und Fleisch nur wenns nicht nach Tier aussieht, Kelly ist Vegetarier und ich will nur Fleisch), was die Nahrungssuche nie einfach gemacht hat. Letztendlich sind wir in einen Laden vor welchem Toepfe mit vielen Fischen stande, was hier ueblich war. Demnach habe ich auch mal nen frischen Fisch bestellt, dann gabs noch Tofu und irgendwas mit Schwein. Also fuer jeden was. Irgendwie war das aber der erste Teller in 6 Monaten China, der irgendwie nicht geschmeckt hat, weswegen wir dann alle noch leicht hungrig nach draussen sind. Sind wir halt erstmal hungrig weiter gelaufen…
Gleich neben dem Restaurant war eine Bruecke die ueber einen der vielen Flussarme und Kanaele der Stadt fuehrte. Als wir auf der Bruecke standen haben wir nicht allzu weit entfernt viele Leute am Wasser stehen sehen, auch viele die durch das Wasser gelaufen sind. Also sind wir ab und haben uns das mal aus der Naehe angeschaut. Da war doch tatsaechlich eine sehr seichte, ueberaus glitschige und stromstarke Stelle des Flusses, welche man ueberqueren konnte. Viele Chinesen schienen es aus Spass hin und zurueck zu laufen, waehrend die Touristen versuchte lediglich trocken und nicht allzu tolpatschig rueber zu kommen. Es war wirklich glitschig. Wir haben uns der Menge angeschloss und uns aufgemacht den Fluss zu ueberqueren. Allen voran Mar, der sehr gute Ballance bewies.
Dazu muss man sagen das Mar der Aufmerksame von uns 3en war. Er hat sich von den Profis abgeschaut wie man es richtig macht. Um am besten die Glitschigkeit der leicht bemoosten Steinchen im Wasser auszugleich muss man einfach seine guten Wandersandalen anlassen. Steffi der bereits vorgegangen war um als Erster anzukommen wollte natuerlich seine Scheuhchen nicht im Fischwasser nass machen und is Barfuss voraus. Und so kam es wie es kommen musste. Nur durch ueberaus geschicktes und akrobatisches Reaktionsvermoegen habe ich es geschafft die 3 dabeigehabten elektronischen Geraete trocken zu halten, aber gleichzeitig gekonnt den Rest nass zu bekommen.
Bei diesem Anblick bekommt der Begriff “nasser Sack” doch endlich mal ne Bedeutung.
Also ab da war fuer mich der Abend natuerlich gelaufen. Wir sind aber trotzdem weiter. Immer am Rand des Flusses lang ging es dann irgendwann auch wieder hoch auf die Strasse, der wir dann weiter folgten.weiter entfernt konnten wir einen beleuchteten Berg sehen, der recht imposant anzuschauen war. Allgemein war die Stadt gut beleuchtet und relativ bunt. Nicht nur hell sonder vielseitig hell. Echt schoen anzuschauen. Wir haben uns alle recht wohl gefuehlt auf Anhieb. Nach etwas Wandern sind wir dann im Zentrum der Stadt an einem See gelandet im welchen 2 nicht zu uebersehende Pagoden standen. Eine golden, welche bekanntlich der groesste aus reinem Kupfer gebaute Turm der Welt ist. Wenn ich mich da nicht verlesen habe. Stark…
Schick ne? Und weils so schoen ist das ganze auch nochmal in schwarz weiss…
…
Wirklich schoen, der Park. Wir sind dann eine Runde um den See gelaufen. Von da aus ging es weiter in die Promenaden Strasse. Alles natuerlich nicht absichtlich. Wir sind einfach immer weiter gelaufen. Viele kleine Staende und langsam mehr Kneipen und Restaurants. Kelly hat sich in weiser Vorraussicht einen Faecher zugelegt und Mar und ich haben am Rand gesessen und Sie in ruh einkaufen lassen. Nachdem wir lange keine mehr gesehen haben, sind uns die Menge an Auslaendern hier aufgefallen. Viele westliche Bars, Clubs und Restaurants. Nur war uns 3en nicht nach Party, also sind wir weiter. Um 7 wird naemlich im Zentrum eine Strasse gesperrt und man findet dann einen kilometerlangen Nachtmarkt vor. Auf dem wird leider nur der uebliche Ramsch verkauft wird, was aber trotzdem in dieser Groessenordnung relativ interessant anzuschauen war. Danach gabs das wirkliche Abendessen, 3 Bigmac Menues und eins extra fuer Mar. Burger fuer uns Fritten fuer Kelly. Alle waren gluecklich und somit konnten wir nach 4h Fussmarsch auch Tag 1 in Guilin gute Nacht sagen. Schoene Stadt.
Tag 2 sollte und ist auch der Tag schlechthin geworden. Der schoensten Aussicht sollten wir heut begegnen. Der einzige Grund warum Mario nach China gekommen ist und ich so weit in den Sueden gefahren bin… Ich mach es kurz. Wir sind frueh zum Bus, haben einen Menschen gefunden der uns dahin bringen wollte, sind mit ihm mit, standen 20min an einer Strasse rum, sind dann dort in einen anderen Bus, sind 1h gefahren, bis mitten in die Pampa, dort wurden wir rausgeworfen im Nichts, sind dann mit 2 Chinesinnen in ein privates taxi und weiter zum Ziel. Zwischenhalt haben wir gemacht (Verkaufstour) sind aber dann schnell weiter. Angekommen, Ticket gekauft, weiter gefahren. Taxi hat uns am Berg abgeliefert, wir sind gelaufen und nun sind wir oben angekommen. So… haben wir die Hinfahrt auch wenn viel mehr passiert ist hier mal Kurz gefasst. Un nun seht selbst wo wir angekommen sind…





Eigentlich brauch ich hier nicht viel zu erzaehlen. Schaut euch einfach dieses Letzte Bild an und denkt euch euren Teil. Man kann es leider nicht beschreiben. Man kennt es aus Dokus oder anderen Filmen, Fotos und Zeitschriften, aber richtig greifen kann man dieses Konzept von tausend Hektar Reisfeld auf ueber 1000m Hoehe am Berg nicht, wenn man es nicht direkt selbst sieht. Atemberaubend!
Mit diesen Eindruecken haben wir uns nach dem Abstieg, auf welcher wir uns uebrigens auch Verbrennungen 5. Grades zugezoegen haben, weil sich am Mittag die Sonne doch dazu entschieden hat rauszukommen, wieder auf dem Rueckweg gemacht. Es war ein langer Tag, viel Fahrt, viel Laufen aber puenktlich zum Abendesen sind wir wieder da gewesen, sind nochmal in die Stadt, waren aber dann eher froh nichts mehr machen zu muessen und sind ins Bett gefallen.
Tag 3 sollte es ja weiter nach Yangshuo gehen, doch wie immer war die Fahrt fuer uns erst gegen Abnds, da dann die letzten Busse dahin fuhren. Bis dahin wollten wir aber auch nochwas Unternehmen. Da in Yangshuo ja Radtouren fuer uns anstanden, haben wir hier gleich den Haertetest gemacht und uns in der Herberge Fahrraeder ausgeliehen um zu dem Volkspark etwas Ausserhalb zu fahren und dort die Grotte zu besuchen. Haben wir auch promt gemacht und keine 10min spaeter sass ich nach einer Ewigkeit mal wieder auf dem Fahrrad. Der Sonnenbrand machte Mar und mir aber noch gut zu schaffen. Weswegen wir uns beeilten zum Park zu kommen. Beweisfotos vom Fahrradfahren habe ich leider keine fuer diesen Tag, aber hier koennt ihr mal sehen wie es in der Grotte aussah. Welche eine der vielen Attraktionen in China war, die ich als “natuerlich” in Frage stellen wuerde. Ich bin der Meinung die Grotte war vor 20 Jahren noch nicht da. Die habens bestimmt gemacht! Aber ich stell eh viel zu viel in Frage anstatt einfach mal was hinzunehmen und etwas zu geniessen. Die gleiche Diskussion hatten wir am Tag vorher auf den Reisfeldterrassen auch. Da habe ich auch so meine Bedenken, ob das wirklich so gewollt ist. Aber sprecht mich da mal persoenlich an. Der Text ist eh schon lang genug. Die Grotte war aber nicht minder schoen anzusehen. Bunte Lichter haben in der Dunkelheit Interesse geweckt. Leider mussten wir mit der Gruppe rein, der Fuehrerin folgen und dem Licht hinterher. Hat auch gut eine Stunde gedauert. 
Gefallen hats, zu sehen gabs noch viel mehr, aber leider fehlte die Zeit. Aber mit Yangshuo kommt auch noch ein guter Brocken an Fotos, denn dort gab es landschaftlich wirklich was zu sehen. Aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen wieder aufs Bike zu steigen, welches wir fuer 50cent haben bewachen lassen, um schnell wieder zurueck Richtung Herberge und Bus zu kommen. Der erste Test mit dem Fahrrad ist solide gelaufen, mal gucken was uns morgen erwartet…