Jan 3 2010

Reni in Shanghai… Pimp den Stefan… Aussichten.

Seit dem Reni und ich uns kennen sind wir ja an sich mehr oder weniger unzertrennlich, wenn man da mal Praktika und Auslandsjahre aussen vor laesst. Erkennen laesst es sich vor allem daran, dass mein Reni nun schon das 3. mal in 10einhalb Monaten nach China gekommen ist und im Endeffekt mehr als 6 Wochen in China verbracht hat in 2009. Aber das beste an dem Ganzen ist, dass Reni den Stefan immer so genommen hat wie er war. Vom ersten Date in fetten Schuhen und noch fetteren Hosen, mit Basecap und erkennbar ohne Stil. 2 Jahre lang hat Reni mich so hingenommen, doch hat sie immer im Hinterkopf ein Bild von mir, das leicht von der Realitaet abweichte. Erkennbar an dem Funkeln in ihren Augen, als Steffi seine massgeschneiderten Anzuege entgegen genommen hatte, bzw. Sie in voller Pracht am Flughafen in Arbeitskluft entgegengenommen hat. Gestern sollte das ganze dann noch einen Schritt weiter gehen. Angesetzt war ja shoppen und aus langeweile und weil Steffi eine kleine Finanzspritze aus Deutschland erhalten hat (Danke werte Grosseltern) hat Reni dann ihr wahres Weihnachtsgeschenk in Empfang genommen. Sie durfte Steffi nach belieben einkleiden.

Die Aktion “Pimp den Stefan” hat mehrere Stunden in Anspruch genommen und wurde von einigen Kaeufen fuer Sie selbst stetig unterbrochen. Nichtsdestotrotz war am Ende ein Outfit, ich betone ein Outfit (keine einfach Ansammlung wahlloser Klamotten aus dem Schrank) ausgewaehlt und Reni strahlt seit dem wie ein Honigkuchenpferd, was auch immer das ist.

Sagen wir mal so. Ich seh jetzt aus wie Borahm, nur groesser und weniger asiatisch… zumindest ist das Renis Bild von Stefan…img_37821 Leidet bitte mit mir. Anscheinend sind die fetten Jahre vorbei. Meine alten Schuhe sind hin, meine Hosen haben Loecher und mein Cap faellt beinah auseinander und aus irgendeinem Grund darf ich mir nix davon neu kaufen….! Ich habe Angst.

Heute waren wir nicht ganz so viel shoppen. Sind am HighTech Park in PuDong raus, waren spazieren, haben etwas geshoppt und viele Bilder gemacht. img_3784img_3786img_3819
Von hier ging es dann wieter Richtung Westen. Am Oriental Pearl Tower haben wir eine kurze Pause gemacht und Reni durfte sich von der Sauberkeit des hiesigen Fluses ueberzeugen… (was da fuer Sachen drin rum schwimmen…!)
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Nun sollte das HighLight folgen. Auf anraten von so ziemlich jedem Menschen der in Shanghai oefter was trinken geht sind Reni und ich mit der Bahn unter den Fluss, aus der Bahn, in ein Taxi und weiter zum Hyatt gefahren. Hier wartet im 32. Stock eine etwas andere Bar. Meiner Meinung nach ein Ort an dem Ausdruecke wie Lounge und Ambiente einst ihren Urpsrung gefunden haben koennten. Den Laden selbst kann man mit Worten kaum beschreiben, Weinflaschen und Faesser soweit das Auge reicht, verzweigte Gaenge aus warmem Holz und Stein (mit anderen Worten, ich habe Borahms zukuenftige Lieblingsbar gefunden), doch noch viel schwerer zu beschreiben waere in diesem Fall die Aussicht. Auch wenn es im Park Hyatt in PuDong noch eine Bar im 99. Stock! gibt, ist die Aussicht aus diesem hier in der ganzen Stadt mehr oder weniger einzigartig und laesst sich nur mit Bildern beschreiben.img_3850img_3851img_3853img_3854img_3861img_3863img_3864
So, nachdem ich mich mit Reni guter EOS 400D auf der Dachterasse augetobt habe, habe ich dann doch noch einmal in meine Hosentasche gegriffen um der Aussicht mit meinem guten K800i den finalen Stoss zu versetzten. Denn man kann sagen was man will, aber nix macht besser Schnappschusse als mein Handy.dsc00143 Hiermit habe ich auch gleich ein neues Hintergrundbild, zumindest so lang bis mir was besseres vor die Linse kommt.

So Far, Reni und Steffi


Jan 2 2010

Gesundes Neues…!

Ich kanns nicht oft genug betonen, aber dieses Jahr ging so schnell vorbei. Ich frage mich ernsthaft wo die Zeit geblieben ist. Immerhin kann ich dann die alten Eintraege hier durchstoebern und frage mich aber trotzdem jedes mal: “War ich wirklich dort gewesen?” Das Jahr war so voll gepackt mit Menschen, Geschehnissen und neuen Erfahrungen, dass kaum Zeit blieb die einzelnen Haltepunkte wirklich wahrzunehmen, zu begreifen. Nichtsdestotroz ist es nun vorbei und ein neues Jahr steht vor uns. Reni ist seit Dienstag auch hier, aber faul wie ich/wir sind haben wir noch nichts sehenswertes unternommen, bzw nennenswertes gesehen. Fuer heut steht shoppen auf dem Plan und Reni freut sich schon wie verrueckt und zappelt wild durch meien Wohnung. Natuerlich haben wir Sylvester nicht allein zu Haus gefeiert , sondern waren mit Freundne unterwegs, sind erst gut essen und dann in einen neu Eroeffneten Club, in dem absolut alles umsonst war, auch der Eintritt. Von daher koennt ih euch sicher vorstellen wie unser Sylvesterabend, bzw. der gestrige Morgen aussah. Zu erwaehnen sind hier noch die 4km Fussmarsch die es gedauert hat bis wir irgendwann ein Taxi in Shanghai gefunden haben. Irgendwie war dann doch mehr auf den Strassen los als erwartet.

Hiermit allen nochmal ein gesundes, frohes und erfolgreiches Jahr von Reni und Stefan.dsc00127

Ein paar andere Bilder folgen noch, nur muss ich dass erstmal mit den Leuten darauf abklaeren, da diese Bilder so manche zukuenftige Karriere zerstoeren koennten.

Viele Gruesse und noch ein schoenes Wochenende,
Reni und Stefan


Nov 22 2009

Viel ist nicht passiert…

Soooo… nach 5 Wochen Reisen, Besuch empfangen und Fotos machen war es soweit das der Ernst des Lebens Steffi wieder einholt. Mit dem Visa Problem hat sich ja schon mal eine kleine Situation herauskristallisiert und mir wurde bewusst, dass es leider nicht immer so lustig und locker weitergehen kann wie das ganze Semester zuvor an sich verlief.

Hauptziel in diesen kommenden Tagen war: Praktikum finden! Ja, es ist schon Mitte August und Stefan hat immernoch kein Praktikum. Hinzu kommt das er sich noch vollzeit um Reni kuemmern darf…^^ Was ich natuerlich sehr gern mache. Damit sieht unser Tagesablauf fuer die kommenden 2 Wochen allerding folgendermassen aus. Steffi steht gegen 8 auf, greift seinen Rechner und verlaesst das Zimmer um sich in der Wohnstube breit zu machen und nach Praktikas zu suchen, Bewerbungen zu verschicken und Nachrichten zu lesen(daddeln). Gegen 11 oder auch spaeter wacht dann das Reni auf und meckert warum ich sie nicht geweckt habe (was man nie machen sollte, da sie dann den ganzen Tag rumzickt). Danach gehen wir fein Mittag essen und muessen danach erstmal wieder Mittagsschlaf machen. Bei fast 40Grad im Schatten kann man ja eh nichts machen…

Wir waren noch viel unterwegs, feiern, gut essen, aber haben an sich mehr die wenige Zeit miteinander genossen anstatt gross zu verreisen. Dank den etwas hoeeren Kosten fuer das Visum waren meine Geldreserven eh etwas begrenzt.

Aber auch 2 Wochen gehen dann doch zu schnell rum. Steffi hat es dann zwischendurch noch mit viel Glueck und einem guten Interview geschafft innerhalb weniger Stunden einen Unterschriebenen Praktikumsvertrag vor sich liegen zu haben, aber trotzdem kam dann irgendwann der Moment an dem mein Reni mich wieder verlassen musste und das Steffi wieder ganz auf sich allein gestellt war. Der Flug war schon gebucht und neben Reni musste ich mich auch schon von Beijing verabschieden. Keine 5 Tage nachdem Reni mich wieder allein hat am Flughafen stehen lassen kam ich mit meinem Hab und Gut grad wieder zurueck zu eben jenem Ort um selbst in eine Maschine zu steigen. Ziel: Shanghai!

Ja, wie im Vorfeld meiner China Reise geplant, war das Ziel in Beijing zu studieren, dann den Westen und Sueden im Sommer zu erkunden, danach nach Shanghai um Praktikum zu machen und in der Freizeit die Ostkueste Chinas genauer zu erkunden. So sollte es dann auch kommen und klein Steffi stand mit Koffer (37kg), Tasche(13kg) und seinem Rucksack in Shanghai und musste bei mehr als 40Grad und gefuehlten 5000% Luftfeuchtigkeit seinen Weg in der neuen, grossen Stadt finden.

Mein Ziel war es, da mein Praktikum Montag beginnt, doch schon diesen Freitag hier anzukommen, schnell irgendwo Unterschlupf zu finden um dann noch fix im Buero vorbeizuschauen udn mich vorzustellen.

Dank Verspaetung vom Flug und 2h Stau auf dem Weg vom Flughafen habe ich es dann doch noch kurz vor 5 in stroemenden Regen ins Buero geschafft und konnte mich in meinem frisch geschneiderten Anzug persoenlich Vorstellen. Sacknass!

Den restlichen Tag habe ich weiter mit Wohnungssuche verbracht. Samstag bin ich auch quer durch die Stadt gefahren und habe mir Wohnungen angeschaut, nur um dann wie immer festzustellen, dass ich eh immer das erste Angebot nehme. Dort habe ich mich anscheinend bei der Flut an Bewerbern auch nicht allzu doof angestellt und durfte dann Sonntag Mittag direkt einziehen. Sonntag Abend war es dann so weit. Steffi ist offiziell in Shanghai angekommen. Wohnung gefunden, Zimmer eingerichtet und erste Bilder geschossen…

Mittlerweile sind schon ueber 2 Monate rum und ich bin jetzt schon irgendwie traurig, weil das Praktikum leider viel zu schnell vorbei geht. In der Hektik der Stadt, dem langen Fahrtweg und dem angenehmen Arbeitsumfeld vergisst man schnell die Zeit, was einen Rythmus nach sich zieht, welcher zur Folge hat, dass die Zeit foermlich verfliegt.

Die komplette Stadt und Umfeld Erkundung hebe ich mir fuer die 2 Wochen Urlaub auf, wenn mein Reni nach Wiehnachten zu Besuch kommt. Abgesehen von etwas Abends weggehen, einkaufen und 2 kleinen Stadttouren habe ich noch nicht viele Versuche unternommen mich mit der Stadt anzufreunden. Ich BIN halt einfach Beijing! Nichtsdestotrotz hier ein paar Eindrueck von dem Shanghai, welches ich in den letzten 11 Wochen kennenlernen durfte…

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Blick aus meinem Zimmer.

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ruhiger Flecken im Nirgendwo… hatte mich verlaufen!

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Blick von der HuaiHaiZhongLu hinauf auf mein Office Gebaeude.

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Und der Blick von Oben. Kein Wunder, dass ich immer so lang im Buero bleib.

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Nen Sonnenuntergang darf auch nicht fehlen.

Das wars vorerst auch schon. Immerhin bin ich jetzt mit nachschreiben fertig und kann mich mal wieder aktuellen Themen widmen die mir auf der Zunge brennen. So far


Nov 10 2009

BeiHai, HouHai… Frankfurt a.M.

Eine Sache gibt es. Eine Sache gibt es, die Reni und ich das letzte Mal noch nicht besucht haben. Einen Park, den ich bis jetzt auch noch nicht gesehen habe. Der BeiHai Park. Wirklich fuer noetig befunden habe ich es nicht. Fotos davon gibt es ueberall. Von dem Turm im Park noerdlich der verbotenen Stadt hat man ne riesen Aussicht ueber den BeiHai Park (und dort war ich schon 5 mal),… also von daher hab ich bis jetzt noch nie den Grund gesehen wirklich mal da rein zu gehen. Abgesehen davon, dass ich ca. 30 verschiedene Parks dieses Jahr in China angeschaut hab. Aber heut war es dann nach langer Zeit so weit. 20 Minuten im Taxi das heisse Wetter genossen und schon konnte die naechste Erkundungstour beginnen.

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Hier sollte dann auch mal ein ernstes und schoenes gestelltes Foto von Reni und mir entstehen… aber lassen wir das lieber. Links und rechts gehen die leute aus dem Weg nur um am Ende doch komplett im Bild zu landen…^^ Meine Mom und die Technik… ob das noch was wird… geben wir die Kamera halt mal an Reni weiter und bitten sie mal von uns 3en ein Foto zu machen. Mama, Papa und der Steffi. Mal schauen ob das besser wird. Fazit: Wir sind alle 3 Trottel… schauen wir uns mal an wie Fotos machen mit Kriegis aussieht.

Stufe 1: Niemand schaut in die Kamera. Warum auch? Ist ja nicht so, dass wir Reni gebeten haben ein Foto von uns zu machen.
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Stufe 2: Gut gelaunt schaut Steffi in die Kamera… der Rest verballert es wieder. Ja Vati, der Bauch ist erkennbar.
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Stufe 3: Gerd mit ernstem Blick, Mutti lacht ihn aus, Steffi muss auch anfangen mit lachen. Mama ist stolz auf ihre beiden Maenner.
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Stufe 4: Wo eh alle lachen setzt Steffi noch einen drauf, Chrisi und Ged rollen mit den Augen. Poetzlich bin ich wieder so “kindisch”
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Stufe 5: Bei Gerd und Chrisi hat die Konzentration schon wieder nachgelassen. Steffi kann vor Lachen nicht mehr und bittet Reni Pause zu machen.
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Stufe 6: Das Finale. Stefan mit ernster deutscher Miene gekonnt an der Kamera vorbeigeschaut, waehrend Chrisi und Gerd sich anstrengen nicht in die Kamera zu lachen.
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Voila! So einfach kann es sein ein wunderschoenes Famielienfoto zu schiessen.

Ach es war ein schoender Tag! Doch er sollte noch schoener werden. Nach den Strapazen des letzten Abends und unserem dadurch erhaltenen Wissensvorsprung wussten wird heute was zu tun is. Wir gingen zum Schalter und mieteten ein Elektroboot. Da die Frauen nicht Strampeln wollten, durften sie dafuer heut auch nicht am Elektroboot ans Steuer. Ist eh ein Maennerspielzeug! So sehr das klein Steffi schon mal zum Capitain wird…img_3172 Cool ist was anderes…*hust*

Naja wir haben dann eine riesen Runde um den See gemacht und jeden Fleck abgedeckt. Haben uns wie wild ueber die Leute lustig gemacht, die ein Treboot genommen haben und haben die Zeit auf dem Wasser genoessen. Am Ende haben wir uns dann noch ein Rennen mit einem Mann und seinen 2 kleinen Soehnen gelifert die das Boot von uns verfolgt im ZickZack ueber den See befoerdert haben. Danach ging es fuer uns auch wieder an Land um weiter zu dem eigentlichen Tempel im Zentrum des Parks zu gehen. Nach etwas Bergsteigen (ja die Mama hat schon wieder geflucht) waren wir dann oben und konnten das bisschen Aussicht geniessen. Die eigentliche Belohnung war aber eine kleine Briese. Denn heut war es schwuel bei fast 40Grad… was zu Schweissflecken gefuehrt hat an Stellen, von denen man dachte da schwitzt man gar nicht. Daher Briese = Belohnung. Aber nicht nur das, hier oben gab es auch fuer mein Reni etwas Spielzeug (der anderen Art)…img_3196

Ja mein kleiner Trottel hat ueberall Spass… Danach ging es auf der anderen Seite auch gleich wieder die Treppen runter und Richtung Nahrung und Einkaufen aus dem Park heraus. Zum Ende hier nochmal ein normaler SightSeeing Schnappschuss, damit die Qualitaet des Reisebeitrags gewahrt wird.
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Wir sind wie immer shoppen und spaeter in den HouHai Park Coktails trinken. Das war unsere normaler Tagesablauf der letzten Woche gewesen. Leider hoert unsere gemeinsame Reise hier auch schon auf, da es bereits der vorletzte Tag meiner Eltern war. Am naechsten Morgen standen sie schon mit Koffern bei mir vor der Tuer, frueh genug, damit wir bei Bombenwetter alle nochmal zur Mauer koennen bevor der Flieger geht. Da Steffis Visum aber leider 2 Tage spaeter abgelaufen war und sich eine Moeglichkeit an dem Nachmittag ergeben hat musste ich meine Eltern in ein Taxi setzten und sie allein ziehen lassen. Ich muss erhlich zugeben dass ich bei dem Wetter sehr gern zum 6. Mal auf die Mauer geklettert waer. Leider aber gab es fuer mich nur Formulare und etwas Stress mit den lokalen Behoerden… Die Visumsache war noch nicht vom Tisch, aber grob geklaert.

Dann aber mussten wir uns von Gerdi und Chrissi verabschieden. Ein bisschen traurig war ich ja schon. Wir 4 haben echt viel Spass gehabt. Steffi hat endlich mal ordentlich gegessen, mal ein paar neue Klamotten bekommen und statt sich zu quaelen mal ne Seilbahn benutzt. So viele Dinge, die er allein nie geschafft haette.

Danke, dass ihr da wart! Steffi hat euch lieb.


Nov 6 2009

Stau an unmoeglichen Plaetzen…

Als naechstes stand fuer meine Eltern das normale High Light einer jeden Beijing Reise an. Die Mauer. Fuer mich sollte es der 4. Mauerbesuch des Jahres werden. Immerhin halten die Busse relativ wahllos in der Gegend an, wodurch wir zwar wieder in BaDaLing gelandet sind, aber wieder an einer komplett anderen Stelle als zuvor mit Reni oder mit meinem Bruder. Was dort in den Taelern an Touristenstadt heraufgezogen wird ist gigantisch. Riesige Haeuserparks fuer Shops, Restaurants, Hotels und andere Freizeitanlagen Links und Rechts der Mauer werden diese Gebiet in wenigen Jahren zum absoluten Mauerpark werden lassen. Spaetestens dann werd ich wieder nach MuTianYu fahren, wo es noch etwas ruhiger ist.

Die Bus Anreise verlief ganz gut. Diesmal durften wir auch mit dem teureren, klimatisierten Bus mit, in welchen man uns bei der Tour mit meinem Bruder nicht lassen wollte, aus welchem Grund auch immer.

Angekommen mussten wir feststellen, dass erstens mein Dad riesig ist und zweitens viel zu viele Menschen hier waren. Heerschaaren an Menschen schienen sich hier, obwohl mitten in der Woche vor dem Aufsstieg der Mauer zu sammeln.

An der naechsten Station angekommen wollte wir loslaufen, nur haben die Maedels uns Maennern den Vogel gezeigt und gemeint das wir da definitiv nicht rauf laufen werden, so lang die Bahn direkt vor uns ist. Also mussten wir 2 Maenner uns geschlagen geben und mit den Massen die kleine Bergbahn nach oben nehmen. Also wird wohl doch nichts aus der Natur und der Mauer ohne Touristen. Nur der Mann, seine Fuesse, die Mauer und ein Fotoapparat… dann halt nicht.
img_3040Reni sagt “NEIN!, nicht mit mir!”

Oben angekommen viel uns die Kinnlade runter, weil die Heerschaaren an Menschen sich anscheinend exponentiell vermehren zu schienen. Es war kaum ein Durchkommen auf der Mauer. Reni hat uns dann dank ihrer Leder besohlten FlipFlop Fussbeschlag Wahl noch weiter verlangsamt, da sie kaum laufen konnte auf den glatten Steinen… armes Reni. Ich hab ihr angeboten sie zu Tragen…^^
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Dann waren wir also oben. Doch mein Dad und ich wollten weiter. Wir haben uns dann schliesslich von der Frauenfraktion getrennt, welche in Ruhe nur wieder hinunter wollte und sind zu zweit zu Fuss weiter. Kurze Zeit spaeter sind wir an eine Ecke gekommen wo wir duch eine kleine Tuer mussten um auf den naechsten Abschnitt der Mauer zu kommen. Brutal!img_3056 Tausende Chiensen die versuchen in beide Richtungen durch einen 1m breiten Tuerspalt zu kommen. img_3058Genial! Mein Dad konnte vor Lachen nicht mehr und musste so oft mit dem Kopf schuetteln… Danach ging es noch ein Stueck hinauf bis zum Reisegruppen Endpunkt. Hier haben 90% der Leute wieder umgedreht um zur Seilbahn und der Bergbahn zurueck zu kommen. Es ist generell Lustig, da die Leute in Bussen hierher geschifft werden, kurz aufsteigen und dann schnell wieder runter wollen.

Wir haben uns auf unkonventionelle Weise fuer den Individuellen Abstieg entschieden und sind allein weiter. Ploetzlich war die Mauer leer, das Wetter besser und die Aussicht und Atmosphaere um laengen besser. Hier konnten wir Maenner mit unseren Geraeten (auch wenn meins groesser war) uns richtig austoben und schicke Fotos machen. So nervig BaDaLing auch ist, sehenswert ist es trotzdem.
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So sind wir wie ich vorher kurz ueberschlagen habe und die Maedchen mit Vogelzeit abgewunken haben nach nicht mal 45min unten angekommen und konnten unsere Frauen wieder in Empfang nehmen, welche es uns immernoch nicht glauben, dass wir zu Fuss runter sind.

Am Bus ereignete sich dann das Drama. Alle 15min ein Bus, tausende Menschen die rein wollen und nur 4 Deutsche, die wissen wie man Schlange steht. Wir waren zum Glueck puenktlich da, sind in den 2. Bus und weg. Meine Eltern sind am lezten Tag nochmal zur Mauer und da ist die Situation angeblich eskaliert, dass sich die Leute in einem Tropfen vor den Bus gesammelt, sich geschlagen und die kleinen Kinder ueberrant haben um in den Bus zu kommen… aber heute vorerst kein Drama bei unserer Rueckfahrt. 4 hochgewachsene Deutsche kommen noch ueberall rein…^^

Wir sind dann nach der Ankunft mit dem Bus am DeShengMen schon im Zentrum gewesen und Steffis integrietes Navi hat uns dann von dort zu Fuss zum HouHai Park gefuerht. Zwischenstopp mit HotPot Mann inklusive, auch wenn Reni als Vegetarier und meine Eltern nicht so wirklich davon begesitert waren. Lag wahrscheinlich daran, dass es hier kein 免费 啤酒(Freibier)gab.

Im Houhai gab es dann aber Cocktails und am Ende sogar noch eine Bootstour. Ich habe meinen Eltern davon erzaehlt wie es sogar hier auf dem See Verkehrschaos gibts und somit haben wir uns das diesmal aus erster Hand angeschaut. Nur waren wir soo deppert und haben uns fuer ein Tretboot entschieden anstatt den Euro mehr fuer ein elektrisches zu bezahlen. Die Frauen haben promt gestreiktimg_3138, weswegen Vati und ich dann das Boot die naechste Stunde per Manneskraft ueber den See befoerdern durften. img_31081Sagen wir mal so,… das machen wir nicht nochmal. Wir sind aber an der kleinen Bruecke angekommen und durften den Verkehrschaos-Segen live miterleben sodass mein Dad vor Lachen schon gar nicht mehr konnte. Manchmal ist es einfach nicht zu fassen. Das Simple Prinzip, von „jetzt fahrt ihr, danach ich“ oder umgedreht scheint hier nicht zu funktionieren… Tunnelblick und durch. Auf der Rueckfahrt nachdem wir den anderen Teils des Sees begutachtet haben dann das gleiche Phaenomen.img_3132 Stark! Wie schwer es ist ein Boot hier durch zu maneuvrieren erkennt man an meinem angespannten Gesichtsausdruck…img_3130

Hier bemueht sich Reni nochmal um die Gunster der Alten… ob sie damit Erfolg hat?img_3135


Nov 4 2009

Es nimmt kein Ende… Der Xiangshan und das Lama

Wir sind grad mal gute anderthalb Jahre zusammen und mussten schon mehr als eines davon getrennt leben… doch jetzt war es wieder so weit und Reni ist 3 Monate nach ihrem ersten Besuch wieder in China eingefallen. Nachdem das im Vorfeld bekannt wurde, haben sich noch andere Staatsbesuche angekuendigt, sind Stars und Sternchen eingeflogen, man hat Strassen sperren lassen und den roten Teppich ausgerollt.

Doch voellig fertig wie sie war hat sie das nach dem langen Flug gar nicht wahr genommen. So standen wir nun schon zum 2. mal freudig am Flughafen. Ich war auch recht fertig, da es morgens um 9 war, was an sich Sperrstunde fuer einen Samstg ist. Aber was tut man nicht alles fuer ein Reni…

Wie immer wenn ich am Wochenende frueh raus muss komme ich zu spaet. So auch in diesem Fall, als ich wieder gut und gern eine halbe Stunde zu spaet am Flughafen war. Aber aus Erfahrung und nach mittlerweile 3 Besuchen kann ich sicher feststellen, das sogar eine Stunde im Normalfall angebracht ist, da dank Customs und anderen Sachen immer gut Zeit ist, bis der Besuch dann wirklich mal aus dem Terminal raus kommt.

Reni ist dann aber irgendwann doch aus dem Terminal rausgekommen und somit war unsere Gruppe dann komplett und die Erkundung Beijings konnte da weiter gehen wo wir ein paar Monate vorer aufhoeren mussten.
An dem Samstag haben wir ausser,.. naja wir haben nix weiter gemacht. Zum Abendessen haben wir uns mit meinen Eltern getroffen und Reni durfte nach 3 Monaten mal wieder richtiges chinesisches Essen zu sich nehmen. Ich wohn ja mittlerweile in Shanghai und muss sagen, dass mir das richtige chinesische Essen auch fehlt…^^

Als Erstes, frueh am Sonntag morgen stand Renis und meine Lieblingsattraktion auf dem Plan. Mit dem Linienbus zum XiangShan. Etwas Kultur und wunderschoene Aussichten. Was koennte man mehr von einem Tag verlangen. Da wir heute finanziell besser bewaffnet waren haben wir uns diemal fuer die Seilbahn entschieden und es auch bis ganz nach oben geschafft, da wir bei dem letzen Aufstieg im Mai, dank der spaeten Zeit schon in der Mitte abbrechen mussten.

Die Aussicht war leicht vom Inhalt der Luft getruebt, aber trotzdem sehenswert. Auch wenn mir der Aufstieg vom Mai noch in den Beinen steckte muss ich zugeben das ein 60 minuetiger Abstieg auf Treppen nicht grad wesentlich einfacher ist. Aber vorbei an allen Sehenswuerdigkeiten haben wir es dann mit schlotternden Knien bei gut 30°C wieder runter geschafft. Ich sage mal so viel… die Frauen nehmen das naechste Mal die Bahn wieder runter… img_2891 img_2938
Hier haben wir auch die ganze Fraktion… die Frauen vor dem Abstiegt und der Gerd beim Abstieg…

Danach haben wir uns diesmal fuer ein Taxi zurueck entschieden. Ich muss zugeben dass ich mich bei der Distanz etwas verschaetzt habe. 45min mit dem Bus kann man in 10min und fuer 2 Euro auch mit dem Taxi schaffen. Dafuer verpasst man die Enge, den Geruch und die ganze Erfahrung vom Bus…

Damit war Tag 1 auch schon geschafft. Wir sind dann noch auf den Silk Market etwas einkaufen und Abendessen bevor es in die Heia ging um sich auf den naechsten Tag vorzubereiten.

Reni ich und haben ja am bei ihrer ersten Beijing Bereisung leider den Eintritt in den Lama Tempel verpasst, bevor wir uns fuer 12km in der Stadt absichtlich verlaufen haben. Heute sollte der grosse Moment komme, da sie sich diesen Tempel noch anschauen darf. img_2979Steffi ist dabei, Reni auchimg_2993

Sichtlich eingeschuechter von der schieren Groesse meines Geraets,… aaaeh meiner Kamera, hat mein Dad das Fotos machen wieder an mich abgegeben. Somit sind hier endlich mal wieder ein paar Quality Fotos entstanden… (nicht sauer sein Vati)img_2961

Damit auch alle was zu spielen haben bekommt die Mama hier einen Faecher und das Gerd ne neue Muetze…img_3009

Da wir schon in der Gegend waren sind wir einfach immer Steffi hinterher. Der hat uns vom Lamatempel ueber den Bell Tower/Drum Tower, dem kleinen HuTong in der Naehe weiter Richtung HouHai gelotst. Unterwegs gab es noch ein verspaetetes Mittagessen, was enorm gut war. Bevor wir dann irgendwann auch zu Fuss am HouHai angekommen sind. Nachdem wir etwas gelaufen sind haben wir uns fuer eine Bar entschieden und uns jeder 3 Cocktails reingepfiffen,… natuerlich haben wir uns dabei gemuetlich Zeit gelassen. Aber dieses Cocktail trinken wurde in den folgenden Tagen eine Art Ritual, da es uns immer wieder in den HouHai Park verschlagen hat.img_3037img_3039 Hier haben wir uns auch gedacht wie nett es doch waer mal mit nem Boot hier durch die Gegend zu fahren.

Aber das und viele andere Dinge sollten uns dann am naechsten Tag erwarten.


Okt 20 2009

Die Reise geht weiter… Besuch Nr. 3

Wir wollen die Linie ja nicht unterbrechen, also habe ich nachdem Mar und Kelly weg sind gute 3 Tage frei gehabt, welche ich in meinem Bett verbracht habe und schon war ich wieder am Flughafen und habe die naechsten Reiselustigen entgegengenommen. Chrissi und Gerd… Am ersten Tag nach dem langen Flug und etwas essen mit Steffi direkt ins Bett gefallen ging es an Tag 2 mit den Touren los.

Ich weiss gar nicht mehr in welcher Reihenfolge und was genau wir alles angeschaut haben. Aber an den Freitag, Tag 3 erinner ich mich noch genau. Wir sind zum Platz den Himmlischen Fridens und dann ins Parlament. Dort haben wir uns die einzelnen Raeume der Provinzen, sowie den grossen roten Saal angeschaut. Interessant war es schon, aber richtig begeistert waren wir erst als wir draussen auf dem Platz standen. Wir haben es mal grob mit der Flaeche ueberschlagen und am Ende waren wir uns einig, das hier gut und gern 300000+ Menschen zugegen waren. Ich bin kurz ins Gruebeln gekommen und musste dann als ich mich mal umgeschaut habe feststellen, dass ich ernsthaft noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen habe. Ein sonniger Tag im August am bekanntesten Platz Chinas… enorme Menschenmassen. Eine Attraktion an sich.
Danach ging es zufaellig zum eigentlichen Hoehepunkt des Tages. Der Stadtplanungsausstellung. In einem Gebaeude etwas suedwestlich des Platzes gab es ein schoenes verglastes Gebaeude in dem alles, aber auch wirlich ALLES in Bezug auf die Stadt, die Planung und Umsetzung zu finden war. Wir haben im 3D Kino einen Film geschaut und fanden uns dann etwas spaeter in einem Raum wieder in dem der Teppich quasi eine riesige Karte von Beijing war. Alles in allem ein super Park fuer Maenner. Viele Infos, Zahlen und Bilder. Hier ist auch das Zitat des Tages gefallen. Ist leider ein Insider aber,… Mein Dad hat meine Mom etwas genervt. So sehr, dass Chrissi dann die schwere Geschuetze ausgefahren ist. Ich zitiere: ” Ach komm Gerd,… geh Feuerloescher zaehlen!…” Brutal. Nur meine Mom hat das Talent nen 1,95m grossen, 100kg+ Kerl innerhalb von 2 Sekunden ruhig zu stellen. Respekt!

Danach mussten meine Eltern mit mir noch etwas chinesische Kulutr erleben. Wir sind neben der Ausstellung etwas essen gegangen. An der Tuer und dem Fenster standen Gerichte, Preise und somit stand fest das wir da reingehen, da alles bei war, was ich den eltern zum Essen anbieten wollte.
Als wir dann drin waren haben wir dann aber statt der normalen Karte eine englische bekommen. Da ich wusste was wir wollen, habe ich diese nicht mal angeschaut und direkt bestellt. Nur mussten wir dann nach einer Stunde feststellen, dass der Preis am ende nicht ganz meiner Erwartung entsprach. Mein Dad hat sich gefreut ueber 9 Euro essen, 5 Grichte fuer 3 Leute und Getraenke. Nur Steffi hat etwas gemurrt. Meine Eltern haben anfangs nicht direkt mitbekommen was hier passiert. Aber ich habe als es ans Bezahlen ging nochmal nach der Karte grfragt. Die Kellnerin schaute zurueck zur Theke, die Chefin nickt und sie geht die Karte holen. Als sie auf uns zu kam habe ich sie gleich zurueck gewunken und ihr zugerufen, dass ich gern die richtige Karte haette. Langsam haben meine Eltern auch begriffen was ich mir hier fuer einen Spass mache. Die Kellnerin drehte sich nochmal um, schaute zur Theke, die Frau an der Theke zum Mann am Tisch in der Ecke… Die Zeit stand still. Er nickte und sie brachte die richtige Karte. Dann habe ich grob ueberschlagen und ihr nur kurz gezeigt, dass irgendwie die Preise auf unserer Rechnung teurer waeren als in der Karte. Natuerlich haben wir ja das ganz besondere Essen bekommen und die richtig guten Zutaten… nicht mit mir…!

Naja, am Ende sind wir 3 mit einem riesigen Lachen raus und die Kellner im Restaurant rot vor Scham haben sich geschlagen gegeben. Satte 2 Euro hat der Steffi seinen Eltern damit gespart. Lustig wie wir drauf waren ging es dann auch schon wieder zurueck. Es war ein langer Tag, wir sind viel gelaufen, gutes Wetter, ein guter Einstand mit China. Etwas shoppen hat die Zeit zum Abend ueberbrueckt.

Wir sind dann zum Abend nochmal schoen essen gegangen und haben uns alles auf den Schrecken vorbereitet der am Samstag in Beijing ankommen wird. Denn das Grauen rueckt naeher…
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Ich weiss sie sieht unschuldig aus, aber jeder der sie kennt wird mir zustimmen, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat. So dick, dass meine Eltern mir den Samstag bereitwillig frei gegeben haben um dem Schrecken einhalt zu gebieten.

So kam es dass ich am Samstag morgen gegen 9 wieder am Flughafen stand um unsere Runde zu komplettieren und Reni in Empfang zu nehmen. Damit waren wir dann zu 4. Den restlichen Samstag haben wir dann… ach lassen wir das Thema.

Ab jetzt ging das Getoure auch wieder los. Freudig blickte ich auf meine Mauer Tour Nummer 5 diese Jahr hinaus, zum 3. mal in den Sommerpalast, usw.. Immerhin habe ich endlich auch meine gute Kamera wieder bekommen und konnte anfangen Fotos zu machen. Bis jetzt musste ich meine Eltern ohne Kamera begleiten, weswegen es bis jetzt auch noch keine Fotos gab. Doch dafuer folgen jetzt relativ viele. Dem Gerd hat das gar nicht gefallen, da dieser ja Sein Geraet immer so stolz aus seiner Umhaengetasche geholt hat. Nur war mein Geraet eben viel groesser….^^

Nunja, was wir uns dann wie und wo angeschaut haben folgt gleich. So far,…


Okt 4 2009

Endstation… Beijing

Wir sind in Beijing gestartet, dann nach Xi’An, ueber Chengdu weiter nach Guilin bis runter nach Yangshuo. Mehr als 2 Wochen waren wir bereits unterwegs und nun war es an der Zeit zurueck nach Beijing zu fahren. Dort ist dann ausser shoppen, ausruhen und noch ein bisschen sight seeing nichts weiter passiert. Was ich jetzt noch als Letztes berichten mag ist ueber die Fahrt zurueck.

Wir haben ja bevor wir nach Yangshuo sind unsere Tickets schon gekauft und eine direkte Linie nach Beijing bekommen. 27h Fahrt. Leider war alles soooo voll, dass wir keine Liegeplaetze bekommen haben, sondern nur Sitzplaetze. Auch nicht die Softseater, sonder Hardseats. Ich habe schon viel erlebt, bin viel rumgefahren, aber sowas tu ich mir auch nicht mehr an.p1010260

Auch wenn es 27h Fahrt sind, alle Sitzplaetze besetzt sind und es eigentlich keine Stehplaetze gibt. Der Zug wird weter gefuellt. Wir sassen in einer 6er Sitzbank, kleine und eng. Der Flur war voll und es gab an sich keine Moeglichkeit sich in irgendeiner Weise zu bewegen. Wir waren gezwungen 27h zu sitzen. Konnten lesen, aus dem Fenster gucken und uns freuen, dass wir alle paar Stunden mal durch die Menge zur Toilette durften. StandLandFluss hat uns das Leben gerettet und uns ein paar Stunden der Reise abgenommen. Abgesehen davon, dass es keinen Spass macht so zu fahren ist es in vielerlei Hinsicht auch noch extrem ungesund bzw. gar gefaehrlich. Man schaue sich mal Kellys Fuesse kurz vor Ankunft in Beijing an…p1010262
Ihr koennt mir sagen was ihr wollt, aber das kann nicht gesund sein. Aber letztendlich sind wir dann doch in Beijing angekommen, haben unsere Fuesse wieder in Form gebracht, uns geduscht und konnten uns freuen noch ein paar Tage miteinander zu verbringen.

Die letzten 2 Tage vor Abreise stand noch etwas Sight Seeing und Shopping an. Mar und Kelly haben den frisch erstandenen Koffer randvoll gefuellt und dabei kaum Geld ausgeben muessen. Die verbotene Stadt und 2 andere Sachen wurden noch besucht und Beijing konnte letztendlich als Reiseziel auch abgehakt werden. Ein letztes mal beim Moselm um die Ecke essen und dann war es auch so weit, dass die beiden sich ins Taxi setzen mussten und ich wieder allein meiner Wege ging. Aber immerhin konnte ich auch mal wieder in meinem Bettchen schlafen.

3 Deutsche, 3 Wochen, 3 Ruecksaecke und 1 Land. Wir haben viel gesehen, viel erlebt. Jetzt spaeter erst darueber schreibend muss ich doch feststellen wie genial diese Reise eigentlich war. Wer weiss wann ich nochmal einen ganzen Sommer frei hab, in China bin und frei Schnauze in Zuege steigen darf. Von daher hat sich diese Reise in jeder Hinsicht gelohnt und wird auch nie vergessen werden. Es waren so viele Eindruecke, dass ich die Haelfte der Sachen beinah vergessen hab und mir erst durchs Durchstoebern der Bilder alles wieder eingefallen ist.

Nun bleiben mir noch 3 Tage. Die Eltern packen schon die Koffer und Reni macht sich auch bald bereit. In Wenigen Tagen sind dann die naechsten 3 Gaeste hier im Lande, und das Touren beginnt von vorn. Aber welchen Sinn hat es im Ausland zu leben, wenn man seine Eindruecke nicht teilen kann. So far…


Sep 30 2009

Viel Zeit ist nicht mehr…Yangshuo

Nachdem wir uns nun 2 Tage in Guilin ausgetobt haben, einer der wie gesagt schoensten Gegenden die ich in meinem Leben bis jetzt besuchen durfte, ging es weiter nach Yangshuo. Vorher haben wir aber noch karten fuer die Rueckfahrt erstanden. Plan war es noch 2 Tage in Qingdao baden zu gehen bevor es nach Beijing und einen Tag spaeter weiter nach Hause geht. So sollte es Anfangs auch klappen, bis wir die nach einer Stunde schlangestehen erstandenen Tickets untersucht haben und feststellen mussten, dass die Fahrt um die 40 Stunden dauern wuerde. Da wir das nicht wollten, Tickets in die Hand, zum Umtauschfenster nur um festzustellen, das man auch 3 Minuten nach Kauf nicht den vollen Preis zurueckbekommt. Wieder in der normal Schlange an der Kasse mussten wir feststellen, dass es keinen direkten Zug nach Qingdao gibt, der Effizient faehrt. Ueber Beijing anch Qingdao wuerde zu viel Zeit kosten, und generell kommen wir erst in 3 Tagen hier weg. Viel Auswahl hatten wir nicht und um uns nicht nochmehr Stress zu machen haben wir Qingdao erstmal etwas weiter runter auf die Liste gesetzt und haben tickets Richtung Beijing gekauft. Damit blieben uns 3 Tage die wir hier im Sueden noch nutzen konnten.

Yangshuo liegt eine gute Stunde suedlich von Guilin. Im Zentrum einer der schoensten Gegenden auf diesem Planeten. Wir sind vor dem Bahnhof nach dem Ticketkauf in einen Bus und direkt nach Yangshuo gefahren. Die Busse fahren mehr oder weniger regelmaessig. Die Fahrt war somit relativ kurz, aber die Aussicht, vor allem da der Tag sich langsam dem Ende zuneigte gab uns schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf das noch Kommende. Angekommen in Yangshuo haben wir auch direkt den ersten Hotelmenschen dastehen gehabt der uns ueber einen Kilomter Fussmarsch versuchte einzureden, dass es keine weiteren Zimmer mehr in der Stadt gibt und wir mit ihm kommen sollten. Stur wie wir Deutschen sind wenn es um organisatorisches geht habe ich ihm dann irgendwann klar machen koennen, dass wir selber was suchen wollen, woraufhin er fluchend gegangen ist. Man muss ihm lassen, er hat nicht gelogen. Die erste Herberge hatte uns abgewiesen und dann standen wir 10Minuten spaeter vor der 2., die auch keine freien Zimmer mehr hat. Ich bin dann nochmal zur Rezeption und habe ein 2. mal nachgefragt und nach etwas hin und her sind wir extrem guenstig untergekommen, in einem Zimmer das sie normalerweise nicht vermieten, weil es zu laut nach Aussen hin ist und das Bad ein paar Probleme hat. Aber ein 3er Zimmer fuer 10 Euro am Tag, da kann man nicht meckern. Gluecklich wie eh und je sind wir vollgepackt ins Zimmer und mussten feststellen, dass es schon etwas laut war, aber wir so muede das es keine Probleme geben sollte einzuschlafen.
Yangshuo ist naemlich ein kleines Touristenparadies. Absolut ueberlaufen. Zu Recht!

Wir sind noch etwas spazieren gegangen und haben uns die recht kleine Stadt angesehen. Viele Westler und mehrheitlich nur Touristen. Kleine Gassen, viel Musik, Laeden, westliches Essen und das alles im Gruen. Ein wunderschoener Ort. Trotzdem sind wir nach einem langen Tag einfach nur ins Bett gefallen.

Tag 1 in Yangshuo fing mit westlichem Fruehstueck und ewas shoppen an. Wir haben uns vorgenommen eine Rad Tour zu machen. Nur war es nach langem Schlaf bereits Mittag und bei 40Grad in der Sonne konnten wir nicht los. Also ist Kelly noch etwas weiter shoppen und Mar und ich haben uns aus langweile etwas einfallen lassen.p1010125
Diese Bild sollte ja noch bekannt sein. Was nicht bekannt ist, ist das wir noch 20 weitere verschiedene Schnitte getestet haben, bevor wir beide wie 15 jaehrige komplett rasiert die Herberge verlassen haben. Aber ein Bild will ich hier noch Preis geben. Ich weiss Mar wird mich dafuer hassen, aber die Welt muss es wissen. PORNO IST BACK!!!p1010129

Ohne Worte. Doch dann sollte es auch losgehen. Wir haben uns die Fahrraeder in einem Laden ausgeliehen, den die Hostel empfohlen hat. Dort gab es dann auch noch eine Karte, damit wir wissen wo es langgeht und dann konnte der Auflug beginnen. Wir wollte eine schone Runde um die Stadt machen, dabei alles Sehenswerte der Gegend mitnehmen. Die Karte war leider wie wir spaeter feststellen mussten weder genau, noch massgetreu. Da wir das nicht wussten sind wir ihr aber trotzdem nachgefahren. imgp1396 Ein paar Minuten, einen Stopp an einer weiteren Grotte (in welche wir dank mir nicht gegangen sind) und 3km spaeter sind wir dann an dieser Bruecke angekommen. Unter uns im Wasser hunderte kleiner Floesse, die Touristen kilometerlang durch diese Gegend den Fluss auf und ab befoerderten. Es ging die Strasse immer weiter, bis wir dann laut Karte rechts ab mussten. Ab hier begann der Irrweg.

Immer dem Fluss entlangp1010140
durchquerten wir alte Ruinen von Doerfern
p1010142
um dem Fluss weiter zu folgen.p1010147

Irgendwo hier haben wir uns dann auch verfahren, bzw hat uns die Karte in die falsche Rihtung gefuehrt. Spaetestens als wir Fahrrad tragend durch Reisfelder gelaufen sind wussten wir hier sind wir falsch. Mehrere Stunden sind wir durch diese idyllische Gegend gefahren ohne zu wissen wo wir eigentlich sind. Doch wo eine Strasse und ab und zu mal ein Auto ist, da kann man nicht allzu falsch sein.imgp1415
Hier wussten wir dann auch, bzw haben uns mit dem Gedanken abgefunden uns verirrt zu haben. Doch wir sind weiter gefahren. Steffi, der ja bekanntlich der unsportlichste ist und sich deswegen auf dieser Reise so manches anhoeren durfte musste feststellen wie das Wetter und die Planlosigkeit auch die sportlichsten Menschen zermuerbte, als Mar und Kelly auch dem koerperlichen Ende nahe kamen. imgp1422 Doch dann nach ca. 4h Irrfahrt sind wir in einem Ort mit einer geteerten Strasse angekommen und wussten, dass wir es doch noch nach Haus schaffen werden. Was wir nicht wussten ist, dass die besten Aussichten des Tages noch kommen wuerden. Denn die Rueckfahrt gegen 6 bescherte uns einen Sonnenuntergang wie er kaum anderswo moglich ist.imgp1434imgp1438imgp1445 Nach insgesamt 5 Stunde Fahrt sind wir dann wieder and der Bruecke angekommen und waren froh zu wissen, wo es lang geht und froh, das es Waser gibt. Selten kann man sich bei so einem Naturschauspiel im Fluss abkuehlen.p1010182 Mar und Kelly waren gar nicht mehr aus wem Wasser zu bekommen. Waere der Hunger nicht gewesen wuerden die beiden wahrscheinlich noch immer im Wasser plantschen.

Wir haben es dann aber im Dunkeln, natuerlich ohne Licht, wie die 100 anderen Fahrraeder auf der Strasse, dann doch noch nach Haus geschafft bevor der Fahrradladen zugemacht hat. Dann ging es noch zu McDs um uns selbst fuer die gute Fahrt zu belohnen, bevor wir nach ein bisschen spazieren den Tag dann beendet haben. Jeder hat noch etwas gelesen, aber lange hat keiner durchgehalten.

Tag 2 war auch mit einer Fahrrad Tour verplant. Diemal sind wir Richtung Norden aus Yangshuo raus, um dann am Ende eigentlich die Runde zu fahren, die fuer den gestrigen Tag geplant war. Unterwegs haben wir noch an einem kleinen Markt angehalten, wo es dann zum ersten mal auch Hund gab…. bzw. Hundefleisch zu kaufen gab. Der Gestank in dem Laden hat den Rest erledigt. Aber dazu sind wir ja an der frischen Luft.
Im leichten Regen ging es aus der Stadt hinaus, bis wir gut 10km spaeter an einer Bruecke ankamen, um dem Fluss dann sobald wir drueber sind zurueck bis zu der Bruecke zu folgen an der wir gestern suedlich Yangshuos auch baden waren. Soweit die Streckenplanung. Als Staerkung haben wir uns auf der Bruecke noch was gutes zu essen geholt, und in Ruhe gemampft bevor es weiter ging.p1010198

Wir hatten die Route im Kopf, auf Karte vor uns, aber trotzdem haben wir nachdem wir mit dem Fahrrad auf der Schulter durch das erste Resifeld gewatet sind, irgendwie wieder den Verdacht bekommen, das es hier nicht mit rechten Dingen zu geht. So falsch koennen wir ja nicht sein. Wir sind immer fein dem Flussufer gefolgt. Es haette laut Karte zwar die eine oder andere Bruecke kommen sollen, aber daran haben wir uns nicht stoeren lassen. Bis wir dann irgendwann im stroemenden Regen auf einer richtig eklig schlechten Strasse waren, uns ein Motorrad entgegen gekommen ist und uns einreden wollte, dass es auf dieser Strasse nicht weiter geht und wir ueber den Fluss muessen. Zugegeben, die Strasse war so schlecht, das wir das locker geblaubt haben.
Also sind wir mit. Nun standen wir 3, neben den 2 Chinesen, am Rande eines Reifeldes und haben uns dieses kleine Bambusfloss angeschaut, mit dem man uns ueber den recht schnell stroemenden Fluss bringen wollte. Die anderen 2 waren unentschlossen, aber spaetestens bei dem Preis von 100kuai und der Aussage das es nirgends hin ausser zurueck geht war mir klar das die uns verarschen und wir weiter muessen. Irgendwann konnten wir uns dann auch losreissen und sind weiter gefahren. die naechsten 10 Minuten habe sogar ich an mir gezweifelt, denn der Weg ist unbefahrbar geworden. Aber dann kam ein Dorf, und dann aus dem Nichts ein geteerter Weg… Wir haben es geschafft. Wenn man bedenkt, dass es eine offizielle Route ist, wuerd ich gern wissen, wie viele Leute hier am Tag verloren gehen. Obwohl wir geradeaus weiter mussten, sind wir erstmal zur naechsten Bruecke und haben uns die Lage angeschaut. p1010231 Zu dem Zeitpunkt waren wir schon langsam wieder am trocken nachdem der Regen uns 2 Stunden durchgeweicht hat. Aber wir haben das Schlimmste geschafft.
Wir sind der Strasse ein paar Kilometer gefolgt, bis auch diese direkt in den Fluss muendete, aber ohne Bruecke. Hier mussten wir dann wirklich auf ein Floss steigen. Aber da gegenueber das Floss Depot war und es recht professionel aussah, der Preis auch gering war, haben wir 3 den Schritt gewagt und uns samt Fahrraedern in die Hand des Bauern begeben…imgp1484 Kelly hat sich sichtlich wohl gefuehlt. p1010232 Leider konnte aufgrund der Anzahl an Booten im Wasser unser Boot nicht bis an den Rand fahren und wir mussten ueber alle anderen Boote klettern und springen um ans Ziel zu kommen.p1010235 Im Hintergrund seht ihr das jaehe Ende der Strasse an welcher wir angekommen sind nach unserer fast Irrfahrt.
Von hier aus sind wir dann im Dunst langsam Richtung Heimat gefahren. Da Autos und Menschen zu sehen waren, wussten wir auch, dass wir diesmal nicht falsch sind. Irgendwann wieder 4-5km spaeter sind wir dann mitten im Jungle quasi auf ein Hotel gestossen. Aber nicht irgendeines, sonder das wahrscheinlich nobelste Hotel der Gegend. Es hiess glaub ich Lost Resort oder sowas. Dort sind wir 3 durchnaesst und voellig underdressed angekommen, wurden aber bedient und haben uns den dicken selbstgemachten Cheese Burger gut schmecken lassen. Dank westlicher Kueche hat Kelly der Tofu auch das erste mal richtig geschmeckt…^^

p1010251p1010244
Kelly war gluecklich, Mar war gluecklich und ich bin eh immer recht froh… Auch wenn noch ein langer Rueckweg vor uns lag waren jetzt schon mehr als zufrieden mit unserem Ausflug und waren uns alle einig, dass diese Gegend von ihrer Schoenheit her kaum uebertroffen werden kann.

Wir sind dann schliesslich nach 3km Fahrt tatsaechlich an dieser Bruecke angekommen, was bedeutet, das wir vollkommen richtig gefahren sind. Stolz konnten wir dann die paar kilometer zurueck in die Stadt im dunkeln zuruecklegen. Die Gegend war uns nicht mehr fremd, wir konnten sie besser geniessen. Auch wenn es mittlerweile schon wieder dunkel war. In der Stadt haben mussten wir dann nachdem wir uns wieder frisch gemacht haben feststellen, dass es je nach Strassenseite Stromausfaelle gab. So sind wir in einer Pizzaria gelandet, da diese noch Strom hatte und ich durfte nach langer Zeit mal wieder Mozarella an meinem Gaumen schmecken… Schoener Abend. Alles in allem ein sehr gelungener Tag. Der nur vom tropischen Regen getruebet wurde. Aber auch so muss man die Landschaft erstmal gesehen haben.

Damit ist die Reise in Yangshuo vorbei. Morgen geht es nach Beijing und dann in ein paar Tagen zurueck nach Deutschland. Was bis dahin passiert folgt im naechsten Abschnitt.


Sep 19 2009

Ab in den Sueden… Guilin!

Nach 27h Fahrt, bzw 27h reinem Ekel haben wir es nun ins kleine Staedchen Guilin geschafft. Kleines Staedchen heisst hier rund 1,3Mio Einwohner. Was nach deutschem Massstab relativ viel ist, aber hier auch fuer Mar und Kelly erkennbar klein ist, vor allem wenn man aus Beijing kommt.

Angekommen, abgekaerchert und wieder gut gelaunt mussten wir feststellen, dass es hier in der Gegend doch schon etwas anders ist, als noch in Chengdu oder Xi’An. Die Luftfeuchtigkeit ist noch weiter gestiegen, Temperaturen weit ueber 30 Grad, auch wenn es schon um 5 ist und die Menschen nehmen auch langsam andere Zuege an. Wir naehern uns ja hiermit schon fast der vitnamesischen Grenze und meiner persoenlich Meinung nach muss ich sagen, dass die Frauen zum Beispiel, umso weiter suedlich wir gekommen sind, auch um einiges schoener geworden sind. Nur am Rande. Natuerlich nicht so schoen wie mein Reni…^^
Wir haben uns also erstmal zu Fuss auf den Weg gemacht umd die Gegend wie immer zu erkunden und etwas Essbares zu finden. Nicht allzu weit entfernt haben wir auch etwas gefunden. Wir konnten uns ewig nicht entscheiden, da wir alle 3 relativ spezielle Geschmaecker haben (Mar ist gern nicht scharf und Fleisch nur wenns nicht nach Tier aussieht, Kelly ist Vegetarier und ich will nur Fleisch), was die Nahrungssuche nie einfach gemacht hat. Letztendlich sind wir in einen Laden vor welchem Toepfe mit vielen Fischen stande, was hier ueblich war. Demnach habe ich auch mal nen frischen Fisch bestellt, dann gabs noch Tofu und irgendwas mit Schwein. Also fuer jeden was. Irgendwie war das aber der erste Teller in 6 Monaten China, der irgendwie nicht geschmeckt hat, weswegen wir dann alle noch leicht hungrig nach draussen sind. Sind wir halt erstmal hungrig weiter gelaufen…

Gleich neben dem Restaurant war eine Bruecke die ueber einen der vielen Flussarme und Kanaele der Stadt fuehrte. Als wir auf der Bruecke standen haben wir nicht allzu weit entfernt viele Leute am Wasser stehen sehen, auch viele die durch das Wasser gelaufen sind. Also sind wir ab und haben uns das mal aus der Naehe angeschaut. Da war doch tatsaechlich eine sehr seichte, ueberaus glitschige und stromstarke Stelle des Flusses, welche man ueberqueren konnte. Viele Chinesen schienen es aus Spass hin und zurueck zu laufen, waehrend die Touristen versuchte lediglich trocken und nicht allzu tolpatschig rueber zu kommen. Es war wirklich glitschig. Wir haben uns der Menge angeschloss und uns aufgemacht den Fluss zu ueberqueren. Allen voran Mar, der sehr gute Ballance bewies.p1000926 Dazu muss man sagen das Mar der Aufmerksame von uns 3en war. Er hat sich von den Profis abgeschaut wie man es richtig macht. Um am besten die Glitschigkeit der leicht bemoosten Steinchen im Wasser auszugleich muss man einfach seine guten Wandersandalen anlassen. Steffi der bereits vorgegangen war um als Erster anzukommen wollte natuerlich seine Scheuhchen nicht im Fischwasser nass machen und is Barfuss voraus. Und so kam es wie es kommen musste. Nur durch ueberaus geschicktes und akrobatisches Reaktionsvermoegen habe ich es geschafft die 3 dabeigehabten elektronischen Geraete trocken zu halten, aber gleichzeitig gekonnt den Rest nass zu bekommen. p1000928 Bei diesem Anblick bekommt der Begriff “nasser Sack” doch endlich mal ne Bedeutung.

Also ab da war fuer mich der Abend natuerlich gelaufen. Wir sind aber trotzdem weiter. Immer am Rand des Flusses lang ging es dann irgendwann auch wieder hoch auf die Strasse, der wir dann weiter folgten.weiter entfernt konnten wir einen beleuchteten Berg sehen, der recht imposant anzuschauen war. Allgemein war die Stadt gut beleuchtet und relativ bunt. Nicht nur hell sonder vielseitig hell. Echt schoen anzuschauen. Wir haben uns alle recht wohl gefuehlt auf Anhieb. Nach etwas Wandern sind wir dann im Zentrum der Stadt an einem See gelandet im welchen 2 nicht zu uebersehende Pagoden standen. Eine golden, welche bekanntlich der groesste aus reinem Kupfer gebaute Turm der Welt ist. Wenn ich mich da nicht verlesen habe. Stark…p1000940 Schick ne? Und weils so schoen ist das ganze auch nochmal in schwarz weiss…p1000950

Wirklich schoen, der Park. Wir sind dann eine Runde um den See gelaufen. Von da aus ging es weiter in die Promenaden Strasse. Alles natuerlich nicht absichtlich. Wir sind einfach immer weiter gelaufen. Viele kleine Staende und langsam mehr Kneipen und Restaurants. Kelly hat sich in weiser Vorraussicht einen Faecher zugelegt und Mar und ich haben am Rand gesessen und Sie in ruh einkaufen lassen. Nachdem wir lange keine mehr gesehen haben, sind uns die Menge an Auslaendern hier aufgefallen. Viele westliche Bars, Clubs und Restaurants. Nur war uns 3en nicht nach Party, also sind wir weiter. Um 7 wird naemlich im Zentrum eine Strasse gesperrt und man findet dann einen kilometerlangen Nachtmarkt vor. Auf dem wird leider nur der uebliche Ramsch verkauft wird, was aber trotzdem in dieser Groessenordnung relativ interessant anzuschauen war. Danach gabs das wirkliche Abendessen, 3 Bigmac Menues und eins extra fuer Mar. Burger fuer uns Fritten fuer Kelly. Alle waren gluecklich und somit konnten wir nach 4h Fussmarsch auch Tag 1 in Guilin gute Nacht sagen. Schoene Stadt.

Tag 2 sollte und ist auch der Tag schlechthin geworden. Der schoensten Aussicht sollten wir heut begegnen. Der einzige Grund warum Mario nach China gekommen ist und ich so weit in den Sueden gefahren bin… Ich mach es kurz. Wir sind frueh zum Bus, haben einen Menschen gefunden der uns dahin bringen wollte, sind mit ihm mit, standen 20min an einer Strasse rum, sind dann dort in einen anderen Bus, sind 1h gefahren, bis mitten in die Pampa, dort wurden wir rausgeworfen im Nichts, sind dann mit 2 Chinesinnen in ein privates taxi und weiter zum Ziel. Zwischenhalt haben wir gemacht (Verkaufstour) sind aber dann schnell weiter. Angekommen, Ticket gekauft, weiter gefahren. Taxi hat uns am Berg abgeliefert, wir sind gelaufen und nun sind wir oben angekommen. So… haben wir die Hinfahrt auch wenn viel mehr passiert ist hier mal Kurz gefasst. Un nun seht selbst wo wir angekommen sind…imgp1215imgp1223imgp1251imgp1231imgp1257imgp1262
Eigentlich brauch ich hier nicht viel zu erzaehlen. Schaut euch einfach dieses Letzte Bild an und denkt euch euren Teil. Man kann es leider nicht beschreiben. Man kennt es aus Dokus oder anderen Filmen, Fotos und Zeitschriften, aber richtig greifen kann man dieses Konzept von tausend Hektar Reisfeld auf ueber 1000m Hoehe am Berg nicht, wenn man es nicht direkt selbst sieht. Atemberaubend!

Mit diesen Eindruecken haben wir uns nach dem Abstieg, auf welcher wir uns uebrigens auch Verbrennungen 5. Grades zugezoegen haben, weil sich am Mittag die Sonne doch dazu entschieden hat rauszukommen, wieder auf dem Rueckweg gemacht. Es war ein langer Tag, viel Fahrt, viel Laufen aber puenktlich zum Abendesen sind wir wieder da gewesen, sind nochmal in die Stadt, waren aber dann eher froh nichts mehr machen zu muessen und sind ins Bett gefallen.

Tag 3 sollte es ja weiter nach Yangshuo gehen, doch wie immer war die Fahrt fuer uns erst gegen Abnds, da dann die letzten Busse dahin fuhren. Bis dahin wollten wir aber auch nochwas Unternehmen. Da in Yangshuo ja Radtouren fuer uns anstanden, haben wir hier gleich den Haertetest gemacht und uns in der Herberge Fahrraeder ausgeliehen um zu dem Volkspark etwas Ausserhalb zu fahren und dort die Grotte zu besuchen. Haben wir auch promt gemacht und keine 10min spaeter sass ich nach einer Ewigkeit mal wieder auf dem Fahrrad. Der Sonnenbrand machte Mar und mir aber noch gut zu schaffen. Weswegen wir uns beeilten zum Park zu kommen. Beweisfotos vom Fahrradfahren habe ich leider keine fuer diesen Tag, aber hier koennt ihr mal sehen wie es in der Grotte aussah. Welche eine der vielen Attraktionen in China war, die ich als “natuerlich” in Frage stellen wuerde. Ich bin der Meinung die Grotte war vor 20 Jahren noch nicht da. Die habens bestimmt gemacht! Aber ich stell eh viel zu viel in Frage anstatt einfach mal was hinzunehmen und etwas zu geniessen. Die gleiche Diskussion hatten wir am Tag vorher auf den Reisfeldterrassen auch. Da habe ich auch so meine Bedenken, ob das wirklich so gewollt ist. Aber sprecht mich da mal persoenlich an. Der Text ist eh schon lang genug. Die Grotte war aber nicht minder schoen anzusehen. Bunte Lichter haben in der Dunkelheit Interesse geweckt. Leider mussten wir mit der Gruppe rein, der Fuehrerin folgen und dem Licht hinterher. Hat auch gut eine Stunde gedauert. imgp1379p1010023 Gefallen hats, zu sehen gabs noch viel mehr, aber leider fehlte die Zeit. Aber mit Yangshuo kommt auch noch ein guter Brocken an Fotos, denn dort gab es landschaftlich wirklich was zu sehen. Aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen wieder aufs Bike zu steigen, welches wir fuer 50cent haben bewachen lassen, um schnell wieder zurueck Richtung Herberge und Bus zu kommen. Der erste Test mit dem Fahrrad ist solide gelaufen, mal gucken was uns morgen erwartet…